Smart Home und IoT: Verbraucher wünschen sich Geld für ihre Nutzungsdaten

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Verbraucher wünschen sich Geld oder Rabatt-Deals als Gegenleistung für Nutzungsdaten, vielen sorgen sich aber auch um die Sicherheit. Das sind nur einige Ergebnisse der aktuellen Umfrage “Internet der Dinge und Smart Home” von Intel Security.

Im Jahr 2025 werden intelligente, vernetzte Häuser so verbreitet sein wie Smartphones es heute sind – davon sind 84 Prozent der deutschen Befragten einer Umfrage zum Thema “Internet der Dinge und Smart Home” von Intel Security überzeugt. 57 Prozent der Deutschen würden die von den vernetzten Geräten gesammelten personenbezogenen Daten gegen Geld mit Unternehmen teilen. Ganze 64 Prozent sind der Meinung, dass Unternehmen Coupons und Rabatte als Gegenleistung für die Daten bereitstellen sollten.

Die Millenials, also die 18- bis 33-jährigen weltweit, würden dabei am liebsten Geld, Rabatte und Coupons im Austausch für ihre Verhaltensdaten von Smart Home-Geräten erhalten (63 Prozent Geld, 44 Prozent Rabatte und 29 Prozent Coupons). Der deutsche Durchschnitt liegt im Vergleich bei 43 Prozent für Geld, 45 Prozent für Rabatte und 25 Prozent für Coupons. Neue Technologien bergen allerdings auch neue Gefahren. 61 Prozent der Befragten in Deutschland haben Angst davor, von Cyber-Kriminellen angegriffen zu werden.

Die Umfrage wurde im Juli 2015 von Vanson Bourne, einem unabhängigen Marktforschungsinstitut für den Technologie-Sektor, durchgeführt. Insgesamt wurden 9000 Verbraucher weltweit befragt, davon 2500 aus den USA, jeweils 1000 aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Brasilien und Indien sowie jeweils 500 aus Kanada, Mexiko und Australien.

„Intelligente Häuser und die entsprechenden Daten haben das Potential, den Alltag der Verbraucher maßgeblich zu verbessern“, meint Steve Grobman, Chief Technology Officer bei Intel Security. “Die Umfrage zeigt, dass Nutzer bereit sind, ihre Daten gegen Geld zu teilen, aber auch, dass sie sich verständlicherweise Sorgen um Cyber-Angriffe machen. Sicherheit ist eine grundlegende Voraussetzung für das Internet der Dinge und kann – richtig eingesetzt – auch viele Dinge ermöglichen.”

Generell machen sich die Befragten über mögliche Sicherheitsbedrohungen von Smart Homes Gedanken. So sind 91 Prozent der Deutschen besorgt, dass ihre persönlichen Daten von Cyber-Kriminellen gehackt werden könnten. 87 Prozent gaben an, dass sie sämtliche vernetzte Geräte am liebsten mit einem einzigen integrierten Sicherheitspaket schützen würden.

Über bestehende Sicherheitsmethoden wie Passwörter waren die Befragten wenig begeistert. 69 Prozent der befragten Deutschen empfinden Passwörter im Smart Home als frustrierend und wissen nicht, wie sie bei der Anzahl der verschiedenen Passwörter den Überblick behalten sollen. Als Alternative schnitten biometrische Authentifizierungsmethoden in der Umfrage gut ab. Auf die Frage, welche Formen der biometrischen Sicherheit sie bevorzugen würden, gaben 53 Prozent den Fingerabdruck, 39 Prozent die Stimmerkennung und 34 Prozent Augen-Scans an.

Die am häufigsten beachteten Smart Home-Geräte in Deutschland sind intelligente Beleuchtung (69 Prozent), vernetzte Thermometer oder Kesselanlagen (62 Prozent) sowie smarte Küchen- und Haushaltsgeräte wie zum Beispiel Kühlschränke und Waschmaschinen (58 Prozent).

Fast drei Viertel (74 Prozent) der deutschen Verbraucher erwarten vom Leben in einem Smart Home persönliche Vorteile, wie beispielsweise mehr Zeit für die Familie. In den USA sind dies nur 57 Prozent. Die Hälfte der Befragten erwartet, dass die Rechnungen für Heizung und Kühlung im Haus (51 Prozent) sowie Gas und Strom (50 Prozent) in einem Smart Home reduziert werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema bietet der aktuell veröffentlichte Bericht des Atlantic Council.