IBM stellt neue OpenPower-Server vor

CloudRechenzentrum

Linux, High-Performance-Computing, Deep Learning und Advanced Analytics sind Einsatzbereiche für die Server, die auf der offenen Prozessorarchitektur von IBM basieren.

IBM kündigt neue Server auf der OpenPOWER-Plattform an. Die Systeme richten sich an Workloads wie künstliche Intelligenz, Deep Learning, Hochleistungs-Datenanalytik oder andere rechenintensive Aufgaben. Die Systeme kombinieren den POWER8-Chip sowie verschiedene Entwicklungen aus der OpenPower-Community.

 

Der neue IBM OpenPOWER-Server S822LC richtet sich speziell an die Bedürfnisse des High-Performance-Computing. (Bild: IBM)
Der neue IBM OpenPOWER-Server S822LC richtet sich speziell an die Bedürfnisse des High-Performance-Computing. Der neue Server enthält unter anderem Akzeleratoren von Technologie-Partnern wie Nvidia. (Bild: IBM)

Über die offene Plattform OpenPOWER hat IBM mit weiteren Mitgliedern der OpenPOWER-Foundation daran gearbeitet, die Plattform auf Chip- und Systemlevel komplett neu zu entwickeln. So kommen zum Beispiel verschiedene Akzeleratoren zum Einsatz, die gegenüber den x86-basierten General Purpose Servern erhebliche Leistungssteigerungen realisieren können. Daneben sorgen neue Interconnect-Technologien unter dem Namen POWERAccel für zusätzliche Leistungssteigerung. Zudem seien hier weitere neue Lösungen geplant.

IBM Power System S822LC ist für Big Data optimiert. (Bild: IBM)
IBM Power System S822LC ist für Big Data optimiert. (Bild: IBM)

So ist der IBM Power S822LC für High Performance Computing eine der Entwicklungen, die aus der OpenPOWER-Foundation hervorgegangen ist. Mit einem neuen Prozessor, dem IBM POWER8 mit NVIDIA NVLink, liefert das System eine Innovation, die derzeit nur auf der offenen POWER-Architektur verfügbar ist.

Das neue System verbindet den neuen IBM POWER8-Prozessor mit NVIDIA Tesla P100 Pascal-GPUs durch NVLink, einer energieeffizienten, bidirektionalen Hochgeschwindigkeitsverbindung. NVIDIA NVLink ist direkt auf Silizium-Ebene in das gesamte Systemdesign integriert. Diese enge Kopplung von IBM und NVIDIA-Technologie ermöglicht einen bis zu fünfmal schnelleren Datenfluss als auf x86-basierten Systemen.

Im Vorfeld der Einführung dieser neuen Technologie haben mehrere Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden frühe Systeme vorgetestet und Aufträge erteilt. Unter diese Vorreiter fallen ein großes, multinationales Einzelhandelsunternehmen, das U.S. Department of Energy Oak Ridge National Laboratory (ORNL) und das Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL).

ORNL und LLNL werden die neuen Systeme als Entwicklungsplattform für die Optimierung von Anwendungen nutzen, um von den Vorteilen der eingebauten NVLink-Interface-Technologie zu profitieren. Die Systeme dienen als Testumfeld der frühen Generation für die Entwicklung anspruchsvoller Anwendungen für Summit und Sierra, die nächste Generation von Supercomputern, deren Lieferung sowohl an ORNL als auch an LLNL IBM im Jahr 2017 plant.

Die anderen beiden in Kürze verfügbaren LC-Server ‒ Power S821LC und Power S822LC für Big Data ‒  können ebenfalls von der GPU-Beschleunigungstechnologie profitieren. Kunden können hier NVIDIA Tesla K80 GPU-Akzeleratoren oder P100 GPU-Akzeleratoren für PCIe anschließen.

Darüber hinaus haben Kunden die Möglichkeit, das POWERAccel Coherent Acceleration Processor Interface (CAPI) in den S821LC- und S822LC-Modellen für eine Hochgeschwindigkeitsverbindung mit FPGA-Akzeleratoren einzusetzen.

Die IBM Power LC-Server sind in Linux-basierten Cloud-Umgebungen kompatibel einsetzbar. Die Online-Preise für die neue Power LC-Reihe beginnen bei 5999 Dollar (US-Listpreis). Spezifikationen und die Online-Bestellmöglichkeiten finden sich unter www.ibm.biz/powerlc. Weitere Modelle mit kleineren Konfigurationen und geringerem Einstiegspreis werden auch über IBM Business Partner verfügbar sein. Varianten der Power LC-Reihe sind voraussichtlich ab sofort verfügbar; der Power S822LC für High Performance Computing wird voraussichtlich ab dem 26. September 2016 verfügbar sein.

Tipp: Lesen Sie dazu auch unseren Hintergrundartikel: Mit OpenPower gegen Intels Xeon?

 

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen