1&1 erweitert Cloud-Angebot um App Center

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Vor allem Entwickler und Unternehmen sollen von dem neuen Angebot profitieren können. In den nächsten Monaten soll das Angebot deutlich ausgebaut werden.

Bereits heute verfügbar sind Dienste für Developer wie Docker, DreamFactory, GitLab, LampStack, Mantis, Redmine, RubyStack, Squash, Subversion und Trac. Außerdem stehen für Firmen diverse Content-Management-System, darunter Alfresco Community, Drupal, Joomla, Typo3, WordPress und Xoops, mehrere CRM-Werkzeuge, darunter CivicCRM, Dolibarr, Fat Free CRM, SugarCRM, X2EngineSales und Zurmo, aber auch E-Commerce-Software wie Magento, OpenCart und Spree steht zur Verfügung.

Zudem gibt es die Möglichkeit, im 1&1 App Center diverse, projektbezogene Aufgaben über das 1&1 App Center abzuwickeln. Dafür eignen sich etwa die Foto- und Datei-Sharing-Tools Coppermine, RessourceSpace und ownCloud, die Umfrageverwaltung von LimeSurvey oder das Projektmanagement von Open Atrium und OpenProject. Aber auch für Bereiche wie ERP, Passwortverwaltung, E-Learning oder Soziale Netzwerk und Marketing-Automatisierung gibt es bereits einige Angebote, die noch erweitert werden sollen.

Für das Angebot arbeitet 1&1 mit dem US-Unternehmen Bitnami zusammen, das sich darauf spzialisiert hat, Anwendungen aktuell zu halten. Da sich das Angebot von 1&1 stark an dem Angeboten von Bitnami orientiert, ist es wahrscheinlich, dass die nächsten Anwendungen sich an dem Bitnami-Katalog orientieren. Anwender können auf der Webseite des Anbieters auch für Anwendungen voten, die in die Verteilung durch Bitnami aufgenommen werden sollen.

1-und-1-App-Center-800Aktuell bietet der 1&1 App Center etwa 80 Anwendungen, bis Mitte des Jahres sollen es rund 200 sein. (Screenshot: ITespresso)

Einerseits hilft das 1&1 App Center Firmen natürlich, sich auf den Cloud-Servern des Hosters diverse Anwendungen einzurichten und sie aktuell zu halten. Die Verwaltungsoberfläche dafür ist sehr einfach gehalten und soll es so auch weniger versierten Anwendern erlauben, das Angebot zu nutzen. Andererseits ist es aufgrund der Tatsache, dass minutengenau abgerechnet wird, auch eine gute Möglichkeit, mehrere Anwendungen einfach einmal unkompliziert auszuprobieren, bevor man sich dann endgültig für eine entscheidet.

Da keine langfristigen Verträge abgeschlossen werden müssen und die Ressourcen quasi unmittelbar zur Verfügung stehen, eignet sich das neue Angebot aber auch gut, um zeitlich befristete Projekte darüber abzuwickeln, etwa im Marketing oder im Kontakt mit Kunden. So könnte die Vorbereitung für einen Messeauftritt, ein Gewinnspiel zur Neukundengewinnung oder eine vom Alltagsgeschäft abgekoppelte Aktion – etwa die Zusammenarbeit mit einer Universität, eine Benefizaktion oder ein Ideenwettbewerb leicht mit den bei 1&1 verfügbaren Standardwerkzeugen von der Fachabteilung bewerkstelligt werden, ohne dafür immer die interne IT-Abteilung beschäftigen zu müssen.

Kunden zahlen bei 1&1 für die jederzeit anpassbaren Parameter CPU-Anzahl, Arbeitsspeicher und SSD-Speicher. Kostenfrei sind Datentransfer, SSD, Load Balancer, Private Networks und der Support. Die Apps lassen sich über das 1&1 Cloud Panel auswählen und werden dann automatisch auf der vorher gewählten VM-Größe eingerichtet. Ein integriertes Kosten-Tracking zeigt stets die bislang aufgelaufenen Kosten an. Eine monatliche Kostenprognose informiert darüber, mit welchen Kosten im laufenden Monat bei der gerade gewählten Konfiguration zu rechnen ist.

In der einfach gehaltenen Management-Oberfläche deer 1&1 Cloud Server lässt sich zum beispiel die Ip-Adresse mit einer eigenen URLverknüpfen. (Screenshot: 1&1)
In der einfach gehaltenen Management-Oberfläche deer 1&1 Cloud Server lässt sich zum beispiel die Ip-Adresse mit einer eigenen URLverknüpfen. (Screenshot: 1&1)

1&1 verfügt derzeit an drei Standorten über Rechenzentren für seine Cloud Server (Deutschland, Spanien und USA). Wo die eigenen Server betrieben werden sollen, lässt sich frei auswählen. Als Betriebssysteme werden standardmäßig Windows Server 2008 und 2012 sowie Linux (Ubuntu, CentOS und Debian) angeboten. Weitere lassen sich je nach Konfiguration selbst aufspielen.

Außerdem ist auch die Nutzung bereits vorhandener Windows-Lizenzen möglich. Die Preise für die 1&1 Cloud Server beginnen derzeit bei 4,99 Euro pro Monat (1 vCore, 512 MByte RAM und 30 GByte Speicherplatz auf SSD) und gehen bis 349,99 Euro (16 vCores, 48 GByte Ram und 500 GByte Speicherplatz). Zum Einstieg empfiehlt 1&1 das Paket Cloud Server Flex für 15,84 Euro. Es bietet 1 vCore, 1 GByte RAM und 20 GByte SSD-Storage.

[mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de]