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Fujitsu präsentiert Tablet mit Handvenen-Authentifizierung

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Handvenenerkennung soll anderen biometrischen Verfahren haushoch überlegen sein, verspricht Hersteller Fujitsu auf dem Mobile World Congress in Barcelona.

Fujitsu präsentiert ein 13,3-Zoll-Tablet. Das auf dem Mobile World Congress (MWC) vorgestellte Tablet git es auch mit optionalem Tastaturdock. Es lässt sich wie Microsofts Surface-Modelle oder die ebenfalls in Barcelona vorgestellten 2-in-1-Geräte Lenovo Ideapad Miix 310, Huawei MateBook oder Alcatel Plus 10 sowohl als Tablet als auch als Notebook nutzen. Was das Stylistic Q736 aber von den Wettbewerbern abhebt, ist eine integrierte Handvenenerkennung. Damit können Nutzer sich berührungslos über Fujitsus biometrisches Sicherheitsverfahren PalmSecure authentifizieren.

Laut Hersteller ist die Venenerkennung in der Handinnenfläche technisch ausgereifter und ist etwa 10-mal sicherer als ein Irisscanner, 100-mal sicherer als ein Fingerabdruckscanner und 1000-mal sicherer als eine Gesichtserkennung. Die Zahl der Fälle, in denen das System die Anmeldung einer berechtigten Person verweigert, soll bei 0,01 Prozent liegen. Umgekehrt beträgt die Rate, bei der jemand fälschlicherweise akzeptiert wird, angeblich unter 0,00008 Prozent.

Berührungsloser Handvenen-Scan als nahezu fälschungssichere Authentifizierungsmethode. (Bild: Fujitsu).
Berührungsloser Handvenen-Scan als laut Hersteller nahezu fälschungssichere Authentifizierungsmethode. (Bild: Fujitsu)

Zudem hebt Fujitsu die einfache Bedienung der Sicherheitslösung hervor. Das bei jedem Menschen unterschiedliche Handvenenmuster wird durch Nahinfrarotlicht erfasst. Das sauerstoffarme Hämoglobin in den Handvenen absorbiert dieses Licht, wodurch sich die Reflexion verringert und die Venen als schwarzes Muster erscheinen. Dieser Scan wird dann mit einem zuvor registrierten Muster abgeglichen. Der Sensor erkennt das Muster nur, wenn das sauerstoffarme Hämoglobin aktiv in den Handvenen fließt. Dadurch sind laut Hersteller Fälschungsversuche nahezu unmöglich.

Zusätzlich unterstützt das für Geschäftskunden konzipierte Stylistic Q736 auch eine Authentifizierung mittels SmartCard, sogar kontaktlos via NFC. Weitere Sicherheitsfunktionen sind ein verschlüsselbares SSD-Laufwerk und ein Trusted Platform Module (TPM) von Intel. “Selbst wenn jemand sein Tablet ungesichert an einem öffentlichen Ort liegen lässt, kann kein Unbefugter auf die Daten zugreifen, denn das Gerät ist durch die verschiedenen Sicherheitsfunktionen umfassend geschützt”, verspricht Jörg Hartmann, Head of Category Management, EMEIA Product Business bei Fujitsu.

Angetrieben wird das Stylistic Q736 von einer Intel-vPro-CPU der aktuellen sechsten Generation bis hin zu einem Core i7. Unterstützung der “Intel Pro Wireless Display”-Technologie erlaubt den kabellosen Anschluss eines externen Monitors oder Fernsehers. Der 33,8 Zentimeter große, entspiegelte IPS-Touchscreen hat eine Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten und lässt sich sowohl mit den Fingern als auch mit einem mitgelieferten Digitalstift bedienen.

Die Tableteinheit sowie das Tastaturdock verfügen jeweils über einen eigenen Akku. Allein soll das Tablet bis zu 9,5 Stunden ohne Steckdose auskommen, in Kombination mit der Anstecktastatur hält es nach Herstellerangaben bis zu 15 Stunden durch. Als Betriebssystem ist Windows 10 Pro installiert. Zu den verfügbaren Verbindungsoptionen zählen LTE und GPS. Das Gewicht gibt Fujitsu mit weniger als einem Kilogramm an.

Das Stylistic Q736 soll ab März weltweit verfügbar sein. Die Preise variieren laut Hersteller je nach Konfiguration und Region.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

 

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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