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Mittelstand bei IT in Kauflaune

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Deutsche Mittelständler lassen sich auch durch leichte Eintrübungen nicht davon abhalten, wieder vermehrt in neue IT-Infrastruktur zu investieren.

In Unternehmen mit zwischen 10 und 999 Mitarbeitern wollen in den nächsten drei Monaten ungebremst in ITK-Technologien investieren. Allerdings, so das Marktforschungsunternehmen Techconsult, bekamen die mittelständischen Unternehmen im Januar erneut die abgebremste Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung zu spüren.

Die wirtschaftliche Dynamik des deutschen Mittelstandes verlief zu Jahresbeginn nur schleppend. Gegenüber Dezember zeigt sich ein gleiches Umsatzniveau, bei einem Index von 100 Punkten hielten sich Firmen mit gestiegenen Umsätzen gegenüber Firmen mit rückläufigen Umsätzen erneut die Waage. Einbußen gegenüber Dezember mussten in erster Linie die Dienstleister und Händler hinnehmen, ihre Indizes fielen weit unter 100 auf 74 bzw. 88 Punkte ab. Erfolgreich starteten die Industrie und das Finanzgewerbe, hier waren im Januar die Unternehmen mit steigenden Umsätzen stark in der Überzahl.

Die Vorhersage für die nächsten drei Monate zeigt aber eine deutliche Stimmungsaufhellung: Der Mittelstand setzt positive Wachstumssignale, so dass der Indikator gegenüber Dezember 10 Punkte gutmachen konnte. Bei einem Stand von 130 Punkten sollten die Unternehmen mit steigenden Umsätzen wieder eine deutliche Mehrheit bilden. Treiber dürften vor allem die Industrieunternehmen und die Finanzdienstleister sein. Ihre Umsatzprognosen liegen mit Indikatoren von 146 und 143 Punkten weit über dem Branchenschnitt.Mittelstandsindex

Im Jahresvergleich liegt der Index der realisierten Umsätze fünf Punkte über dem Wert vom Januar 2015. Der Indikator der wirtschaftlichen Aussichten liegt zwei Punkte unter dem Vorjahreswert.

Von der wirtschaftlichen Entwicklung unbeeinträchtigt zeigten sich die ITK-Ausgaben. Im Januar wurden ähnlich viele Investitionen in ITK-Produkte und Lösungen getätigt wie im Dezember 2015. Der Index der realisierten Ausgaben liegt niveaugleich bei 107 Punkten. Bis auf den Handel tätigten alle Wirtschaftszweige überwiegend steigende ITK-Ausgaben. Positiv hervorzuheben ist die Nachfrage nach ITK-Produkten und –Lösungen vor allem im Finanzgewerbe und im Versorgungssektor.

Auch die prognostizierten Ausgaben für die nächsten drei Monate sind stabil und halten ihr Niveau. Der entsprechende Index gab geringfügig einen Punkt nach. Mit 120 Punkten signalisiert er, dass die Unternehmen mit positiven Investitionsabsichten in den kommenden drei Monaten deutlich dominieren könnten. Alle Branchen kündigen steigende Investitionen in Kommunikationsprodukte, Hardware, Software, sowie Services an. Getrieben wird der Index in erster Linie durch die Industrie und die Öffentlichen Verwaltungen.

Allerdings reichen die beiden Indikatoren nicht an das Vorjahresniveau heran, betont Verena Bunk, Techconsult-Analystin. Der Indikator der getätigten Ausgaben liegt sieben Punkte unter dem Wert vom Januar 2015, die prognostizierten ITK-Ausgaben bleiben einen Punkt hinter dem Wert des Vorjahres.

 

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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