Verband 3DDruck hat Arbeit aufgenommen

Innovation

Er will Akteure und deren Interessen rund um den 3D-Druck bündeln. Die sollen dann gezielt gegenüber der Politik vertreten werden. Außerdem will der Verband einen “gesellschaftlichen Diskurs zu den Chancen und Risiken” der Technologie anstoßen. Den Auftakt macht ein Kick-Off-Workshop Ende August in Berlin.

Der im Mai in Berlin gegründete Verband 3DDruck hat jetzt seine Arbeit aufgenommen und für Ende August einen Kick-Off-Workshop angekündigt. Bislang ist die Mitgliederzahl des Verbandes sehr überschaubar. Treibende Kraft ist offenbar der 3D-Scanner-Spezialist Botspot, daneben gehören ihm ein Start-up, das im Gesundheitsbereich tätige und auch bei Beratung im Zusammenhang mit medizintechnischen Innovationen tätige Unternehmen IGSF sowie ein Unternehmen aus der Baubranche an. Wie das Büro des Verbandes gegenüber silicon.de erklärte, liegen aber bereits Anfragen “zahlreicher weiterer, auch großer Firmen” vor.

Zum Vorsitzenden des Verbandes wurde Justus Bobke gewählt, zum stellvertretenden Vorsitzenden Peter M. Scholz. Das Vorstandsteam wird durch den Rechtsanwalt und Markenrechtsexperte Markus Wiedemann komplettiert. Den Posten des Geschäftsführers hat Udo Sonnenberg übernommen

Unterstützt wird die Arbeit des Verbandes durch einen Beirat, der von Henning Finck, Bevollmächtigtem der Handelskammer Hamburg beim Bund, Hauptstadtrepräsentant von Hafen Hamburg Marketing sowie dem Hamburger Weltwirtschaftsinstitut geleitet wird. Dem Beirat gehören zudem Industrievertreter, Vertreter von Forschungs- und Hochschuleinrichtungen sowie Mitglieder des Deutschen Bundestages an.

Kommunikationsexperte Bobke berichtet, dass in den vergangenen Monaten viele Anfragen von Unternehmern, Verbänden und aus der Politik für eine Interessenvertretung für die Nutzer der 3D-Druck-Technologie gekommen seien. “Wir sehen bei dem Thema große Potenziale beispielsweise für die Optimierung der Logistikketten, der Steigerung der Energieeffizienz durch leichtere Bauteile oder im Gesundheitswesen und betreten mit dieser jungen, innovativen Technologie oftmals regulatorisches Neuland”. Insbesondere letzteres dürfte wohl auch der Grund sein, den Dialog mit der Politik zu suchen.

Richtig los geht es mit der Arbeit des Verbandes am 26. August. Dann findet eine erste Veranstaltung im Berliner Industriesalon Oberschöneweide statt. Dafür sind diverse Workshops anberaumt, in denen es unter anderem um Marktentwicklung und Marktpotenziale, aber auch gesellschaftliche Fragen, Möglichkeiten der Finanzierung sowie die notwendige Regulierung und den Datenschutz gehen wird.

Eines der Gründungsmitglieder des Verbands 3D-Druck ist das Unternehmen Botspot, dass auf besonders große und leistungsfähige 3D-Scanner spezialisiert ist. (Bild: Botspot)
Eines der Gründungsmitglieder des Verbands 3D-Druck ist das Unternehmen Botspot, dass auf besonders große und leistungsfähige 3D-Scanner spezialisiert ist. (Bild: Botspot)
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