EMC baut Angebot für virtualisierte IT-Umgebungen aus

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Nur wenige Tage vor dem Zusammenschluss mit Dell zeigt EMC auf der VMWorld in las vegas noch einmal, wo es künftig langgehen soll und stellt zahlreiche Neuereungen für virtualisierte IT-Umgebungen vor. Schwerpunkt sind die Native Hybrid Cloud und die Enterprise Hybrid Cloud. Außerdem werden die Storage-Appliances der Reihe XtremIO aufgerüstet.

Kurz bevor der Zusammenschlus szwischen Dell udn EMC nun am 7. September vollzogen wird, hat EMC hat auf der VMworld in Las Vegas noch einmal einen ganze Reihe an Neuerungen vorgestellt. Im Wesentlichen sollen die damit bessser für den Einsatz in virtualisierten IT-Umgebungen vorbereitet werden. Schwerpunktmäßig betrifft das die EMC-Plattform Native Hybrid Cloud und die Verwendung in einer Enterprise Hybrid Cloud. Außerdem wurde die Software der Storage-Appliances der Reihe XtremIO aktualisiert.

Die unter anderem auf Cloud-Technologien von Pivotal und Software von VMware aufgebaute Plattform Native Hybrid Cloud will EMC in Zukunft auch mit Appliances der Reihen VxRail-200- und 200F von VCE integrieren. Sie unterstützen künftig auch VMware vSphere sowie Virtual SAN. Laut EMC verringert das Platz- sowie Energiebedarf udn erleichtert die Skalierung udn Verwaltung. Auch sollen Entwicklungsumgebungen, die vorhandene VMware-Infrastrukturen nutzen, sollen sich schneller und einfacher bereitstellen lassen. Die neuen Native-Hybrid-Cloud-Lösungen werden voraussichtlich gegen Ende des Monats verfügbar sein.

Seine Enterprise Hybrid Cloud, die EMC als Plattform für den Betrieb von Anwendungen wie SAP, Oracle oder Microsoft Exchange empfiehlt, hat es nun auf Version 4.0 aktualisiert. Neu ist die Unterstützung für bis zu vier vCenter-Instanzen für bis zu vier Rechenzentren gleichzeitig. Das erlaubt die Verwaltung der Cloud-Ressourcen dieser Rechenzentren über einen zentralen Self-Service-Katalog. Außerdem hat EMC eigenen Angaben zufolge bei der Datensicherheit nachgebeseert und neue Funktionen für die Wiederherstellung von Daten eingeführt.

Seiner All-Flash-Storage-Plattform XtremIO spendiert EMC rund ein Dutzend Aktualisierungen. Kunden mit gültigen Supportverträgen könne die sofrt udn ohen zusätzliche Kosten nutzen. Verbessert wurden vor allem die Integration und das Management von Anwendungen sowie Möglichkeiten zur Provisionierung von Ressourcen in virtualisierten Umgebungen – sei es nun mit VMware oder Microsoft. Ein integriertes Copy Data Management (iCDM) erleichtert es zudem, nicht mehr benötigte Datenkopien zu entfernen.

Wenige Tage vor Abschluss der Übernahme duirch Dell hat EMC die die Software der Storage-Appliances der Reihe XtremIO noch einmal aktualisiert. (Bild: EMC)
Wenige Tage vor Abschluss der Übernahme duirch Dell hat EMC die die Software der Storage-Appliances der Reihe XtremIO noch einmal aktualisiert. (Bild: EMC)

Die Updates verbessern auch noch einmal die Iintegrationen zwischen XtremIO, EMC AppSync, EMC VSI und VMware vCenter Web UI. vCenter-Administratoren können damit vor Ort virtuelle Maschinen und Data Stores wiederherstellen und File-Level-Restores innerhalb von VMs vornehmen. Außerdem werden iCDM-Workflows von der vCenter-Oberfläche aus nutzbar. Ein Update für den XtremIO Management Server bringt native Unterstützung für Microsoft PowerShell 4.0 und 5.0. Zudem erhalten XtremIO-Anwender – zunächst als Betaversion – eine auf HTML5 basierende Benutzeroberfläche. Sie unterstützt mobile Endgeräte und soll Verwaltung und Reporting vereinfachen.

EMC erweitert außerdem seine Sicherheitslösungen für virtualisierte Umgebungen und hat diverse VMware-Integrationen in EMC-eigene Primärspeicher angekündigt. Die EMC Data Protection Suite for VMware und die EMC Data Domain Virtual Edition sind sofort verfügbar. Sie fassen Sicherheitstechnologien speziell für den Schutz virtualisierter und hyperkonvergenter Umgebungen zusammen. Außerdem steht nun eine kostenlose Community Edition der virtuellen Appliance UnityVSA bereit, die innerhalb von vSphere-Umgebungen genuztz werden kann.

Ab 7. September gehört EMC zu Dell

Erst diese Woche hat Dell vom chinesischen Handelsministeriums die letzte noch ausstehende Genehmigung für die Übernahme von EMC erhalten. Damit sind alle Hürden für den Zusammenschluss der beiden Unternehmen beseitigt. Die Übernahme soll am 7. September abgeschlossen werden. Die Aktionäre hatten dem Deal bereits Ende Juli zugestimmt, die EU-Behörden im Februar. Wie im Mai angekündigt wird das neue Unternehmen ab dem Tag als Dell Technologies am Markt auftreten. Es ist dann der größte Technologiekonzern in privater Hand (der Denali Holding).

Die Übernahme von EMC hatte Dell Mitte Oktober 2015 angekündigt. Ähnlich wie in der Vergangenheit EMC will nun auch der neue Besitzer als eine “Familie von Firmen mit sich ergänzenden Fähigkeiten” auftreten. Zu dieser “Familie von Firmen” gehören neben der Marke Dell auch EMC Information Infrastructure, VMware, Pivotal, RSA und Virtustream.

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