Microsoft erweitert Azure Stack mit neuen Funktionen

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Die vor einigen Wochen vorgestellte Preview der On-Premise-Version von Azure wird jetzt unter anderem mit erweiterten Datenbank-Support ergänzt.

Microsoft kündigt neue Funktionen für Azure Stack, die Private-Cloud-Version von Azure an. So sind ab sofort folgende neuen Features für Azure Stack verfügbar: SQL und MySQL Datenbank Resource Providers für den Support des Web Apps Data Tier, ein neues Azure Software Development Kit mit Support für PowerShell und Cross-Plattform CLI sowie nativer Support von Visual Studio für Azure Stack und neue Web Apps Features im Azure App Service. Mit den Resource Provider für SQL Server und MySQL können Anwender sämtliche SQL Server-basierten Workload über Azure Stack nutzen.

Der PaaS-Service für Web Apps sei noch in einer früher Vorschau verfügbar, erklärt das Team. Damit wolle Microsoft sicher stellen, dass Nutzer-Feedback noch in die finale Version eingearbeitet werden kann.

Nach wie vor sind einige Funktionen in der Azure Stack Version noch nicht enthalten, heißt es von Microsoft. Jetzt liefert Microsoft mit dem Azure Stack App Service und dem Resource Provider Administrator-Werkzeug, zwei Management-Portale für die Plattform. Hier können Rollen verwaltet, System-Properties oder auch Nutzerdaten verwaltet werden.

Anwendungen, die für Microsoft Azure geschrieben wurden, sollen über Azure Stack auch innerhalb des eigenen Rechenzentrums betrieben werden können. (Bild: Microsoft)
Anwendungen, die für Microsoft Azure geschrieben wurden, sollen über Azure Stack auch innerhalb des eigenen Rechenzentrums betrieben werden können. (Bild: Microsoft)

“Heute machen wir zusätzliche Azure PaaS (platform as a service) Services und DevOps-Werkzeuge zusätzlich zu den Technical Preview Deployments verfügbar” so das Azure Stack in einem Blog vom 8. Februar.

Azure Stack ist Microsofts Angebot für Anwender und Partner, die Azure auf ihrem eigenen Rechenzentrum oder auf der eigenen Hardware betreiben wollen. Dafür bietet Azure Stack auch die Nutzer-Erfahrung und die Schnittstellen, die die Anwender von der Cloud-Version gewohnt sind. Programme, die für Public-Cloud-Version von Azure geschrieben sind, sollen auch ohne Anpassung in der On-Premise-Version laufen.

Vergangene Woche hatte Microsoft auch die Roadmap für Windows Azure Pack verfügbar gemacht. Azure Pack ist ein früher Versuch von Microsoft für sehr große Anwender und Provider eine Azure-ähnliche Umgebung im eigenen Rechenzentrum bereit zu stellen. Die Lösung soll auf System Center und Windows Server laufen.

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Laut der neuen Roadmap wird Microsoft nun vierteljährlich Windows Azure Pack mit neuen Features und Sicherheitsupdates aktualisieren. Zudem soll es zusammen mit der Veröffentlichung von Windows Server 2016 und System Center 2016 im Laufe des Jahres veröffentlicht werden.

Am 11. Juli 2017 wird Microsoft dann den Mainstream-Support für Azure Pack auslaufen lassen. An diesem Datum ende auch der Support für System Center 2012 R2. Dennoch wird der erweiterte Support, bei dem Microsoft noch Sicherheitsupdates bereit stellt, für die beiden Produkte noch bis zum 12. Juli 2022 verfügbar sein.

 

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