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FireEye übernimmt iSight Partners

Logo FireEye. (Bild: FireEye)
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Das Unternehmen bietet Threat-Intelligence-Services für Unternehmen an und ist in 17 Ländern weltweit aktiv. Für 2016 war ursprünglich ein Börsengang geplant.

FireEye gibt die Übernahme des Sicherheitsanbieter iSight Partners für 200 Millionen Dollar bekannt. Wenn bis zum ersten Quartal 2018 Sales-Ziele erreicht werden bezahlt FireEye noch einmal 75 Millionen Dollar. Die Übernahme wurde bereits zum 14. Januar abgeschlossen.

Die Mitarbeiter des Anbieters fahnden in insgesamt 17 Ländern bei Unternehmen nach Cyber-Übergriffen. Der Anbieter hatte sich in jüngster Vergangenheit durch die Entdeckung von groß angelegten und staatlich unterstützten Cyber-Attacken in Russland und Iran einen Namen gemacht.

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Im Zurückliegenden Geschäftsjahr hatte das Unternehmen 50 Millionen Dollar umgesetzt. FireEye will mit der Übernahme von iSight aber vor allem Lücken im eigenen Portfolio schließen. FireEye kann so spezialisiertere Angebote liefern. In den zurückliegenden Quartalen kämpft FireEye mit trotz Umsatzwachstum von zuletzt jährlich 45 Prozent mit Verlusten in Millionenhöhe.

Nun wolle FireEye mit Hilfe der Übernahme neue Abonnementen-Modelle für bestimmte Branchen anbieten. Bestandskunden von iSight sollen jedoch weiterhin Zugang zu den Produkten haben. So hat FireEye auch ein vergleichbares Angebot zusammen mit Visa geplant, bei dem für ganz bestimmte Sicherheitsanforderungen Angebote bereitgestellt werden. FireEye aktualisiert stündlich die Datenbank mit Informationen über Angriffe.

iSight hatte im zurückliegenden August Pläne für einen Börsengang veröffentlicht. Das Unternehmen hatte eine Bewertung von etwa 1 Milliarde Dollar angepeilt. Derzeit sind hier 350 Personen beschäftigt, wobei etwa 200 Sicherheitsexperten sind. Ob Entlassungen geplant sind, ist derzeit unbekannt.

“Vorausschauende Organisationen – von Regierungsstellen bis hin zum privaten Sektor – wissen, dass Threat Intelligence ein wichtiger Bestandteil einer robusten Sicherheit ist, die den Angriffen, die sich gegen solche Organisationen richtet, auch gewachsen ist” so David DeWalt, CEO von FireEye in einer Mitteilung. Nur so lassen sich auch hochentwickelte Angriffe, die inzwischen auch in geopolitische und andere Konflikte einbezogen werden, schnell und effektiv abwehren.

 

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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