Start-up Big Apple Buddy liefert Care-Pakete für Technik-Fans

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Trotz globalisierter Wirtschaft sind insbesondere aktuelle und begehrte Technikprodukte zunächst oft nur in “ausgewählten Ländern” verfügbar. Die USA gehören in der Regel dazu, Deutschland nicht immer. Das Start-up Big Apple Buddy erleichtert die oft umständlichen Prozeduren beim Einkauf in den USA erheblich.

Wer sich in absehbarer Zeit für das gerade vorgestellte Google Home, die GoPro Omni 360 oder das für Juni erwartete Microsoft Surface Book 2 interessiert, da er viel darüber gelesen hat und sich für neue Technik begeistert, hat ein Problem: Zumindest im ersten Schritt der Markteinführung werden diese Produkte in Deutschland von ihren Herstellern auf den offiziellen Wegen nicht angeboten. Dazu kommen viele weitere, die zur Zeit oder manchmal auch gar nicht den Weg nach Deutschland finden.

Big Apple Buddy (Grafik: Big Apple Buddy
Big Apple Buddy übernimmt für eine Gebühr den Einkauf von Technikprodukten – nicht nur von Apple – in den USA (Grafik: Big Apple Buddy).

Die Alternativen sind mühsam: Entweder man bringt sich das begehrte Gerät von einer Reise in die USA mit oder man bestellt es online. Gerade bei der Online-Bestellung in US-Shops gibt es allerdings zahlreiche Hürden. Manchmal wird eine Lieferadresse in den USA oder zumindest eine US-Telefonnummer benötigt, oft ist unklar, wie in Bezug auf Steuern und Zoll zu verfahren ist, und sofern mit der Lieferung etwas nicht stimmt, sind die Möglichkeiten auch sehr eingeschränkt, sich zu beschweren.

Dienste, die hier ansetzen und zum Beispiel für eine Lieferadresse in den USA sorgen und die Ware dann von dort weiterleiten gibt es bereits einige: Sie heißen zum Beispiel Bongo, MyUS, Shipito, Parcel2me oder Borderlinx. Der vorsichtige Online-Käufer sucht aber oft ziemlich lange und dann meist doch vergeblich nach einem Impressum, das den Anforderungen hierzulande entspricht. Oder er findet die Allgemeinen Geschäftsbedingungen lediglich auf Englisch, was auch nicht ganz den Regeln für den Verbraucherschutz entspricht, oder bekommt lediglich eine FAQ-Liste präsentiert. Obwohl alle Dienste letzendlich alle dieselbe Leistung anbieten, unterscheidet sich die Berechnung der Kosten doch erheblich. Wo man am Besten fährt, ist eine Rechenaufgabe und variiert von Fall zu Fall.

Das Start-up Big Apple Buddy konzentriert sich in diesem Markt auf technikbegeisterte Kunden, die keine Pfennigfuchser und bereit sind, für etwas Service einen Aufpreis zu zahlen. Zwar muss auch Big Apple Buddy bei Impressum und AGB noch einige Hausaufgaben machen, bietet aber im Gegensatz zu den anderen Firmen schon mal einen persönlich erreichbaren Service an. Zudem unterscheidet sich das New Yorker Unternehmen, das bereits mit dmem Namen auf den Firmensitz anspielt, vom Mitbewerb dadurch, dass nicht die vom Wechselkurs beeinflusste Möglichkeit des unter Umständen günstigeren Einkaufs im Vordergrund steht, sondern es ganz klar das Ziel ist, anderweitig nicht lieferbare Technikprodukte zu beschaffen.

Außerdem fungiert Big Apple Buddy nicht bloß als virtueller Mittelsmann oder Umverpacker, sondern kümmert sich auch um die Beschaffung. Dazu holt man sich als Nutzer aus Europa zuerst ein Angebot für das gewünschte Produkt ein. Sofern Preis und Konditionen zusagen, gibt man erst die Bestellung auf. Big Apple Buddy kauft das Produkt dann im Auftrag, verpackt es neu, um die Versandkosten so niedrig wie möglich zu halten, kümmert sich um die Versand- und Zoll-Unterlagen und stellt es dann eigenen Angaben zufolge binenn maximal vier Tagen zu.

Der Service kostet allerdings etwas: 50 Dollar werden als Gebühr verlangt. Dafür sagt man aber unter anderem Antworten auf eventuell auftretende Fragen binnen 24 Stunden sowie die Auftragsverfolgung mittels einer Tracking-Nummer und einen persönlichen Service zu. Außerdem verspricht der Dienst beim Einkauf den günstigsten Preis herauszusuchen, so das sein Teil der Gebühr möglicherweise bereits dadurch wieder eingespart werden kann. Und nicht zuletzt verspricht er Unterstützung bei eventuell erforderlichen Rücksendungen sowie beim Umtausch. Obwohl der Dienst also keine revolutionär neue Idee hat, kann sich ein Vergleich also doch lohnen – zumindest, wenn man die eigene Zeit in die Kosten einrechnet.

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