Nokia will wieder Smartphones bauen

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Android statt Symbian: Nokia will wieder in das Geschäft mit Smartphones einsteigen und plant für das nächste Jahr neue Geräte.

Jetzt ist es offiziell: Nokia kündigt über eine Website die Rückkehr in den Smartphonemarkt an. In der Produktkategorie “Phones” nennt der Hersteller als Termin “2017” genannt. Darüber hinaus präsentiert das Unternehmen dort in Zusammenarbeit mit dem Lizenznehmer MHD die aktuell verfügbaren Nokia-Feature-Phones.

“Elegante Schlichtheit. Vertraute Zuverlässigkeit. Langlebige Qualität. Wir erschließen neue und außergewöhnliche Möglichkeiten für Milliarden von Menschen”, heißt es auf der neuen Nokia-Website. “Und wir fangen gerade erst an, mit neuen Smartphones im Jahr 2017”.

Neue Smartphones unter der Marke Nokia soll es ab nächsten Jahr geben. (Bild: Nokia)
Neue Smartphones unter der Marke Nokia soll es ab nächsten Jahr geben. (Bild: Nokia)

Nutzer haben die Möglichkeit, sich per E-Mail über Neuigkeiten zu Nokias Handygeschäft informieren zu lassen. “Wir arbeiten fleißig an Nokia-Smartphones mit Android. Registrieren Sie sich und wir informieren sie über das, was als Nächstes kommt.”

Bei den gelisteten Feature Phones handelt es sich um Geräte, die zum Teil unter der Leitung von Microsoft entwickelt wurden. Dazu zählen unter anderem das Nokia 130 und das Nokia 230.

Marktanalyse

Magic Quadrant für Solid-State-Arrays

Solid-State-Arrays sind über leistungsorientierte Workloads hinaus ausgereift und die Vorteile sind jetzt für alle primären Speicher sowie für alle bekannten und neuen, unerwarteten Workloads durchaus überzeugend. Dieser Magic Quadrant verhilft Führungspersönlickeiten in der IT-Branche, die Positionen der SSA-Anbieter im Markt besser zu verstehen.

Zusammen mit Nokias Handysparte hatte sich Microsoft 2014 auch die Rechte an der Marke Nokia gesichert – für Smartphones allerdings nur bis Ende 2016. Ab Anfang 2017 liegen die Rechte für zehn Jahre bei der neu gegründeten Firma HMD Global Oy. Zudem erwarb HMD von Microsoft die Rechte an der Marke Nokia für Feature Phones, die sich der Softwarekonzern 2014 auch über das Jahr 2016 hinaus gesichert hatte.

Eines der hierzulande erhältlichen Feature-Phones ist das Nokia 230. Als Betriebssystem nutzt es Nokias Series 30+ (Bild: Microsoft).
Feature-Phone Nokia 230 nutzt als Betriebssystem Nokias Series 30+ .(Bild: Microsoft)

Parallel dazu veräußerte Microsoft im Mai sein Feature-Phone-Geschäft an die Foxconn-Tochter FIH Mobile Limited. Mit dem Kauf wechselten zudem 4500 Mitarbeiter zu FIH. MHD und Nokia kündigten zu dem Zeitpunkt an, Mobiltelefone und auch Tablets künftig zusammen mit FIH zu entwickeln und zu produzieren.

MHD stehen aber nicht nur einige von Nokias ursprünglichen Produktionsstätten zur Verfügung. Auch verschiedene Manager, die Nokia nach dem Verkauf der Handysparte an Microsoft verlassen hatten, sind inzwischen zurückgekehrt. Dazu gehört Juha Alakarhu, der als einer der Erfinder von Nokias Kameratechnik Pure View gilt. Die eingebauten Kameras waren Jahre lang ein wichtiges Qualitätsmerkmal der Nokia-Smartphones und später auch der Lumia-Geräte.

Zu den geplanten Android-Smartphones machte MHD indes keine Angaben. “Wir glauben, die Zeit für eine Erneuerung der Mobilbranche ist gekommen. Der Markt ist ermüdet und wurde mit undifferenzierten Produkten überflutet”, sagte Florian Seiche, Präsident von HMD Global. In den kommenden drei Jahren will HMD 500 Millionen Dollar in Marketing und Vertrieb der neuen Nokia-Geräte investieren. Erste neue Nokia-Smartphones könnte MHD bereits zur Consumer Electronics Show vorstellen, die Anfang Januar in Las Vegas stattfindet, oder Ende Februar anlässlich des Branchentreffens Mobile World Congress in Barcelona.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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