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SAP muss nicht zusätzlich in Cloud-Infrastruktur investieren

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Trotz kräftigem Cloud-Wachstums sieht SAP keinen Bedarf, im größeren Umfang in Infrastruktur zu investieren.

SAP scheint für künftiges Wachstum gut aufgestellt zu sein. Trotz eines Wachstums von 103 Prozent bei Neubuchungen und von 45 Prozent bei Cloud-Bookings und Support scheint SAP noch längst nicht an die Kapazitätsgrenzen der eigenen Cloud-Infrastruktur angelangt zu sein, wie CEO Bill McDermott laut Reuters am Freitag bei der Vorstellung der Zahlen für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2015 anmerkte.

“Wir haben bereits sehr stark in unsere Infrastruktur investiert. Wir hinken nicht hinterher. Wir brauchen hier nichts ungewöhnliches zu tun”, so McDermott. Sämtliche Ausgaben seien bereits in die Prognosen für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 fakturiert worden. SAP sei hier genau im Plan.

So hat SAP, nachdem die heute veröffentlichten Zahlen vorläufig schon vor einigen Tagen bekannt gegeben wurden, für das Geschäftsjahr 2017 den Ausblick angehoben. Diese würden nun voraussichtlich in eher in der oberen Spanne der Erwartung liegen. SAP sieht sich damit auch auf dem Weg von einem traditionellen Software-Hersteller zu einem Cloud-Anbieter bestätigt.

SAP Logo (Bild: SAP)

Nun rechnet das Walldorfer Unternehmen mit einem Umsatz von zwischen 23 und 23,5 Milliarden Euro. Das ist rund 1,5 Milliarden Euro mehr, als das Unternehmen noch vor einem Jahr erwartet hatte. “SAP hat im vierten Quartal 2015 außergewöhnlich viel Schwung bekommen, mit starkem Wachstum in der Cloud und zweistelligem Zuwachs beim Kerngeschäft”, kommentiert McDermott am Freitag die Zahlen. Der sieht sich dabei auch gegenüber den Konkurrenten Oracle und IBM im Vorteil.

So rückt das Unternehmen auch näher an das Ziel heran, die Cloud als wichtigsten Umsatzbringer zu etablieren. Bis 2017 soll dann auch ein Cloud-Umsatz von 4 Milliarden Euro erreicht werden. 2015 setzte SAP mit neuen Bookings und mit Erlösen aus Subscriptionen und Support rund 3,2 Milliarden Euro um, was in beiden Fällen etwa eine Verdoppelung der Vorjahresumsätze entspricht. Die Erlöse aus Software und Support liegen derzeit noch bei knapp 15 Milliarden Euro, was ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Transformation mache auch Umstrukturierungen in der Belegschaft nötig. Ursprünglich sollten bis Ende des Jahres 2000 Mitarbeiter in andere Bereiche wechseln oder das Unternehmen verlassen. Nun meldet SAP dass zuletzt etwa 3000 Mitarbeiter die entsprechenden Angebote angenommen haben. Derzeit sind mit etwa 77.000 Mitarbeitern rund 2500 Angestellte hinzugekommen.

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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