Intels VPro soll Multifaktor-Authentifizierung erhalten

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Intel (Bild: Intel)

Intel will das Thema Sicherheit und Authentifizierung tiefer in der Hardware verankern. Noch in diesem Jahr kann mit einer Markteinführung in der Client-Management-Plattform vPro gerechnet werden.

Intels PC-Verwaltungstool vPro soll neue Features bekommen. Wie der Hersteller mitteilt, werde die sechste Generation der Core-Prozessoren mit vPro neue eine Hardware-gestützte Multifaktor-Authentifizierung unterstützten.

Intel nennt das neue Feature “Intel Authenticate”. Damit liefert Intel verschiedene Authentifizierungsfaktoren. Diese reichen von PINs über Bluetooth-Dongles und Standortüberprüfung bis hin zu biometrischen Werkzeugen. Der Abgleich erfolgt über eine Firmware innerhalb der vPro-Hardware. Somit stellt Intel sicher, dass die für den authentifizierten Nutzer vorgegebenen Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden.

Mit der sechsten Generation von vPro werde Intel auch die Authentifizierungs-Technologie Authenticate in die Verwaltungslösung integrieren. (Bild: Intel)
Mit der sechsten Generation von vPro werde Intel auch die Authentifizierungs-Technologie Authenticate in die Verwaltungslösung integrieren. (Bild: Intel)

Firmen können außerdem standortabhängig unterschiedliche Authentifizierungsverfahren vorgeben. Im Office-Netzwerk könnte ein Bluetooth-Abgleich genügen, unterwegs wären hingegen weitere Faktoren und biometrische Erkennung nötig. Authenticate integriert sich unter anderem mit Microsoft Active Directory.

Tom Garrison, General Manager für Business Client bei Intel, verspricht eine ausführliche Vorschau für den Launch der Prozessoren. Einige Firmen hätten schon Tests begonnen; diese sollen ausgeweitet werden. “Die Einführung beginnt im Lauf des Jahres 2016.”

Zusätzlich zu Authenticate kündigte Intel an, dass mit der sechsten vPro-Generation Vierkern-Prozessoren für Mainstream-Notebooks verfügbar werden, ebenso wie ein Xeon-Chip für mobile Workstations. Außerdem erweitert der Hersteller das Angebot an Werkzeugen für Wireless Display und Docking, das bereits mit der fünften Generation im zurückliegenden verfügbar ist. Sie erlauben die drahtlose Übertragung von Bildschirminhalten und eine kabellose Verbindung zwischen Notebook und Peripherie.

Die Technologie Unite soll zudem Kollaboration erleichtern und vereinheitlichen, zum Beispiel durch sicheren Lese- und Schreibzugriff auf Dokumente in Echtzeit, vor Ort und übers Internet. Neue und existierende Displays und Projektoren lassen sich ohne Aufwand einbinden. Intel verspricht auch automatische Trennung von Verbindungen nach Ende der Session und Integration von Skype for Business.

Das Programm Small Business Advantage nennt Intel eine leicht zu nutzende Sicherheits- und Kollaborationslösung für kleine Firmen. Intel SBA umfasst Funktionen für die Zusammenarbeit wie Chat und Dateiaustausch sowie auch Sicherheitsfunktionen wie USB-Blocker, um die Kontrolle über Daten zu behalten.

Intel-Manager Garrison betont, die Core-Prozessoren mit vPro seien für die Nutzung unter Windows 10 ausgelegt, das in Unternehmen schneller eingeführt werde als erwartet. Intel war nach seiner Darstellung von einer großflächigen Einführung in Unternehmen in den Jahren 2017 und 2018 ausgegangen. Jetzt sei aber ein Trend zur breiten Einführung Ende 2016 zu beobachten. Dies stoße natürlich auch einen Upgrade-Zyklus an, der zu mehr Ultrabooks als Arbeitsgeräten, allgemein weniger Verkabelung und mehr Verbreitung von Kollaborationswerkzeugen führe.

Intel nennt Acer, Asus, Dell, Fujitsu, HP, Lenovo, Panasonic und Toshiba als Partner, die für den Unternehmenseinsatz vorbereitete Geräte mit den neuen Prozessoren anbieten werden. Der Kunde bekomme eine Wahlmöglichkeit zwischen den Formfaktoren 2-in-1, Ultrabook, ultradünnes Notebook im traditionellen Klappdesign, Mini-PC, All-in-One-Desktop und weiteren Designs.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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