IBM optimiert DB2 für Cloud-Development

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Die neue Version von DB2 ist SQL-kompatibel zu Oracle und integriert den IBM-Datenbank-Service DB2 on Cloud. So lassen sich einfach hybride Anwendungsszenarien umsetzen.

IBM hat eine neue Version des Datenbankmanagement Systems DB2 vorgestellt. DB2 V11.1 soll es Entwicklern einfacher machen, On-Premise-Anwendungen mit der Cloud zu verbinden und so die Datenbank in eine hybride Landschaft einzubinden. Neu sind unter anderem Funktionen, die es erleichtern, Anwendungen zu entwickeln, die mit Daten aus der Cloud arbeiten oder auch Workloads aus dem Rechenzentrum in die Cloud zu verschieben. So können Anwender auch ein Cloud-Backup leichter umsetzen.

Mit der Version DB2 V11.1 optimiert IBM auch die Entwicklung von mobilen Projekten und Advanced Analytics ein. Auch für kognitive Anwendungen biete die neue Version zusätzliche Features. In erster Linie aber verbessert die aktuelle Version die Integration der On-Premise-Version mit dem IBM-Datenbank-Service “DB2 on Cloud”.

IBM DB2 on Cloud und die neue Version von DB2 V11.1 sind SQL-kompatibel. Anwender können damit On-Premise-Anwendungen ohne Änderungen in die Cloud verschieben und natürlich auch umgekehrt. (Bild: IBM)
IBM DB2 on Cloud und die neue Version von DB2 V11.1 sind SQL-kompatibel. Anwender können damit On-Premise-Anwendungen ohne Änderungen in die Cloud verschieben und natürlich auch umgekehrt. (Bild: IBM)

DB2 V11.1 bietet ein umfassendes Tool-Set für hybride Anwendungen und verschiedene Schutzmechanismen für gespeicherte oder übertragene Daten. Über Support für In-Memory verbessert die neue Version auch die Leistungsfähigkeit, was laut IBM eine “dramatische” Reduzierung der Antwortzeiten nach sich zieht.

Mit der neuen Version zieht die Cloud-Version der Datenbank mit dem Funktionsumfang der lokal installierten Version gleich. Nun können Anwender verschiedene Features, Zugriffsmöglichkeiten, Sicherheit und Tooling ungeachtet der zugrundeliegenden Deployment-Option verwenden, teilt IBM mit.

Ein wichtiger Aspekt der neuen Version ist, dass IBM DB2 auf SQL-Ebene zu Oracle-Datenbanken kompatibel ist. Somit können Anwender, die bislang auf Oracle gearbeitet haben, auch schnell auf die IBM-Lösung umsteigen. Gleiches gelte aber auch für Anwendungen. Auch diese können mit, wie IBM zusichert, “minimalem Aufwand und Änderungen” von Oracle auf IBM ungezogen werden.

DB2 on Cloud gibt es in zwei Versionen. (Bild: IBM)
DB2 on Cloud gibt es in zwei Versionen. (Bild: IBM)

Die über Bluemix verfügbare, gehostet Version der DB2 ist ab 1000 Dollar pro Instanz und Monat zu haben. Den Service, der auf der DB2 Advanced Enterprise Server Edition basiert, bietet IBM in verschiedenen Ausrichtungen auf virtuellen Servern mit dedizierten CPUs an.

Über ein spezielles Plattenlayout wird die Transaktionsgeschwindigkeit durch die Trennung von Lese- und Schreibvorgängen auf den Platten verbessert. Die Speicher können zudem über unterschiedliche Geschwindigkeiten angeschlossen sein. In sehr großen Deployments bietet IBM eine Kombination aus SATA-II-Festplatten und SSDs, um eine Trennung von Daten und Transaktionsprotokoll zu realisieren. Zudem können so genannte “heiße” Daten, also häufig verwendete Daten, ebenfalls in SSDs gespeichert werden, um Transaktionen weiter zu beschleunigen.

Weil sich die Cloud-Edition den Code mit der Advanced Enterprise Server Edition teilt, stehen hier auch die gleichen Dienstprogramme und Tools für die Verwaltung zur Verfügung, wie auch auf der lokal installierten Version.

Der Infrastructure Manager des Automobil-Zulieferers Yazaki Europe, Jürgen Laudien, erklärt: “Wir freuen uns darüber, dass wir mit der neuen Version von DB2 Petabyte an Daten verwalten können, was es uns auch erlaubt, dass wir manche Workloads in die Cloud auslagern. Egal ob wir von einer hybriden Cloud oder einer Private Cloud profitieren wollen, DB2 und DB2 on Cloud geben uns diese Flexibilität. Darüber hinaus freuen wir uns, dass wir mit [dem Cloud-Datawarehouse] dashDB für Transaktionen einen voll gemanagten Service für DB2 bekommen.”

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