Vorinstallierte Malware auf Android-Smartphones entdeckt

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Insgesamt wurde von Experten von Check Point Malware auf 38 Smartphones und Tablets von Samsung, LG, Asus, Oppo, ZTE und Lenovo gefunden. Offenbar wird sie irgendwo in der Lieferkette aufgespielt. Die Hersteller selbst seien dafür allerdings nicht verantwortlich.

Auf insgesamt 38 Android-Smartphones unterschiedlicher Hersteller haben Experten des IT-Sicherheitsanbieters Check Point vorinstallierte Malware gefunden. Die Malware befand sich dem Bericht zufolge bereits im Auslieferungszustand auf den Geräten, war aber nicht Teil des offiziellen ROMs, der vom Hersteller vorinstallierten Software.

Check Point (Grafik: Check Point)

Den Sicherheitsforschern zufolge gelangte die Malware Schadsoftware irgendwo in der Lieferkette auf die Geräte. In sechs Fällen sei sie Malware sogar mit Systemrechten zum ROM hinzugefügt worden. Daher konnte sie nur durch vollständiges Flashen des Betriebssystems entfernt werden. Betroffen sind Smartphones und Tablets verschiedener Hersteller, darunter Samsung Galaxy Note 2, 3 und 4, Galaxy A5, Galaxy S4 und S7, Galaxy Tab 2, Galaxy Note 8, LG G4, Oppo N3 und R7 plus, Xiaomi Redmi und Mi 4i, ZTE x500, Asus Zenfone 2 und Lenovo S90 und A850.

Auf den Geräten fanden die Check-Point-Experten unter anderem die Malware Loki und die Ransomware Slocker. Loki ist wie andere auf den Geräten gefundene Malware für die Sammlung persönlicher Daten und das Einblenden unerwünschter Werbung gedacht. Das allerdings nur auf einem Gerät gefundene Slocker verschlüsselt wie bei Ransomware üblich Dateien und verlangt für die Entschlüsselung ein Lösegeld. Um mit den Befehlsservern zu kommunizieren nutzt Slocker nutzt das Anonymisierungsnetzwerk Tor.

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“Vorinstallierte Malware kompromittiert sogar die Sicherheit der vorsichtigsten Nutzer”, teilt Check Point mit. Besonders gefährlich sei sie, weil Nutzer keine Änderung des “normalen” Verhaltens der Geräte feststellen könnten. Außerdem sei es auf diese Art auch möglich, Hintertüren oder Schadprogramme mit Root-Rechten einzuschleusen. Wer in der Lieferkette für die Malware-Infektionen verantwortlich ist, hat das Unternehmen nicht mitgeteilt.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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