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Sicherheitslücke in WLAN-Routern von Netgear aufgedeckt

Das US-CERT (Computer Emergency Response Team) hat vor einer Sicherheitslücke in zwei WLAN-Routern von Netgear gewarnt [1]. Sie steckt in den auch hierzulande verkauften Modellen AC1900-Nighthawk (Modell R7000 [2]) und AC1750 (Modell R6400 [3]). Unabhängig von der Version der verwendeten Firmware lässt sich bei beiden Geräten Schadcode aus der Ferne einschleusen.

Angreifer können sich dann unter Umständen Administrationsrechte verschaffen und Befehle mit Root-Rechten ausführen. Um die Sicherheitslücke auszunutzen, reicht es dem US-CERT zufolge aus, Nutzer zum Klick auf eine spezielle URL zu verleiten. Der Exploit sei bereits öffentlich verfügbar. Mit ihm werden letztlich Befehle zur IP-Adresse des Routers hinzugefügt, durch die sich unter anderem Ports für Dienste wie Telnet öffnen lassen, mit denen sich das Gerät anschließend steuern lässt.

WLAN-Router Netgear R7000 (Bild: Netgear) [4]

Daher rät das US-CERT, die Modelle R7000 und R6400 erst dann wieder zu verwenden, wenn Netgear ein Update zur Verfügung gestellt hat. Laut US-CERT sidn möglicherweise auch andere Router-Modelle von Netgear betroffen. Auf Nachfrage von ZDNet USA [5] konnte ein Sprecher von Netgear noch keine Aussagen zum Zeitplan für die Bereitstellung eines Updates machen.

Zuverlässige Aussagen darüber, ob die Firmware-Versionen der von Netgear in Deutschland vertriebenen Modelle ebenfalls angreifbar sind, liegen noch nicht vor. Besitzer eines der beiden Netgear-Router-Modelle sollten die Geräte vorübergehend abschalten oder bei der Webnutzung besondere Vorsicht walten lassen.

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[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de [6]]