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Equinix mit Telecity Rechenzentrumsbetreiber zu

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Das Unternehmen erreicht damit mit seiner weltweiten Interconnection-Plattform 40 Märkte, einschließlich sieben neuer Standorte in Europa, und baut somit seine Position als führender Interconnection- und Rechenzentrumsanbieter aus.

Equinix, der wohl derzeit wichtigste Anbieter von Interconnection- und Rechenzentrumsdienstleistungen übernimmt die TelecityGroup. Somit sichert sich Equinix für rund 3,5 Milliarden Euro mehr als 40 Rechenzentren. Der Anbieter Equinix kann damit die Kapaiztäten in Europa mehr als verdoppeln. Auch der Interconncetion-Dienst ‘Equinix International Business Exchange’, kurz IBX wird durch den Zukauf stärker.

Das Unternehmen erreicht damit mit seiner weltweiten Interconnection-Plattform 40 Märkte, einschließlich sieben neuer Standorte in Europa, und baut somit seine Position als führender Rechenzentrumsbetreiber aus
Ein Equinix-Rechenzentrum. (Bild: Equinix)

Daneben kann das Unternehmen neue Interconnection-Plattformen anbieten und sich einen bequemen Vorsprung als größten Colocation-Anbieter in Europa sichern. Vor allem für Unternehmenskunden mit verteilten Standorten und Rechenzentren ist Interconnection ein wichtiger Baustein in der RZ-Strategie.

Die Equinix Cloud Exchange bietet für Anwender eine Verbindung zu den Cloud-Ressourcen von verschiedenen Anbietern. (Bild: Equinix)
Die Equinix Cloud Exchange bietet für Anwender eine Verbindung zu den Cloud-Ressourcen von verschiedenen Anbietern. (Bild: Equinix)

Equnix betreibt unter anderem für IBM Cloud-Rechenzentren in Europa und Deutschland. Auch andere Anbieter wie Microsoft oder Amazon sollen Gerüchten zufolge zum Kundenstamm von Equinix gehören.

“Heute ist ein wichtiger Tag für Equinix, an dem wir mit der Akquisition von Telecity einen bedeutenden Meilenstein in unserer 17jährigen Geschichte erreichen”, kommentiert Steve Smith, Präsident und CEO, Equinix. “Durch die Erweiterung unserer Interconnection-Plattform in wichtigen europäischen Märkten können wir globale Kunden besser unterstützen und dabei den Wert unseres eigenen Unternehmens steigern.”

Wer IT-Dienste auslagert, benötigt mehr und mehr direkte Verbindungen zu Service-Anbietern und Geschäftspartnern. Weil Equinix, weltweit eine entsprechende Infrastruktur unterhält, ist der Anbieter für diesen Wachstumsmarkt gut aufgestellt und stärkt die Position durch den Zukauf zusätzlich.

Mit Telecity kann Equinix das bestehende Rechenzentrumsangebot um sieben neue Märkte in Europa ausbauen. Neu sind Standorte in Bulgarien, Finnland, Irland, Italien, Polen, Schweden und der Türkei.  Zudem kann sich Equinix so mehr als 1.000 neue Anwender zukaufen,  darunter sind auch 200 Netzwerk- sowie 300 Cloud- und IT-Service-Anbieter.

John Hughes, Vorsitzender von Telecity, wird ab sofort einen Platz im Verwaltungsrat von Equinix einnehmen und Eric Schwartz, Präsident von Equinix EMEA, wird das gemeinsame Geschäft in EMEA leiten.

Equinix hat in den vergangenen zwölf Monaten drei Unternehmen akquiriert, darunter den Fachdienstleister Nimbo in den USA im Januar 2015 und Bit-isle in Japan im Dezember 2015. Durch den Kauf von Telecity und Bit-isle vergrößert sich die globale Plattform von Equinix (nach geplanten Veräußerungen) von 105 Rechenzentren in 33 Märkten zu 145 Rechenzentren in 40 Märkten.

Nachdem die Aktionäre von Telecity dem Angebot und auch die Behörden in Großbritannien der Transaktion zugestimmt haben, steht der Übernahme nichts mehr im Wege. Die Transaktion bestand aus einer Barzahlung von ungefähr 1,7 Milliarden US-Dollar und einer Ausgabe von ungefähr 6,8 Millionen Equinix-Aktien im Wert von ungefähr 2,1 Milliarden US-Dollar, basierend auf der Schlussnotierung der Equinix-Aktie am 14. Januar 2016.

 

 

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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