Vodafone stellt Flotten-Management auf IoT-Basis vor

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Mit einem neuen Komplettangebot für die lückenlose Überwachung und Verwaltung von Fahrzeugen vervollständigt Vodafone das Angebot an Industrie- und Einsatz-spezifischen Lösungen rund um das Internet der Dinge.

Vodafone stellt einen neuen IoT-basierten Service für die Verwaltung von größeren Fahrzeugflotten vor. Mit Hilfe von smarten Sensoren ermöglicht es der neue Vodafone-Service den Betreibern von Flotten, zu jeder Zeit einen vollständigen Blick auf sämtliche Fahrzeuge zu haben. Die Vodafone Flotten Telematik übermittelt aus den Fahrzeugen sämtliche Relevanten Daten mittels IoT SIM-Karte kontinuierlich Daten über das Mobilfunknetz.

Mit der neuen Komplettlösung lasse sich eine unmittelbare und lückenlose Dokumentation von Fahrzeug- und Fahrdaten realisieren. Mit Hilfe der Erfassung soll sich zudem der Spritverbrauch um rund 10 Prozent senken lassen. Auch lasse sich auf diese Weise der Verschleiß der Fahrzeuge verringern, was schließlich zu einem höheren Wiederverkaufswert der Fahrzeuge führe.

In der Vodafone Flotten Telematik hilft eine Web-Applikation Disponenten bei der optimalen Routenplanung. Die Lösung dokumentiert auch, wie Fahrermit dem Wagen umgehen. Durch diese Monitoring-Funktion stellen die Piloten vermehrt auf eine defensive Fahrweise um, was sich in geringerem Verschleiß der Fahrzeuge niederschlägt. Bei einem Unfall löst das System automatisch einen so genannten eCall in die Vodafone-Alarmzentrale aus. So werden schnell Rettungsmaßnahmen eingeleitet.

Deutschland ist im internationalen Vergleich beim Einsatz von IoT-Technologien führen. (Bild: Vodafone)
Deutschland ist im internationalen Vergleich beim Einsatz von IoT-Technologien führen. (Bild: Vodafone)

Die Lösung kann auch erkennen, wie schwer der Unfall war. Aufgrund der Erkenntnis wird entweder ein Krankenwagen oder ein Abschleppfahrzeug an die Unfallstelle geschickt. Vor allem bei Personenschäden könne das die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um bis zu 50 Prozent senken und so unter Umständen sogar Leben retten, teilt das Unternehmen mit. Des Weiteren wird der Fahrer auch über die eingebaute Freisprechanlage im Auto oder über das mitgeführte Mobiltelefon kontaktiert. Die Box übernimmt dann auch die Aufgaben eines Unfallschreibers. Ähnlich der Blackbox in Flugzeugen werden die Daten hier gespeichert und können zur Analyse des Unfallhergangs ausgelesen werden.

Vorteile gibt es auch bei der Wartung der Fahrzeuge: so wird erkannt, welches Fahrzeug beispielsweise einen anstehenden Ölwechsel verpasst hat. Mit der Erfassung und Auswertung solcher Daten sind Wartungsintervalle besser planbar. Das macht es für Leasing-Anbieter, Firmen- oder Mietwagenflotten besonders interessant.

Die Telematik-Box kann bereits vor Auslieferung des Fahrzeugs fest verbaut werden oder ist einfach nachrüstbar. Und das Modul läuft unabhängig vom Betriebszustand des Fahrzeugs, also nicht nur bei der Fahrt, sondern auch beim Parken. Die Sensoren erkennen auch bei Stillstand kleinere Erschütterungen, wie sie zum Beispiel bei Unfällen mit geparkten Fahrzeugen auftreten. Somit ist zweifelsfrei dokumentiert, wann sich der Unfall ereignet hat und ob der Fahrer im Fahrzeug war.

“Der Einsatz von IoT-basierten Flotten Telematik-Lösungen ist ein enormer Fortschritt für die Sicherheit auf unseren Straßen”, Marc Sauter, Leiter Zentraleuropa IoT bei Vodafone. “Denn die Echtzeit-Erfassung verringert das Unfallrisiko, senkt die Betriebskosten und steigert die Effizienz durch einen optimierten Einsatz des Fuhrparks. So machen wir Unternehmen künftig noch wettbewerbsfähiger.”

Vodafone hatte vor wenigen Tagen bereits ein Komplettangebot für die Branchen Energie, Maschinen- und Anlagenbau ein Internet-of-Things-Komplettangebot vorgestellt. Neben der Sensorik kooperiert Vodafone für die Analyse-Dienstleistungen und die Auswertung von Maschinendaten mit dem Partner Recogizer Analytics.

Im Sommer hatte SAP auf der Basis von SAP HANA eine Komplettlösung für die Verwaltung von Fahrzeugen und Fahrzeugflotten vorgestellt. Mit Vehicle Insights deckt der Anbieter zahlreiche Funktionen für die Verwaltung eines Fuhrparks ab, wie etwa Mobility-as-a-Service, Fahrzeugdiagnose und eine Datenauswertung für die Fuhrparkanalyse. Anwender können darüber auch Informationen über die eigene Flotte und auch Daten aus einzelnen Fahrzeugen auswerten. Dazu gehören unter anderem Informationen über das Fahrverhalten, die Gangwahl oder Tankstopps und natürlich auch Kennzahlen für kraftstoffsparendes Fahren. Über Heat Maps und andere Informationen lasse sich der gesamte Fuhrpark besser verwalten. Darüber hinaus sorgt eine Predictive-Maintenance-Komponente für eine effiziente Wartung und termingerechte Reparatur der Fahrzeuge.

Unternehmen der Logistik-Branche können über die neue SAP-Fuhrpark-Verwaltung Vehicle Insight nicht nur Transporte optimieren, sondern auch mit externen Kundendaten verbinden. (Bild: SAP)
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