Microsoft macht Roadmap zu Plänen für Integrationsprodukte verfügbar

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Microsoft hat eine Roadmap zum Download verfügbar gemacht, die seine Pläne für Integrationsprodukte enthält. Sie enthält Eckdaten zu BizTalk, zum Azure Stack und zu den Logic Apps. Fürs zweite Quartal ist eine Community Technology Preview von BizTalk Server 2016 geplant wie auch eine Konferenz namens “Integrate 2016”.

In der Roadmap, die Microsoft zum Download anbietet, finden sich Angaben zur Applikationsintegrationslösung Biztalk, zum Azure Stack und zu den Logic Apps, die Teil des Azure App Service sind. Microsoft wird demnach auch im zweiten Quartal 2016 eine Konferenz zum Thema abhalten, die schlicht “Integrate 2016” heißen wird.

2014 hatte es schon einmal eine ähnliche Veranstaltung gegeben. Damals stellte Microsoft seine Vision für Azure-BizTalk-Mikroservices vor. Angesichts zunehmend disparater Ressourcen unterschiedlicher Anbieter in der Firmen-IT durch die Cloud scheint das Thema auch für Microsoft wichtiger denn je.

“Traditionell wurde Integration entweder System-to-System durch Enterprise Application Integration (EAI) vor Ort realisiert, oder aber Business-to-Business (B2B), typischerweise unter Verwendung von EDI-Protokollen wie Edifact oder ANSI X12. Heute befinden sich aber viele Systeme (und Anwender), die integriert werden sollen, jenseits der Firewall, und SaaS-basierte, API-zentrierte Anbieter übernehmen eine Vielzahl Aufgaben, von Sales-Leads bis zu Rechnungsstellung, E-Mail und Social Media. Zusätzlich geht eine moderne Integration überhaupt nicht von Unternehmenssystemen aus, sondern von – immer häufiger mobilen – Geräten, die ein Umdenken an beiden Enden der ‘Leitung’ erfordern. Diesen Wandel demonstrieren in leichtgewichtigen, modernen HTTP/REST-Protokollen realisierte APIs, die JSON nutzen”, heißt es in der Roadmap.

Integrationsdienste-Roadmap (Bild: Microsoft)
Integrationsdienste-Roadmap (Bild: Microsoft)

Die zehnte Version von BizTalk Server soll konkret im vierten Quartal 2016 vorliegen. Im zweiten Quartal geht eine Community Technology Preview voran, auf die noch eine Beta im dritten Quartal folgen soll.

BizTalk Server 2016 wird auf Windows Server 2016 (erscheint im dritten Quartal 2016), SQL 2016, Office 2016 und die jüngste Version von Visual Studio abgestimmt sein. Außerdem soll BizTalk die AlwaysOn Availability Groups von SQL 2016 sowohl im Rechenzentrum als auch gehostet auf Azure unterstützen.

Weiter will Microsoft die Integration von BizTalk Server und diversen Programmierschnittstellen enger machen, etwa zu Salesforce.com und Office 365, um hybride Cloudnutzung zu erleichtern. Und als Teil von Host Integration Server 2016 wird es “neue und verbesserte” BizTalk-Adaptoren für Informix, MQ und DB2 sowie verbesserte Integration mit PowerShell geben.

Microsoft verspricht für seine Integrationsprodukte flexible Ortswahl (Bild: Microsoft).
Microsoft verspricht für seine Integrationsprodukte flexible Ortswahl (Bild: Microsoft).

Ambitioniert zeigt sich Microsoft auch im Bereich Cloud-Integration, den es als iPaaS oder “Integration Platform as a Service” bezeichnet. Im ersten Quartal soll eine Preview eines geplanten Updates für Logic Apps den Anfang machen. Im zweiten Quartal folgt allgemeine Verfügbarkeit der Logic Apps, und Microsoft wird auch eine Preview des Enterprise Integration Pack bereitstellen.

Die Preview von Azure Stack mit AppService ist fürs dritte Quartal geplant, in dem auch das Enterprise Integration Pack allgemein verfügbar werden soll. Azure Stack selbst will Microsoft im vierten Quartal für die Allgemeinheit einführen.

Logic Apps sind Teil des letztes Jahr eingeführten Azure App Service. Er integriert Azure Web Apps, Azure Mobile Services und BizTalk Services. Das zusammengeführte Angebot verfügt über ein einheitliches Modell für App-Hosting, Laufzeit und Erweiterbarkeit. Logic Apps werden der Roadmap zufolge im Rechenzentrum des Kunden oder bei Hosting-Partnern laufen können, aber natürlich auch in Azure.

Azure Stack ist eine Kombination aus Funktionen von Azure (nämlich sowohl IaaS als auch PaaS), Azure Pack und Azure Service Fabric. Es soll Azure ins private Rechenzentrum des Kunden bringen. Erst kürzlich hatte Microsoft seine Hardware-Anforderungen für Interessenten verfügbar gemacht.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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