HPE stellt Compliance-Management neu auf

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Für hochregulierte Branchen stellt Hewlett Packard Enterprise einen neuen Analytics-Dienst vor, mit dem Banken und andere Unternehmen Risiken erkennen und abwehren können.

Hewlett Packard Enterprise gibt die Verfügbarkeit von HPE Investigative Analytics bekannt. Über maschinelles Lernen und Big Data Analysen sollen Unternehmen und Anbieter so schnell Betrug und andere Risiken erkennen und abwehren können. Die Lösung richtet sich vor allen an Anwender aus hochregulierten Branchen wie dem Finanzsektor.

Finanzdienstleister generieren täglich Milliarden von Transaktionen und damit massive Datenmengen, die über das Unternehmen verteilt sind. Hier stoße laut HPE herkömmliche Analysesoftware aufgrund der der Vielfalt der Datentypen an die Leistungsgrenzen und können Unregelmäßigkeiten nicht zuverlässig erkennen.

Mit HPE Investigative Analytics können Anwender anhand von Transaktions- und anderen daten betrügerisches oder regelwidriges Verhalten erkennen und beenden. Die Software setzt HPE-Lösungen für Big Data, Archivierung, Compliance und maschinelles Lernen ein, um automatisch Muster und Anomalien in strukturierten und unstrukturierten Daten zu erkennen.

HPE Investigative Analytics ist eine komplette Überwachungs- und Analytics-Lösung, die laut Hersteller eine 200-mal größere Trefferquote bei Risikoinformationen hat als andere Compliance- oder Risiko-Management-Systeme.

 

Riskmanagement, Compliance. (Bild: Shutterstock)

Die Software beruht auf HPE-Lösungen für Big Data, Compliance und maschinelles Lernen. Dazu gehören HPE Digital Safe, HPE Supervisor, sowie HPE IDOL (Autonomy) und HPE Vertica. Diese Lösungen erkennen automatisch Muster und Anomalien, indem sie sowohl strukturierte Daten etwa aus Handels-, Risiko-, Preis- und Personalsystemen und auch unstrukturierte Daten wie Tondaten, Chat oder E-Mail analysieren.

Diese heterogenen Datenquellen werden in einem so genannten Curated Data Lake zusammengefasst und damit bekommen Anwender eine einheitliche Sicht auf strukturierte und unstrukturierte Daten, unabhängig davon, aus welcher Quelle diese stammen.

Dabei helfen analytischen Modelle des menschlichen Verhaltens. Auf deren Grundlage werden Risiken und mögliche Probleme identifiziert. Die Informationen integriert die dabei mit aktuellen Geschäfts- und Marktentwicklungen sowie mit Key Risk Indicators (KRI).

HPE Investigative Analytics bezieht darüber hinaus auch eine Reihe von vordefinierten und firmenspezifischen KRI mit in die Risikobewertung mit ein, etwa kritische Erwähnungen des Unternehmens in sozialen Medien mithilfe von so genannter Sentiment-Analyse – oder komplexere Sprachanalysen, die verdächtige Sprachmuster erkennen.

Betrüger sind nach wie vor ein großes Problem für Finanzdienstleister, wie HP mitteilt. Zudem gelten heute zahlreiche Vorgaben, deren Nichteinhaltung streng geahndet wird. Laut einem Bericht von Morgan Stanley aus dem Jahr 2015 mussten globale Finanzunternehmen seit dem Jahr 2009 Strafzahlungen von insgesamt 260 Milliarden US-Dollar entrichten.

“Die Vermehrung von Daten, Sanktionen und Bußgeldern in Unternehmen erzeugt ein Risikoniveau, das Firmen nicht länger ignorieren können – insbesondere in hochgradig regulierten Märkten”, sagt Laura DuBois, Group Vice President für Enterprise Storage, Server und Infrastructure Software bei IDC. “Eine Softwarelösung wie die von Hewlett Packard Enterprise, die Einsichten in sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten liefert – nicht nur, um Risiko-Ereignisse zu finden und zu analysieren, sondern auch, um sie zu verhindern -, wird damit zur Pflicht.”

HPE Investigative Analytics kann ab sofort entweder direkt von HPE oder von ausgewählten Partnern bezogen werden.

 

 

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