HANA Cloud Platform mit neuen Funktionen und neuem Namen

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Eine Entwicklerumgebung für iOS-Anwendungen und eine API-Bibliothek und Erweiterungen kennzeichnen die neuen Funktionen in der SAP Cloud Platform, die SAP auf dem Mobile World Congress umtauft.

SAP gibt neue Erweiterungen und Funktionen für die HANA Cloud Platform bekannt. Im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona tauft der Anbieter zudem die Lösung in SAP Cloud Platform um. Mit der Cloud Platform bietet SAP eine Lösung, über die Anwender Dienste entwickeln und diese mit den Backend-Systemen verknüpfen können. Tools und vordefinierte Funktionen erlauben eine effiziente Entwicklung von Apps.

Neu ist nun der API Business Hub, ein Katalog mit APIs von SAP-Anwendungen. Diese Sammlung wird laufend erweitert und zielt vor allem darauf ab, Entwicklern und Testern das Erstellen von neuen Anwendungen zu vereinfachen. So stehen hier zum Beispiel Entwicklerschnittstellen für SAP S/4HANA Cloud oder Mobile Service bereit.

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Ab dem 30. März ist der SAP Cloud Platform Workflow verfügbar. Darüber sollen sich über eine grafische Oberfläche schnell neue Geschäftsprozesse erstellen lassen. Auch Funktionsbereiche im Unternehmen können hier definiert und in der grafischen Oberfläche miteinander verknüpft werden.

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Mit der SAP Cloud Platform lassen sich schnell skalierbare Anwendungen erstellen und mit den Backend-Systemen integrieren. (Bild: SAP)

Seit Ende vergangenen Jahres ist in der Region EMEA Cloud Platform Virtual Machines verfügbar. In den nächsten Wochen will SAP diesen auch in den USA auf den Markt bringen. Mit dieser Platform können Workloads, die auf vorhandenen On-Premise-Installationen oder älteren Laufzeiten basieren, direkt in der SAP Cloud Platform ausgeführt werden.

Den SAP Cloud Platform IoT Service macht der Hersteller jetzt als Betaversion verfügbar. Derzeit unterstützt die Geräteverwaltung 40 Geräteprotokolle. Anwender können damit smarte Geräte automatisiert erkennen und verkürzen so Reaktionszeiten in IoT-Installationen. Das neue Release soll IoT-Services in den Smart Data Streaming Service für die schnellere Verarbeitung von Datenströmen integrieren.

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Was bei SAP bislang als Altiscale gehandelt wurde, sind jetzt die SAP Cloud Platform Big Data Services. Damit bietet SAP Hadoop in der Cloud, über das Big-Data-Anwendungen ausgeführt werden können.

SAP stellt außerdem das Cloud Platform SDK for iOS vor. Das soll ab Ende März ausgeliefert werden. Entwickler, Designer und Unternehmen können damit schnell skalierbare Unternehmensanwendungen für iPhone und iPad entwickeln. Die Lösungen greifen auf die HCP zu und werden in Apples Sprache Swift erstellt.

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Auch die mobile Anwendung Project Companion werde ab dem 30. März verfügbar sein. Die iOS-Anwendung ist über die SAP Cloud Platform in die Lösung S/4HANA Professional Services Cloud integriert und soll Beratern, Projektmanagern und anderen mobilen Nutzern über die Bereitstellung von Echtzeitinformationen die Arbeit erleichtern.

Mit dem Vehicles Network bietet SAP eine Plattform, auf der Unternehmen wie beispielsweise die Autovermietung Hertz Services für die Personalisierung von Mietwagen oder die automatische Parkplatzsuche abwickeln können. (Bild: SAP)
Mit dem Vehicles Network bietet SAP eine Plattform, auf der Unternehmen wie beispielsweise die Autovermietung Hertz Services für die Personalisierung von Mietwagen oder die automatische Parkplatzsuche abwickeln können. Auch diese basiert auf der SAP Cloud Platform. (Bild: SAP)

Immer mehr Anwender nutzen die HANA Cloud Platform oder die SAP Cloud Platform, wie sie jetzt heißt. In der Branche genießt das vielseitig einsetzbare PaaS-Angebot aus Walldorf einen guten Ruf. Neben verschiedenen SAP-Anwendungen gibt es über den Markplatz bereits über 1000 Anwendungen und Branchenlösungen von Partnern. Zudem kommen hier ständig neue Anwendungen hinzu. Auf diesem Ökosystem basieren auch SAP Leonardo, das SAP-Portfolio von IoT-Anwendungen, das Deep-Learning-Porfolio SAP Clea, und das Analytics-Portfolio BusinessObjects Cloud, einschließlich des SAP Digital Boardroom. Auf der IoT-Platform aufsetzend hat SAP auf dem Mobile World Congress bereits eine Kooperation mit der Autovermietung Hertz und Nokia bekannt gegeben.

Mit der SAP Cloud Platform ermöglicht SAP, was Gartner eine bimodale IT nennt. Sie bildet den flexiblen und agilen Teil dieses IT-Modells und erweitert den stabilen digitalen Kern und vor allem die hohen Investitionen der Anwender, die beispielsweise in die Business Suite, SAP S/4HANA, SAP SuccessFactors oder SAP Ariba investiert haben und daher weitere Schritte in die Cloud verweigern

“Man muss sein System nicht in der Cloud haben”, so Ralf Peters, DSAG-Technologievorstand über die Vorteile der SAP Cloud Platform. “Über die HANA Cloud Platform können wir den Schritt in die Cloud machen, aber wir müssen nicht und wir können uns auch Rosinen herauspicken.” Damit meint Peters, dass Anwender auch in kleinen Teilbereichen Cloud-Lösungen in ihre Landschaft integrieren können. Mit diesen heterogenen Landschaften löse sich auch die bislang verfolgte “monolithische Sicht” auf die eigene Landschaft auf.

Warum aber muss jetzt ein neuer Name her? Bernd Leukert, SAP Vorstand für den Bereich Products und Innovationen: “Seit der Markteinführung unseres PaaS-Angebots vor drei Jahren hat es sich zur bevorzugten digitalen Unternehmensplattform entwickelt. Auf dieser Basis können Kunden, Partner und Entwickler spezielle Lösungen erstellen, die Personen, Geräte und Unternehmen auf intelligente Weise miteinander verknüpfen. Um den Leistungsumfang der Plattform besser widerzuspiegeln, wurde sie nun in SAP Cloud Platform umbenannt.”

Eine Beispielanwendungen zeigt Aesculap, eine Sparte des Medizintechikanbieters B. Braun Melsungen AG, das sich auf sich auf Produkte und Dienstleistungen für Kernprozesse in der Chirurgie konzentriert.

“Zusammen mit SAP konnten wir ein Wekzeug für Aesculap entwickeln, das die Arbeit des Krankenhauspersonals erleichtert”, berichtet Martin Runkel, Managing Director bei der B. Braun IT Service GmbH. “Mit der SAP Cloud Platform entwickelten wir eine iOS-Anwendung, die die Verwaltung steriler Behälter für chirurgische Instrumente vereinfacht. Krankenhäuser können dadurch die Hygiene und Qualität chirurgischer Instrumente verbessern. Und zwar vor allem in Schwellenländern, wo Krankenhäuser häufig nicht so gut ausgestattet sind.”

 

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