Mirantis OpenStack 9 vereinfacht Cloud-Betrieb

CloudCloud-Management

Vor allem private Clouds sollen sich mit dem neuen Mirantis OpenStack 9.0 einfacher als bisher betreiben lassen. Bei der Entwicklung sind auch Praxis-Erfahrungen von Volkswagen und AT&T eingeflossen.

Mirantis, ein Spezialist für das quelloffene Cloud-Management OpenStack, gibt die Verfügbarkeit der eigenen Distribution Mirantis OpenStack 9 bekannt. Die neue Version basiert auf dem OpenStack Mitaka-Release. Das neue Mirantis-OpenStack (MOS) soll neben zahlreichen anderen neuen Funktionen auch das Lebenszyklusmanagement vereinfachen.

Mirantis OpenStack 9 bietet mit dem Horizon-Dashboard eine übersichtliche Verwaltung für die Komponenten von Cloud-Umgebungen. (Bild: Mirantis)
Mirantis OpenStack 9 bietet mit dem Horizon-Dashboard eine übersichtliche Verwaltung für die Komponenten von Cloud-Umgebungen. (Bild: Mirantis)

Die Mirantis-Management-Lösung Fuel sorgt mit neuen Erweiterungen für den vereinfachten Betrieb von privaten OpenStack-Clouds. Über Fuel, der auch als Installer fungiert, können Betreiber von Cloud-Umgebungen die Infrastruktur nach Bedarf skalieren oder auch Konfigurationen gezielt ändern. Zudem lasse sich über diese Management-Lösung Funktionalität in einer vorhandenen Cloud bereitstellen, teilt der Herstelelr mit. Als Beispiel nennt Mirantis den ebenfalls quelloffenen Self-Service-App-Katalog Murano. Vor allem für Betreiber großer Infrastrukturen ist die Möglichkeit interessant, Fuel-Konfigurationswerte in die Konfigurationsmanagementtools von Drittanbietern zu exportieren.

Der Application Catalog von Murano integriert sich jetzt besser in das Mirantis OpenStack. (Bild: Murano)
Der Application Catalog von Murano integriert sich jetzt besser in das Mirantis OpenStack. (Bild: Murano)

Als weiteres Werkzeug bietet Mirantis für die neue Version auch StackLight an. Mit StackLight lasse sich die Verfügbarkeit einer privaten Cloud optimieren, so Mirantis. Damit könne unter anderem eine OpenStack-LMA-Toolchain umgesetzt werden. LMA steht für Logging, Monitoring und Alarming.

Zusätzliche Erweiterungen sollen High-Performance-Workloads in OpenStack erleichtern. Über SR-IOV, DPDK, NUMA-CPU-Pinning und große Pages (Blöcke) kann beispielsweise die NFVI-Performance gesteigert werden. Die Orchestrierung von Anwendungen und Services über TOSCA habe man ebenfalls verbessert. Validierungen für Big-Data-Anwendungen gibt es von Mirantis derzeit für Cloudera und Hortonworks.

OpenStack Mitaka ist die derzeit aktuellste OpenStack-Version. (Grafik: OpenStack-Projekt)
OpenStack Mitaka ist die derzeit aktuellste OpenStack-Version. (Grafik: OpenStack-Projekt)

“Die in Mirantis OpenStack 9.0 eingeflossenen Verbesserungen resultieren aus Erfahrungen mit Mirantis OpenStack in produktiven Umgebungen, in Zusammenarbeit mit AT&T und Volkswagen“, so Boris Renski, Mitbegründer und CMO von Mirantis. “Bei den Verbesserungen, die überwiegend den Post-Deployment-Betrieb betreffen, haben wir unser ganzes Services-Know-how in die Software gepackt, sodass wir bessere Geschäftsergebnisse liefern können.”

OpenStack Mitaka ist das dreizehnte OpenStack-Release. An der Entwicklung dieses Releases war eine Community von 2.336 Entwicklern, Betreibern und Anwendern aus 345 Organisationen beteiligt.

Mirantis ist einer der drei wichtigsten Unterstützer des OpenStack Upstream Projektes und hat derzeit als einziges Unternehmen, das eigene Geschäftsmodell ausschließlich um OpenStack herum aufgebaut. Hinter dem Unternehmen stehen unter anderem die Investoren 4August Capital, Ericsson, Goldman Sachs, Intel Capital, Insight Venture Partners, Sapphire Ventures, Sielgler & Guff und WestSummit Capital.

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