Mit InfraKit Docker in verschiedenen Clouds betreiben

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Ein neues Projekt soll es erleichtern, Docker-Container auf den Cloud-Infrastrukturen verschiedener Hersteller zu betreiben. Außerdem soll InfraKit selbstheilende Funktionen bereit stellen und damit die Verfügbarkeit deutlich erhöhen.

Das Unternehmen hinter der verbreiteten Container-Technologie Docker hat jetzt das neue Projekt InfraKit frei gegeben. Damit sollen Anwender einfacher Container in unterschiedlichen Infrastrukturen wie Amazon Web Services oder Microsoft Azure verwalten können.

Die unter der Apache Lizenze 2.0 verfügbare Technologie soll Unterschiede in verschiedenen Cloud-Services, wie ein Server installiert wird, wie Meldungen verteilt werden oder wie sich gemietete Infrastruktren verwalten lassen, ausbügeln. Dafür bietet InfraKit eine Art Schicht an, die es dann erlauben soll, Anwendungen zwischen den verschiedenen Angeboten zu verschieben. Die Technologie stammt ursprünglich von dem Unternehmen Conductant, das Docker im März übernommen hatte.

InfraKit-Diagram: Drei Gruppen sind hier definiert: Der InfraKit-Manager, eine Sammlung mit 'Cattle'-Instanzen ohne Namen und Status sowie Pets, die allesamt einen Namen und einen definierten Status haben. Fällt eine Instanz aus, wird sie von einer anderen Übernommen. Auch wenn der Leader Host (M2) ausfällt, werden die anderen aus dem Standby geholt und gestartet. (Bild: Docker)
InfraKit-Diagram: Drei Gruppen sind hier definiert: Der InfraKit-Manager, eine Sammlung mit ‘Cattle’-Instanzen ohne Namen und Status sowie Pets, die allesamt einen Namen und einen definierten Status haben. Fällt eine Instanz aus, wird sie von einer anderen Übernommen. Auch wenn der Leader Host (M2) ausfällt, werden die anderen aus dem Standby geholt und gestartet. (Bild: Docker)

Derzeit werden lediglich Docker auf AWS und Azure unterstützt, doch künftig sollen auch noch Services von weiteren Anbietern hinzukommen. Zudem werde InfraKit auch als Teil der so genannten Docker Engine, einer Sammlung von Infrastruktur-Tools für Docker ausgeliefert werden.

“InfraKit bricht die Infrastrukturautomatisierung in einfache Komponenten auf, die für Funktionen wie deklarative Infratstur-Zustände, Monitoring und Automatic Reconcilliation des Status aufgeteilt werden. Diese Komponenten sorgen dafür, dass sich die Infrastruktur in dem Zustand befindet, den der Nutzer festgelegt hat”, heißt es in einem Blog zu dem neuen Projekt.

So könne InfraKit für selbstheilende Infrastrukturen aber auch passiv für konventionelle Infrastrukturen verwendet werden, heißt es weiter. Wenn die genannten Plugins feststellen, dass ein anderer Status vorliegt, dann können Sie auch weitere Schritte veranlassen. Diese Plugin-Familie kommuniziert über HTTP.

Dank der selbstheilenden Funktionen könne InfraKit die Verfügbarkeit von Containern in verschiedenen Clouds deutlich erhöhen. So können die Plugins für Groups die Größe und den Zustand einer Gruppe überwachen und eine Update-Strategie entwerfen. Das Instance-Plugin überwacht die physische Präsenz von Ressourcen und das Flavor-Plugin ermöglicht weitere Unterscheidungen zwischen verschiedenen Gruppenmitgliedern.

Der Technikchef und Chief Product Officer von Docker, Solomon Hykes hatte die neue Technologie auf der LinuxCon und ContainerCon Europe in Berlin vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit berichtete er auch von dem enormen Wachstum der Container-Technologie. So hätte es noch vor etwa zwei Jahren lediglich eine Million so genannter Pulls auf Docker-Hub, einem Repository für Container und Konfigurationen, gegeben. 2015 seien es bereits eine Milliarde gewesen und für dieses Jahr rechnet das Unternehmen mit bis zu sechs Milliarden Pulls.

Deutliches Wachstum der Zugriff auf Docker Hub. (Bild: Docker)
Deutliches Wachstum der Zugriff auf Docker Hub. (Bild: Docker)

Tipp: Erfahren Sie mehr über das Docker-Ökosystem .

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