Microsoft vereinheitlicht Updates für Windows 7 und 8.1

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Microsoft will die Windows-Plattform weiter vereinheitlichen und liefert ab Oktober alle Sicherheits- und anderen Updates zusammen in einem so geannten Rollup-Update aus.

Ab Oktober werde Microsoft sämtliche Aktualisierungen – also sicherheitsrelevante und nicht-sicherheitsrelevante Updates – für die Betriebssysteme Windows 7 und 8.1 zu einem einzigen Rollup-Update zusammenfassen. Ab dem Oktober-Patch-Day werden dann in einem Update auch alle zuvor veröffentlichten Updates enthalten sein. Diese Neuerung betrifft auch Windows Server 2008 R2, Server 2012 und Server 2012 R2.

Microsoft hatte bislang dem Nutzer die Entscheidung darüber gelassen, Patches zu installieren oder einzelne Updates nicht einzuspielen, was häufig vor allem für Unternehmensanwender wichtig war. Doch damit will Microsoft jetzt schließen.

Zwölf Monate nach Veröffentlichung läuft die neueste Version des Microsoft-Betriebssystems auf 21,1 Prozent aller Desktop-Rechner. Damit liegt das aktuelle Windows beim Adaptionstempo immerhin 2,2 Prozentpunkte vor Windows 7. Windows 8 brachte es dagegen zum selben Zeitpunkt nur auf 9,3 Prozent. Allerdings wurde es das aktuelle Betriebssystem Millionen Windows-Nutzern ein ganzes Jahr lang als kostenloses Upgrade angeboten - was die Verrbeitungszahlen weder relativiert (Grafik: Statista)
Zwölf Monate nach Veröffentlichung läuft die neueste Version des Microsoft-Betriebssystems auf 21,1 Prozent aller Desktop-Rechner. Damit liegt das aktuelle Windows beim Adaptionstempo immerhin 2,2 Prozentpunkte vor Windows 7. Windows 8 brachte es dagegen zum selben Zeitpunkt nur auf 9,3 Prozent. Allerdings wurde es das aktuelle Betriebssystem Millionen Windows-Nutzern ein ganzes Jahr lang als kostenloses Upgrade angeboten – was die Verrbeitungszahlen weder relativiert. (Grafik: Statista)

“Das führte zu einer Fragmentierung mit unterschiedlichen PCs, die unterschiedliche installierte Updates hatten, was verschiedene Probleme auslöste”, erklärt Microsoft in einem Blog. So zählt Microsoft Fehler durch Abhängigkeiten, eine erhöhte Komplexität der Tests innerhalb von Unternehmen, sowie die schwierige Auswahl der richtigen Patches als mögliche Fehlerquellen auf.

Der Umstieg auf Rollup-Updates ermögliche ein einheitliches Servicing-Modell für alle unterstützten Windows-Versionen. Die Zahl der zu verwaltenden Updates nehme ab, die Auslieferung von Updates sei besser planbar und die Qualität der Updates nehme zu. “Als Ergebnis wird das Windows-Betriebssystem durch den Wegfall der Update-Fragmentierung zuverlässiger.”

Ein weiterer Vorteil ist, dass bei der Neueinrichtung von Windows weniger einzelne Patches installiert werden müssen. Aus diesem Grund hatte Microsoft bereits im Mai das “Convenience Rollup Update” für Windows 7 Service Pack 1 veröffentlicht. Es enthält alle Sicherheitsupdates und sonstigen Aktualisierungen, die seit dem Service Pack 1 für Windows 7 und bis April 2016 veröffentlicht wurden.

Zu dem Zeitpunkt kündigte Microsoft auch die monatlichen Rollup-Updates für Windows 7 und Windows 8.1 an, ohne jedoch einen konkreten Termin zu nennen. Zudem sollten ursprünglich nur nicht sicherheitsrelevante Updates zu einem Rollup zusammengefasst werden – Sicherheitspatches wollte Microsoft zu dem Zeitpunkt weiterhin einzeln ausliefern.

Nutzer können sich aber weiterhin gegen die nicht sicherheitsrelevanten Patches entscheiden. Für sie stellt Microsoft ein Update zusammen, das alle Sicherheitspatches enthält und im Gegensatz zum Rollup-Update keine sonstigen Fehler behebt. “Einzelne Sicherheitspatches wird es nicht mehr geben”, so Microsoft weiter.

Über Windows Update wird laut Microsoft nur das monatliche Rollup-Update verteilt – also die Variante mit Sicherheitspatches und sonstigen Fehlerkorrekturen. Nutzer der Windows Server Update Services (WSUS) sowie des System Center Configuration Manager (SCCM) können zwischen dem Rollup-Update und dem Security-only-Update wählen. Beide stehen zudem auf der Website des Microsoft Update-Katalogs zum Download bereit.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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