Update KB3184143: Microsoft löscht die Get-Windows-10-App wieder

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Das Update KB3184143 wird derzeit an Nutzer von Windows 7 und 8.1.verteilt. Die App erleichterte das offiziell bis 29. Juli angebotene kostenlose Upgrade auf Windows 10. Über den Umweg einer Neuinstallation ist aber nach wie vor ein kostenloser Upgrade auf Windows 10 möglich.

Microsoft hat begonnen, das Update KB3184143 an Nutzer von Windows 7 und 8.x zu verteilen, die bisher nicht auf Windows 10 umgestiegen sind. Mit dem Update soll die Get-Windows-10-App (auch “GWX-App”) gelöscht werden. Sie hat – nach Meinung vieler Nutzer recht aufdringlich – auf die Verfügbarkeit des offiziell bis zum 29. Juli angebotenen, kostenlosen Upgraden auf Windows 10 hingewiesen.

Zum Update KB3184143 erklärt Microsoft, es entferne “Software mit Bezug zum kostenlosen Windows-10-Upgrade”.Nutzer erhalten es automatisch über Windows Update. Um es zu installieren, ist unter Umständen ein Neustart erforderlich.

Microsoft-Beobachter Paul Thurrott hat in dem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass Nutzer entgegen den offiziellen Aussagen von Microsoft auch weiterhin kostenlos auf Windows 10 umsteigen können. Zwar ist das direkte Upgrade von Windows 7 oder 8.1 zwar nicht mehr möglich, wird aber Windows 10 auf einem Computer neu installiert, auf dem das Betriebssystem zuvor noch nicht genutzt wurde, kann es mit einem gültigen Lizenzschlüssel für Windows 7 oder 8.1 aktiviert werden.

Auf Nachfrage der ZDNet-Bloggerin Mary Jo Foley erklärte ein Microsoft-Sprecher: “Die Get-Windows-10-App wurde entwickelt, um den Windows-10-Upgrade-Prozess für vorhandene Kunden von Windows 7 und 8.1 während des einjährigen kostenlosen Upgrade-Angebots, das am 29. Juli endete, zu vereinfachen. Ab dem 20. September wird die Get-Windows-10-App und alle andere Software mit Bezug auf das kostenlose Windows-10-Upgrade von Kundengeräten mit Windows 7 und 8.1 entfernt”. Zu der von Thurrott beschriebenen Möglichkeit wollte sich der Microsoft-Sprecher nicht äußern.

Bereits unmittelbar nach dem 29. Juli war bekannt geworden, dass Microsoft für Kunden, die auf sogenannte Hilfstechnologien angewiesen sind, worunter Microsoft Techniken versteht, die Seh- und Hörgeschädigten die Bedienung von Windows erleichtern, weiterhin kostenlos migrieren können. Um Missbrauch dieser Möglichkeit zu verhindern, kündigte Microsoft im August an, die bis dahin recht lockeren Regeln für die Nutzung dieser Umstiegsmöglichkeit zu verschärfen. Gratislizenzen sollten künftig nur noch nach Rücksprache mit dem Microsoft-Support erhältlich sein. Bislang hat Microsoft die zugehörige Website allerdings nicht überarbeitet.

Unklar ist, ob Microsoft diese Hintertüren bewusst offen lässt, oder ob es technische Gründe gibt, aus denen ein frisch installiertes Windows 10 sich weiterhin mit einem Schlüssel von Windows 7 oder 8.1 aktivieren lässt. Grundsätzlich hat Microsoft jedoch ein großes Interesse daran, dass möglichst viele Nutzer zügig auf Windows 10 umsteigen. Bis August konnte Windows 10 seinen Anteil am Markt für Betriebssysteme laut Net Applications auf 22,99 Prozent erhöhen. Gegenüber Juli war das ein Anstieg um 2,85 Punkte.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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