Fachkräftemangel sorgt für Home-Office-Anstieg bis 2020

NetzwerkeTelekommunikation

Nur jeder dritte Arbeitgeber bietet einer Studie des Bundesministeriums für Arbeit zufolge die Option “Homeoffice” bislang an, obwohl die technischen Voraussetzungen laut Shoretel für effizientes, ortsunabhängiges Arbeiten seit einigen Jahren ausgereift sind.

Arbeiten im Homeoffice wird laut Shoretel, Anbieter von Lösungen für Unified Communications, unter Angestellten in Deutschland immer gefragter – dennoch bietet nur jeder dritte Arbeitgeber diese Option an. Das geht aus der Studie “Mobiles und entgrenztes Arbeiten” hervor, die das Bundesministerium für Arbeit in Auftrag gegeben hat. Dabei sind die technischen Voraussetzungen für effizientes, ortsunabhängiges Arbeiten seit einigen Jahren ausgereift, so Shortel. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels erwartet Shoretel einen Anstieg bis 2020.

Für Firmen wird es immer wichtiger, auch Spezialisten für sich zu gewinnen, die nicht umzugsbereit sind. “Unternehmen werden künftig zunehmend gezwungen sein, sich auf den Wunsch ihrer Mitarbeiter nach Arbeit von zu Hause aus einzustellen. Technisch ist das kein Problem: Um mit Kollegen oder Kunden im direkten Kontakt zu bleiben und auf Dokumente aus dem Firmennetzwerk zuzugreifen, brauchen Arbeitnehmer lediglich eine Internetverbindung und das passende Gerät”, sagt Thomas Muhr, Country Manager DACH bei Shoretel.

Arbeitnehmer können an Meetings etwa per Videokonferenz teilnehmen, die einfach im Browser gestartet wird. Chat-Funktionen erlauben den Austausch mit Kollegen in Echtzeit und mit wenigen Klicks ist jeder Ordner im Firmennetzwerk erreichbar. Effektives Arbeiten ist so auch von Zuhause ohne weiteres möglich.

Thomas Muhr, Country Manager DACH bei Shoretel (Bild: Shoretel)
Thomas Muhr, Country Manager DACH bei Shoretel (Bild: Shoretel)

Angestellte profitieren davon, sich die Arbeitszeit flexibler einteilen zu können als im Büro. So können sie beispielsweise die Arbeit unterbrechen, um Kinder abzuholen oder Einkäufe zu erledigen. Early Birds haben die Freiheit, Aufgaben bereits am frühen Morgen zu erledigen und Nachteulen können ihr Leistungshoch am späten Abend nutzen.

Auch für Unternehmen überwiegen die Vorteile: “Durch die technischen Möglichkeiten ist Homeoffice mittlerweile eine echte Win-Win-Situation: Die zusätzliche Flexibilität macht die Mitarbeiter zufriedener und erhöht ihre Motivation, was wiederum zu mehr Produktivität führt. Außerdem können Unternehmen begehrte Fachkräfte für sich gewinnen, ohne diese zu einem Umzug bewegen zu müssen. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass sich Homeoffice-Angebote bis 2020 weiter etablieren werden”, führt Thomas Muhr aus.

Laut Shoretel sind auch die Sicherheitsstandards heute so ausgereift, dass mit der Heimarbeit einhergehende Daten-Risiken keine Bedrohung mehr sind. Mit dem wirkungsvollen Einsatz von Kennwörtern und anderen Schutzmechanismen ist zuverlässiger Schutz vor Zugriffen Unbefugter vorhanden.

Erst im Herbst hat Shoretel seine Lösung Shoretel Connect vorgestellt. Mit ihr können Unternehmen ihre Business-Kommunikation künftig wahlweise aus der Cloud, vom jeweiligen Firmenstandort oder als Hybridlösung in einer Kombination aus beidem zu betreiben. Die Plattform für UCC (Unified Communications and Collaboration), die der Unified-Communications-Anbieter jetzt vorgestellt hat, soll sowohl die Implementierung als auch den Betrieb von Telefonsystemen deutlich vereinfachen. Shoretel Connect soll die Voraussetzungen für eine nahtlose Zusammenarbeit von Mitarbeitern innerhalb der Firma sowie mit Partnern oder Kunden schaffen.

(Bild: <a href="http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a873.pdf?__blob=publicationFile&v=2" target="_blank">Studie "Mobiles und entgrenztes Arbeiten"</a> des Bundesministeriums für Arbeit)
(Bild: Studie “Mobiles und entgrenztes Arbeiten” des Bundesministeriums für Arbeit)

 

Die in der Studie Studie “Mobiles und entgrenztes Arbeiten” dargestellten Ergebnisse stammen laut dort veröffentlichen Informationen aus der zweiten Befragungswelle der Längsschnittstudie “Arbeitsqualität und wirtschaftlicher Erfolg”. Basis ist das Linked Personnel Panel (LPP), ein zweiseitiger Datensatz, der Betriebs- und Beschäftigtenperspektive miteinander verbindet. Für die zweite Befragungswelle wurden zunächst 771 Personalverantwortliche in deutschen Betrieben des privaten Sektors mit einer Betriebsgröße ab 50 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zu ihren Instrumenten des Personalmanagements, der Unternehmenskultur und der Zusammensetzung ihrer Belegschaft befragt. Teilweise wurden Informationen aus dem IAB-Betriebspanel zugespielt und in den Analysen verwendet. Zudem wurde eine jeweils zufällige Auswahl von 7.109 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus einem Großteil dieser Betriebe zu ihrer Arbeitsqualität, ihrer Teilnahme an Instrumenten des Personalmanagements, arbeitsplatzbezogenen Merkmalen sowie weiteren sozio-demografischen Merkmalen und Einstellungen interviewt.