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Fujitsu, Toshiba und Vaio könnten PC-Sparten zusammenlegen

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Toshiba und Fujitsu suchen bereits seit einigen Monaten nach strategischen Alternativen für die eigenen PC-Sparten.

Toshiba, Vaio und Fujitsu sollen derzeit über einen Merger der eigenen PC-Sparten verhandeln. Das berichtet der taiwanische Branchendienst Digitimes unter Berufung auf Quellen in der Lieferkette. Die Pläne sollen demnach schon recht weit gediehen sein und Toshiba habe demnach einen größeren Auftrag bei dem Fertiger Pegatron storniert.

Die Genannten Hersteller kämpfen mit rückläufigen Margen, können sich aber im Heimatmarkt Japan nach wie vor gut behaupten. Dennoch sind die jeweiligen PC-Sparten unter Druck. Vaio, die ehemalige PC-Sparte von Sony hatte die Idee des Mergers bereits vergangenes Jahr vorgeschlagen.

Toshiba, das derzeit mit den Folgen eines Bilanzskandals zu kämpfen hat, würde sich damit ein Problemfeld vom Hals schaffen. Auch bei Fujitsu plant man offenbar die Abspaltung der PC-Sparte. Bereits zu Beginn des Jahres wurden Berichte laut, dass Fujitsu und Toshiba über eine Fusion der PC-Sparte nachdenken. Unklar ist bislang was diese Fusion für das Fujitsu-Werk in Augsburg bedeuten könnte.

Auch im PC-Markt würde dieser Merger für eine Verschiebung sorgen. Unter den Herstellern in Taiwan mache sich laut Digitimes bereits eine gewisse Nervosität breit, denn Toshiba arbeitet vorwiegend mit Pegatron zusammen, während Fujitsu und Vaio eher die Dienste von Quanta Computers in Anspruch nimmt. Quanta fertigt übrigens auch die Server für Fujitsu.

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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