Hilfsorganisation “Security without Borders” gegründet

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Sie wurde von dem auch für Amnesty International tätigen Claudio Guarnieri auf dem 33. Chaos Communication Congress (33C3) in Hamburg vorgestellt. Über die Organisation bieten Hacker und IT-Security-Spezialisten Menschenrechtlern, Journalisten und Nichtregierungsorgansiationen mit Cyber-Security-Problemen ihre Unterstützung an.

Claudio Guarnieri, der sich als Hacker “nex” nennt, hat auf dem 33. Chaos Communication Congress (33C3) in Hamburg gestern die Hilfsorganisation “Security without Borders” vorgestellt. Deren Ziel ist es, Menschenrechtler, Journalisten und Nichtregierungsorganisationen in Sicherheitsfragen zu unterstützen. Die Einrichtung kann über die Website um Unterstützung ersucht werden, Experten, die Know-how und Zeit zur Verfügung stellen wollen, können sich ebenfalls dort registrieren.

Security without Borders (Grafik: Security without Borders)

Guarnieri arbeitet als Technologieberater und Forscher für Amnesty International und ist Mitarbeiter des bekannten Citizen Lab der Universität Toronto. Über die weiteren Mitwirkenden von Security without Borders ist nichts bekannt, das ist aber Programm. Es gehe nicht darum, Hackerprominenz eine Plattform zu bieten, sondern Menschen zu helfen, die sich engagieren und für die mangelhafte Computer- und Datensicherheit eine Gefahr für Leib und Leben darstelle. “Wir haben als Hacker eine soziale Verantwortung, wenn wir Sicherheit für Bedrängte entwickeln, die überwacht oder von staatlichen Hackern angegriffen werden”, zitiert Heise.de aus dem Vortrag von Guarnieri.

“Security Without Borders” beschreibt sich selbst als eine “Gruppe von Penetrations-Testern, Malware-Analysten, Entwickler, Ingenieuren, System-Administratoren und Hackern. Einige von uns arbeiten in Security-Firmen, einige in akademischen Einrichtungen, und einige andere in Menschenrechtsorganisationen.“ Allen gemeinsam sei, dass sie einen Teil ihrer Zeit dafür aufwenden wollten, dazu beizutragen, die Welt ein bisschen besser zu machen.

Dazu bieten sie Web Security Assessments an, führen Untersuchungen nach einem Sicherheitsvorfall durch und offerieren der Zielgruppe generell Beratung in Cyber-Security-Fragen. Alle Dienste seien für Gruppen und Personen, die sich für Menschenrechte und gegen Ungerechtigkeiten jeglicher Art einsetzen, kostenlos.


Grundlegende Ideen der nun gegründeten Hilfsorganisation hat Guarnieri bereits im vergangenen Jahr dargelegt. Sein Vortrag von damals kann noch bei Youtube angeschaut werden.

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