macOS Sierra 10.12: Apple bringt Siri auf den Desktop

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Außerdem behebt Apple mit macOS Sierra 10.12 insgesamt 65 Sicherheitslücken. Sie ermöglichen es Angreifern unter Umständen, Schadcode einzuschleusen und mit Kernel-Rechten auszuführen. Neuerungen gibt es für iCloud, Apple Pay und die Fotos-App.

Apple hat macOS Sierra 10.12 im Mac-App-Store bereitgestellt. Das kostenlose Update ist für Mac-Rechner geeignet, die seit Ende 2009 auf den Markt gekommen sind. Ältere Modelle können nicht aktualisiert werden, da die von macOS Sierra 10.12 genutzte CPU-Erweiterung SSE 4.1 von früheren Prozessoren nicht unterstützt wird. Apple weist zudem darauf hin, dass einige Funktionen von macOS Sierra 10.12 “möglicherweise nicht in allen Regionen oder in allen Sprachen” verfügbar sind.

Mit macOS Sierra schließt Apple 65 Sicherheitslücken. Sie erlauben es unter Umständen, Schadcode einzuschleusen und sogar mit Kernel-Rechten auszuführen. Einige der Schwachstellen ermöglichen aber auch Denial-of-Service-Angriffe, das Ausspähen des Browserverlaufs oder den Diebstahl privater Daten.

macOS Sierra 10.12 (Bild: Apple)

Außerdem verbessert Apple mit macOS Sierra den Schutz vor Malware. Dazu erlaubt Gatekeeper standardmäßig keine Ausnahmen mehr für unsignierte Apps. Stattdessen können Nutzer nur festlegen, ob sie Apps ausschließlich über den App Store oder über den App Store und von zugelassenen Entwicklern beziehen wollen. Um eine unsignierte App auszuführen müssen Nutzer nun unter allen Umständen mit der rechten Maustaste auf die App tippen und “Öffnen” auswählen. Mit dem Terminal-Befehl “sudo spctl –master-disable” kann man das bisher bekannte Verfahren von Gatekeeper wieder aktivieren und die Standard-Freigabe für die Ausführung unsignierter Anwendungen freischalten.

Größte Neuerung von macOS Sierra 10.12 ist, dass Nutzern damit nun der von iPhone und iPad bekannte digitale Assistent Siri auch auf dem Desktop zur Verfügung steht. “Siri auf dem Mac kann dabei helfen, Nachrichten und E-Mails zu verschicken, Dokumente zu finden, Informationen zu suchen, eine Fotosammlung des Anwenders zu durchsuchen, die Systemeinstellungen zu bedienen und mehr”, wirbt Apple in einer Pressemitteilung. Von Siri gelieferte Ergebnisse, lassen sich per Drag-an-drop in Dokumente einfügen oder in der “Heute”-Ansicht ablegen.

Neu ist in macOS Sierra 10.12 eine Funktion zum automatischen Entsperren von Macs. Für diese automatische Entsperrung ist allerdings eine zuvor authentifizierte Apple Watch erforderlich. Die kann dann kann auch benutzt werden, um Einkäufe auf Websites abzuschließen, die Apples Bezahldienst Apple Pay unterstützen. Diese Funktion wird aber auch von iPhone 6 oder neuer per Touch ID unterstützt.

Zudem lassen sich nun Dokumente auf dem Schreibtisch und im Dokumente-Ordner automatisch mit der Cloud synchronisieren. Anschließend kann darauf von iPhone und iPad aus zugegriffen werden. Apple hat auch die Fotos-App überarbeitet. Die Funktion “Andenken” soll besondere Ereignisse wie Geburtstage oder Urlaube in der Fotomediathek hervorheben – und kommt Facebook-Nutzern eventuell von der Jahrestage-Funktion dort bekannt vor. Apples Fotos-App erkennt für ihre Aufgabe Gesichter, Gegenstände und Situationen. Ein Schieberegler hilft zudem dunkle Bereiche auf einem Foto aufzuhellen und hervorzuheben. Auch unter macOS Sierra 10.12 lässt sich iPhoto weiter verwenden. Einige Anwender bevorzugen die ältere Anwendung, weil sie mehr Möglichkeiten bietet und etwa auch das Teilen von Fotos auf Flickr unterstützt.

Mit macOS Sierra 10.12 unterstützen Apps, die das Öffnen mehrerer Fenster erlauben, nun Tabs. Dazu gehören unter anderem Karten, Mail, Pages, Numbers und Keynote. Die Funktion “Bild in Bild” erlaubt es, Videos aus dem Browser Safari oder aus iTunes in einem zusätzlichen, frei positionierbaren Fenster wiederzugeben. Damit läst sich beispielsweise ein Online-Video betrachten, während man den Browser für andere Aufgaben nutzt.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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