Cisco bringt für SaaS-Nutzer Security-Angebot aus der Cloud

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Dazu hat das Unternehmen jetzt einen “Umbrella” genannten, cloudabsierenden Secure Internet Gateway vorgestellt. Mit ihm soll für mobile Nutzer von SaaS-Anwendungen der Zugriff auf das Internet auch ohne VPN geschützt sein. Auch für Zweigstellen sei das Konzept interessant.

Mit Cisco Umbrella hat das Unternehmen das eigenen Angaben zufolge erste Secure Internet Gateway (SIG) in der Cloud vorgestellt. Es soll Firmennutzern unabhängig davon, wo sie sich gerade befinden, einen sicheren Zugang zum Internet auch ohne Virtuelles Privates Netzwerk (VPN) bieten. Damit empfiehlt Cisco “Umbrella”, um mobilen Mitarbeiter den Zugriff auf SaaS-Anwendungen zu ermöglichen. In mehreren Bereichen ergänzen sich Umbrella und die Technologie des im vergangenen Jahr zugekauften Unternehmens CloudLock, die Cisco auch weiterhin unter diesem Namen vermarktet.

“Ein Secure Internet Gateway bietet einen sicheren Zugang zum Internet, egal wo Nutzer hingehen. Es dient als sichere Auffahrt zum Internet und stellt die erste Verteidigungslinie dar, egal wo sich Nutzer befinden oder mit was sie sich verbinden wollen”, erklärt Cisco in einer Pressemitteilung.

Cisco-Grafik zur Funktionsweise des Cisco Umbrella Secure Internet Gateway (Bild: Cisco)
Cisco-Grafik zur Funktionsweise des Cisco Umbrella Secure Internet Gateway (Bild: Cisco)

Mit Umbrella sollen sich sowohl bekannte als auch neue Gefahren abwehren lassen. Auch Domains mit gefährlichen Inhalten, gefährliche URLs, IP-Adressen und Dateien sollen dadurch blockiert werden. Umbrella sei für das Zusammenspiel mit bereits länger verfügbaren Produkten wie Cisco AnyConnect oder den Integrated-Services-Routern der 4000-er Serie ausgelegt. Da Umbrella alle Aufgaben in der Cloud erledigt, sei keine Installation weiterer Hardware erforderlich und müssten sich Anwender nicht um die Installation von Software-Updates kümmern.

Im vergangenen Jahr hatte sich Cisco durch die Übernahme von CloudLock in das Marktsegment Cloud Access Security Broker (CASB) eingekauft. Die Konkurrenten hier sind unter anderem Symantec, das durch den Kauf von Blue Coat entsprechende Technologie erworben hat, das von der Telekom finanziell unterstützte und genutzte CipherCloud, IBM mit dem Cloud Security Enforcer sowie das Start-up Bitglass, das nun auch nach Europa expandieren will. Sie alle versprechen Unternehmen Transparenz sowie mehr Kontrolle bei der Nutzung von Public-Cloud-Angeboten.

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Außerdem sollen ihre Dienste die Cloud-Nutzung sicherer und besser verwaltbar machen. Dafür bieten sie zu gängigen Cloud-Angeboten wie Salesforce, Office 365, Google Docs, Box oder Dropbox Möglichkeiten für zentrale Verschlüsselung, Tokenisierung, Protokollierung und Zugriffskontrolle.

Cisco verspricht Unternehmen diesbezüglich mit der Kombination von CloudLock und Umbrella ein breiteres und tieferes Funktionsspektrum. Dazu gehöre etwa die Unterstützung für Anycast Routing, um so Zugriffsgeschwindigkeit auf diese Dienste zu erhöhen und Unterbrechungen der Verbindung weitgehend zu vermeiden. Es verweist zudem auf seine umfangreiche Security-Datenbanken, die ihm bei der frühzeitigen Erkennung von Gefahren helfen sollen. Als Teil einer Gesamtlösung bringt es zudem seine Talos Threat Intelligence und die “Cisco Advanced Malware Protection” ins Spiel.

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Bedarf für das neue Angebot sieht Cisco künftig aber nicht nur bei mobilen Mitarbeitern. Auch Zweigstellen könnten davon angesichts der wahrscheinlich rasch weiter zunehmenden Nutzung von Software-as-a-Service in den kommenden zwei Jahren. “Als Folge werden sich immer mehr Niederlassungen direkt mit dem Internet verbinden, was den Schutz des Unternehmensnetzwerks umgeht. Diese neue Art zu arbeiten, die mehr Produktivität und Flexibilität bringt, bedeutet, dass eine Vielzahl von Nutzern, nicht durch traditionelle Netzwerk- und Websicherheitskontrollen eines Unternehmensnetzwerks geschützt werden müssen.”

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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