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IBM stellt Blockchain-As-A-Service für Entwickler vor

Blockchain Bitcoin (Bild: Shutterstock)
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Mit einem neuen Service für Entwickler will IBM die Bitcoin-Basis-Technologie Blockchain über den Cloud-Service Bluemix für den Einsatz im Unternehmen positionieren.

IBM stellt einen neuen Cloud-Service Für Entwickler vor, mit dem Unternehmen und Entwickler die Technologie in kommerziellen Projekten einsetzen können sollen. Darüber hinaus stellt der Anbieter mit den “IBM Garages” in London, New York, Singapur und Tokyo neue Büros und Beratungsleistungen für den Einsatz von Blockchain vor, vor allem für die Bereiche Finanz und Logistik. Auch IBMs Digital-Agentur iX wird zusammen mit Anwendern neue Einsatzbereiche für die Blockchain entwickeln.

Um die Standardisierung von Blockchain voranzutreiben spendet IBM in einem ersten Schritt 44000 Zeilen Code an das Hyperledger-Projekt der Linux-Foundation. Das Projekt, zu dessen Gründungsmitgliedern auch IBM gehört, hat sich zum Ziel gesetzt, ein so genanntes Ledger-Framework zu entwickeln, über das Anwender Daten oder Finanztransaktionen absichern können.

Zwei IBM-Berater arbeiten an einer neuen Nutzerschnittstelle für sichere Blockchain-Apps. (Bild: George Nikitin/Feature Photo Service for IBM)
Zwei IBM-Berater arbeiten an einer neuen Nutzerschnittstelle für sichere Blockchain-Apps. (Bild: George Nikitin/Feature Photo Service for IBM)

Über den neuen Bluemix-Service können lassen sich nicht nur Blockchain Networks verwalten, sondern so sind auch eine neue Klasse von verteilten Ledger-Anwendungen möglich, wie es von dem Hersteller heißt. Entwickler können Digitale Assets und auch eine begleitende Business-Logik sicher und vertraulich über die Teilnehmer eines Blockchain-Test-Netzwerk verteilen.

Über Bluemix sind die neuen Komponenten auch mit Devops-Tools integriert, über die dann Blockchain-Anwendungen auf der IBM-Cloud erstellt, implementier und überwacht werden können. Zudem unterstützen auch IBM-Mainframes die neuen Blockchain-Technologien. Zudem können Blockchain-Anwendungen auch auf bestehende Transaktionen auf verteilten Systemen zugreifen, um beispielsweise neue Bezahloptionen zu ermöglichen.

Über die modulare Architektur lassen sich einzelne Module wiederverwenden, ein neuer Algorithmus richtet sich an verschiedene Einsatzbereiche und zudem liefert IBM auch ein Identity Management, dabei kann in einem Smart Contract auch festgelegt werden, wer diesen sehen oder ausführen darf. Zudem können Smart Contracts in gängigen Sprachen wie Java oder Golang geschrieben und in Containern ausgeführt werden.

Darüber hinaus will IBM auch Daten aus Internet of Things (IoT) mit Hilfe der Blockchain absichern. So können Anwender der Watson IoT Platform Informationen etwas aus RFID-Installationen oder aus einem Barcode-Scan zusammen mit der Blockchain verwendet werden. So könnte beispielweise die Lieferkette eines Paketes über verschiedene Service-Punkte hinweg über Blockchain aktualisiert werden.

“Blockchain liefert einen völlig neuen Ansatz, der es Unternehmen in verschiedenen Branchen möglich macht, ihre Logistik und den Betrieb zu verändern”, betont Mika Lammi, Chef für das IoT Business Development bei dem finnischen Unternehmen Kouvola Innovation, das mit IBM zusammen an neuen Einsatzszenarien arbeitet. Derzeit entwickelt das Unternehmen auf Basis der Watson IoT-Plattform neue Lösungen für die Lieferkette.

Parallel dazu testet IBM zusammen mit der Japan Exchange Group (JPX) den Einsatz der Blockchain-Technologie beim Handel von Aktien.

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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