Frohe Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2017!

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Das Team von silicon.de wünscht allen Lesern ruhige, friedliche und erholsame Feiertage sowie einen guten Start ins Jahr 2017. Einige Kollegen sind über die Feiertage für die wichtigsten Nachrichten aus der IT-Branche auf dem Posten. Ab Januar sind wir wieder komplett für Sie da.

Sie gehören fast schon so zu Weihnachten wie Zimtsterne, “Der kleine Lord” oder der Tannenbaum: Die Mitteilungen des Bitkom zur zunehmenden Technisierung und Digitalisierung des Weihnachtsfestes. Aber auch von ihnen kann man nie genug bekommen, zeigen sie doch am Ende eines Jahres zusammenfassen auf, was sich alles getan hat. Denn schließlich sind die Verbraucher und ein guter Indikator, wohin der Trend im Markt geht – oder, wie Julia Miosga, Bitkom-Expertin für Handel und Logistik, es ausdrückt: “Der Geschenkekauf zu Weihnachten zeigt, wie sich das Konsumverhalten und die Mediennutzung der Deutschen verändert.”

Einer repräsentativen Umfrage des Bitkom zufolge wollen in diesem Jahr 79 Prozent der Deutschen mit digitalen Geschenken eine Freude machen. Deutlich populärer geworden sind digitale Gutscheine und Guthaben: 37 Prozent werden dieses Jahr zu Weihnachten einen Gutschein für einen Online-Shop verschenken. Jeder Dritte will Computer- oder Videospiele verschenken und 27 Prozent wollen Freunde oder Familienmitglieder (meist wahrscheinlich Kinder und Jugendliche) mit Guthaben für Prepaid-Karten von Mobiltelefonen zu beschenken. Offenbar ganz nach dem Motto: Ruf doch mal wieder an.

Weihnachten (Bild: Shutterstock/Melis)

Neu ist in diesem Jahr, dass sich auch der Trend zum Video-Streaming in den Geschenke widerspiegelt: 5 Prozent der Befragten wollen ein Abo für Online-Unterhaltungsangebote verschenken. Das geht spürbar zu Lasten von Filmen und TV-Serien auf DVD oder Blue-Ray. So ein Geschenk hatten 2015 noch 19 Prozent eingepackt, dieses Jahr sind es nur noch 11 Prozent. Hörbuch-CDs (21 Prozent) oder Musik-CDs (20 Prozent) sind da noch deutlich beliebter.

Neben digitalen Gütern steht natürlich auch die gute alte Technik-Hardware dieses Jahr wieder hoch im Kurs. Wenn das Geschenk quaderförmig ist, muss man schon längst nicht mehr befürchten, “noch ein Buch” zu bekommen, sondern kann sich oft auf ein Tablet oder Smartphone freuen. Trotz einer gewissen Marktsättigung sind sie nach wie vor begehrt. Daneben waren laut Bitkom neben Spielekonsolen erneut hochauflösende Fernseher die Dauerbrenner im Weihnachtsgeschäft. Da geht der Trend zu Modellen mit Bildschirmdiagonalen ab 55 Zoll, Ultra-HD-Auflösung und Smart-TV-Funktion. Damit setzt sich ein Trend aus dem vergangenen Jahr fort.

Wichtig dabei ist natürlich die Unterstützung des neuen Standards für digitales Antennenfernsehen, DVB-T2 HD, das nächstes Jahr in Deutschland startet. Alternativ lassen sich Streaming-Adapter zukaufen, die Inhalte aus dem Web auf den TV-Bildschirm bringen. Auch für sie ist – nicht nur bei Familie Schweighöfer – eine erhöhte Nachfrage zu verzeichnen.

Und auch wenn sie beim letzten Besuch in der Fußgängerzone nicht den Eindruck hatten: Die Mehrheit der Deutschen kauft laut Bitkom inzwischen Geschenke im Internet. 69 Prozent der Internetnutzer ab 14 Jahren planten im Vorfeld “einige oder alle Präsente im Internet zu kaufen”. Das waren sieben Prozent mehr als vor einem Jahr. 28 Prozent widmeten sich beim Besuch des Weihnachtsmarktes ausschließlich der Vertilgung von Glühwein und Bratwurst: Sie wollten Weihnachtsgeschenke ausschließlich online besorgen.

Im Advent hat auch bei Lebensmittelversender der Online-Shop gebrummt. Wie der Bitkom berichtet, bestellen 57 Prozent der Online-Lebensmittelkäufer im Internet vor allem Süßwaren, 45 Prozent Spezialitäten und Gourmetprodukte. Es folgen Wein und Sekt, die ebenfalls oft für besondere Anlässe online gekauft werden. Man hofft da offenbar eher etwas besonders zu finden, als beim Discounter nebenan.

Geschenkekauf Online 2016 (Grafik: Bitkom)

Womit wir dann beim Thema “Wohin mit all dem Zeug” wären. Angesichts wirklich wichtiger Problem ein der Welt ist das vielleicht nicht die drängendste Frage, über sie haben sich der Bitkom und die von ihm Befragten aber auch schon Gedanken gemacht. 54 Prozent wollen Geschenke, die ihnen nicht gefallen, im Geschäft umtauschen oder an den Online-Shop zurücksenden. 28 Prozent will ganz im Sinne der Sharing Economy unliebsame Präsente weiterverschenken. 24 Prozent nehmen einfach alles was kommt und tragen es in den Keller. Da wäre es eventuell noch besser, dem Beispiel der 11 Prozent zu folgen, die Geschenke spenden, die sie nicht behalten wollen.

Die “stille Zeit” ist angesichts der vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten allerdings für Berufstätige schon längst nicht mehr so still. Laut Bitkom sind 65 Prozent, die über die Weihnachtsfeiertage und “zwischen den Jahren” Urlaub machen, während dieser Zeit dienstlich erreichbar. Immerhin: Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Zahl derjenigen, die auch während freier Tage für Vorgesetzte, Kollegen oder Kunden erreichbar sind, zurückgegangen. 2016 waren es noch 73 Prozent, 2014 sogar 76 Prozent.

Erreichbarkeit über die Feiertage 2016 (Grafik: Bitkom)

“Sowohl seitens der Mitarbeiter als auch der Arbeitgeber wächst das Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, Erholungszeiten konsequent als solche zu verstehen und einzuhalten. Nur wer auch einmal komplett ausspannt, kann auf Dauer im Job die volle Leistung bringen”, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Seine Erfahrung nach haben viele Unternehmen “verbindliche interne Regelungen eingeführt, damit sich Angestellte während ihrer freien Tage nicht unter Druck gesetzt fühlen können, sich mit beruflichen Belangen auseinanderzusetzen.”

Wir hoffen, dass Sie zu den Glücklichen gehören, die einmal komplett abschalten können. Auf alle Fälle wünscht Ihnen das Team von silion.de friedliche, ruhige und erholsame Feiertage, einen guten Start ins neue Jahr sowie 2017 viel Glück, Erfolg und Gesundheit. Für die wichtigsten Nachrichten aus der IT-Branche sind wir auch zwischen den Feiertage für Sie da. Ab 2. Januar 2017 ist dann nach und nach wieder die gesamte Redaktion im Einsatz, um alle Entwicklungen im Markt für sie zu verfolgen.

Früher war vielleicht alles besser, aber weiße Weihnachten gab es auch nicht unbedingt öfter (Grafik: Statista)
Früher war vielleicht alles besser, aber weiße Weihnachten gab es auch nicht unbedingt öfter (Grafik: Statista)
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