Canon engagiert sich stärker beim 3D-Druck

Innovation

Der Anbieter ist dazu eine strategische Partnerschaft mit Materialise eingegangen. Das Unternehmen bietet seit 25 Jahren Software und Dienstleistungen an, die Anwender schrittweise durch die additiven Fertigung oder durch 3D-Druck-Workflows leiten.

Canon ist eine strategische Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Unternehmen Materialise eingegangen. Der Druckerhersteller will damit seine Position im Bereich 3D-Druck stärken. In dem Segment ist der Hersteller seit 2014 durch seine Partnerschaft mit 3D Systems aktiv. Zum Januar 2015 hat Canon dann auch in Deutschland für die 3D-Druckgeräte des Unternehmens aus dem US-Bundesstaat South Carolina Verkauf, Vertrieb, Support und Service übernommen. Dabei steht der Bereich Prototyping für die Produktentwicklung im Mittelpunkt. Canon sprach damit zunächst seine Kunden aus den Bereichen Ingenieurwesen, Produktion und Architektur an.

Canon (Grafik: Canon)

Durch die Partnerschaft mit Materialise wird das Angebot von Canon nun um Software und 3D-Druckdienstleistungen im Bereich der additiven Fertigung ergänzt. Canon-Kunden wird nun die Software Materialise Magics angeboten. Sie soll Anwender durch alle Schritte der additiven Fertigung oder des 3D-Druck-Workflows begleiten.

Materialise Magics ermöglicht den Import nahezu aller 3D-Dateiformate und nativen Farbinformationen, beherrscht die Reparatur und Vorbereitung von Daten sowie die Korrektur von Problemen. Außerdem kann die Software den 3D-Druck-Workflow dynamisch verbessern. Zu Entwürfen lassen sich damit zudem Logos, Seriennummern und Hohlkörper hinzufügen sowie Texturen definieren und Gitterstrukturen Erstellen.

Darüber hinaus unterstützt Materialise Magics bei der Vorbereitung der Bau-Plattform, dem Kopieren von Teilen und der korrekten Ausrichtung der Teile. Die Anzeige von Schnittansichten, das Erkennen von Kollisionen, das Sichern von Plattformen und das Erstellen von Reports helfen ebenfalls, Fehler zu erkennen, zu vermeiden und zu korrigieren.

Materialise (Screenshot: silicon.de bei Youtube)

Neben Canon dränen auch Ricoh und Dell mittels Partnerschaften auf den Markt für professionellen 3D-Druck. Ricoh bietet seit Anfang 2015 3D-Drucker des niederländischen Herstellers Leapfrog in Deutschland an. Im Mittelpunkt steht dabei das Bildungswesen. Nach Ansicht der Partner passen da erstens die die Leapfrog-Drucker am besten passen und zweitens kann Ricoh dort auf eine gesunde Kundenbasis zurückgreifen.

Dell bietet auf Grundlage einer Vereinbarung mit Stratasys dessen 3D-Drucker an der Marke Makerbot zumindest in den USA. In Deutschland werden sie dagegen durch Makerbot Europe vertrieben, das aus der Übernahme eines Vertriebspartner durch Stratasys hervorging.

Nach der Aufspaltung von HP kümmert sich der aus der Personal System Group hervorgegangene Teil HP Inc um 3D-Drucker. Er wurde als eines der strategischen Wachstumsfelder definiert. Erfolg erhofft sich HP Inc durch die von langer Hand vorbereitete, eigene Technik Multi Jet Fusion. Erste Geräte damit werden voraussichtlich noch im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen. Auch HP Inc. wird sich an professionelle Anwender richten.

Für weitere Innovationen in dem Bereich soll auch die kürzlich offiziell vorgestellte HP Tech Venture Group sorgen. Der Wagniskapitalbereich von HP Inc. soll die Arbeit der HP Labs unterstützen und wird hauptsächlich in der Frühphase in Firmen investieren. Als besonders interessante Segmente hat HP neben Immersive Computing, Mobility, Internet der Dinge sowie Künstlicher Intelligenz und Smarte Maschinen auch 3D-Technologien genannt.



In einem Video bei Youtube gibt Materialise einen Rückblick auf das Jahr 2015 und einen Überblick über seine Geschäftsfelder.

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