AWS flexibilisiert Cloud-Storage mit Elastic File System

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Wenn Kunden Daten hinzufügen oder entfernen, passt sich das Elastic File System automatisch an den Speicherbedarf an.

Amazon Web Services (AWS) startet den neuen Dienst Elastic File System (EFS) in drei Regionen. EFS soll für Elastic Compute Cloud Instances (Amazon EC2) einen elastischen Dateispeicherservice bereit stellen. Das bedeutet, dass die Speicherkapazität sich automatisch an den Umfang der gespeicherten Dateien anpasst. EC2-Anwendungen haben damit immer ausreichend Speicherplatz.

EFS lasse sich einfach nutzen und biete verschiedene Schnittstellen für den Zugriff. Der Dienst steht ab sofort in den Regionen US East, US West und Europa (Irland) zur Verfügung, weitere Regionen will Amazon in den nächsten Monaten anbinden.

Amazon will damit eine flexible Alternative zu NAS-Systemen (Network Attached Storage) anbieten. Der Managed Service lasse sich über AWS Management Console, das AWS Command Line Interface (CLI) und über AWS SDKs einrichten.

Amazon EFS unterstützt Version 4 des NFS-Protokolls (Network File System), das von den meisten NAS-Systemen genutzt wird. Es bietet eine Schnittstelle, mit der Kunden Dateisysteme erstellen und konfigurieren können. Diese sind über das NFS-Protokoll für mehrere Amazon-EC2-Instanzen zugänglich.

Sie können auf eine Petabyte-Größenordnung skaliert werden. Für schnellen Zugriff können die Daten auf Flash-Laufwerken abgelegt werden – und außerdem in verschiedenen Rechenzentren innerhalb einer AWS-Region redundant.

Mit dem elastischen File-System bekommen Anwendungen stets den Speicherplatz zur Verfügung gestellt, den sie auch benötigen. Abgerechnet wird nur nach tatsächlichem Verbrauch. (Bild: AWS)
Mit dem elastischen File-System bekommen Anwendungen stets den Speicherplatz zur Verfügung gestellt, den sie auch benötigen. Abgerechnet wird nur nach tatsächlichem Verbrauch. (Bild: AWS)

Damit lassen sich laut Amazon große Workloads wie Big-Data-Analysen, elektronische Medien und Genomanalysen einfach und mit einer niedrigen Latenzzeit verarbeiten. Anwendungen und Tools, die Kunden bereits nutzen, sind laut Anbieter nahtlos mit Amazon EFS integrierbar.

Die Speicherkapazität wächst oder verringert sich automatisch, sobald Kunden Dateien hinzufügen oder entfernen. Dadurch steht Anwendungen Speicherplatz zur Verfügung, ohne dafür Platz freimachen zu müssen.

Laut Amazon ist EFS auf die Sicherheitsanforderungen großer und komplexer Organisationen ausgelegt. Kunden bezahlen nur die tatsächlich genutzte Speichermenge, berechnet nach der durchschnittlichen Inanspruchnahme im jeweiligen Monat. Es fallen weder Mindestgebühren noch Einrichtungskosten an.

Mit Simple Storage Service (S3), Elastic Block Store und Amazon Glacier bietet AWS bereits mehrere Speicherdienste an. Mit seinem Preis von monatlich 0,30 Dollar je GByte ist Elastic File Storage zwar nicht das günstigste Angebot, erlaubt aber schnelle und auch viele gleichzeitige Zugriffe.

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[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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