Digitalisierung: Deutsche Angestellte sehen Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit

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Die Digitalisierung der Arbeitswelt bringt für Unternehmen und Mitarbeiter große Veränderungen mit sich. Einer aktuellen Umfrage zufolge sehen deutsche Arbeitnehmer die Notwendigkeit, fürchten aber, dass ihre Firma aufgrund planlosen Managements den Anschluss verlieren könnte.

Im Zuge der Digitalisierung der Arbeitswelt laufen die deutschen Unternehmen Gefahr, den Anschluss an die Entwicklung zu verlieren, wie jetzt eine Umfrage des Personaldienstleisters Randstad ergeben hat. Die Online-Befragungen wurden in 33 Ländern durchgeführt. In Deutschland wurden 400 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren aus unterschiedlichen Branchen befragt.

Davon, dass kein Weg an einer digitalen Strategie ihres Arbeitgebers vorbeiführt, sind zwar immerhin 68 Prozent der deutschen Arbeitnehmer überzeugt, aber nur 52 Prozent der Umfrageteilnehmer zweifeln daran, dass das eigene Unternehmen für eine Umstellung auf die Digitalisierung der Arbeitswelt gerüstet ist. Deutschland gehört damit zu den Schlusslichtern in Europa. In anderen Ländern wird das Thema von Unternehmen deutlich ernster genommen.

Deutsche Unternehmen drohen bei der Digitalisierung des Arbeitsmarktes nach Ansicht der Arbeitnehmer den Anschluss zu verlieren.  (Grafik: Randstad Deutschland)
Deutsche Unternehmen drohen bei der Digitalisierung des Arbeitsmarktes nach Ansicht der Arbeitnehmer den Anschluss zu verlieren. (Grafik: Randstad Deutschland)

So sind beispielsweise in den Niederlanden bereits 80 Prozent der Angestellten überzeugt, dass Maßnahmen in Richtung Digitalisierung notwendig sind. Norwegen schafft es auf einen Wert von 81 Prozent. Die Spitzenposition besetzen die Portugiesen. 93 Prozent der Arbeitnehmer des südeuropäischen Landes glauben, dass eine digitalen Strategie nötig ist.

Auch hinsichtlich des digitalen Status quo sind die Zahlen in anderen Ländern deutlich höher als in Deutschland. 65 Prozent der Niederländer glauben, dass ihre Firma gut auf die digitalen Herausforderungen vorbereitet sind. Von den norwegischen Angestellten sind 64 Prozent der Befragten zuversichtlich, dass ihre Chefs über eine Digitalstrategie verfügen. Eine große Kluft zwischen Einsicht in Handlungsbedarf und Vertrauen in ihre Vorgesetzte herrscht dagegen allerdings bei den Portugiesen. Nur 58 Prozent gehen davon aus, dass ihr Unternehmen eine digitale Strategie entwickelt hat.

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Deutsche Unternehmen sollten das Arbeitsbarometer als Weckruf verstehen, wenn sie in Zeiten der Globalisierung langfristig wettbewerbsfähig bleiben wollen. “Die Entwicklung und Umsetzung einer digitalen Unternehmensstrategie wird eine der wichtigsten Herausforderung für Unternehmen in 2017”, sagt Lars Hewel, Director Business Intelligence, Concepts & Strategy bei Randstad. “Hier gilt es, Prozesse zu strukturieren, Mitarbeiter weiterzubilden sowie Ansprechpartner zu sein, um Probleme frühzeitig zu erkennen und schnell und flexibel durch passende Maßnahmen zu lösen.”