KUKA und SAP wollen Automatisierung voranbringen

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Roboter von KUKA sollen in die SAP Cloud Platform integriert werden. Diese Informationen werden dann für verschiedene Anwendungen genutzt.

SAP und KUKA geben eine Partnerschaft im Bereich Industrie 4.0 und IoT bekannt. Ziel ist es, Produktionsprozesse agiler zu machen und die Automatisierung noch weiter voranzutreiben. Dafür werden die Roboter des Augsburger Herstellers über standardisierte Schnittstellen wie OPC Unified Architecture mit der SAP Cloud Platform verbunden. Auf der Hannover Messe stellen die beiden Unternehmen auch einen ersten Showcase aus.

Doch die Kooperation soll noch weiter reichen. So planen SAP und KUKA Roboter-Anwendungen von KUKA auf der Basis der SAP-IoT-Platform Leonardo und der SAP Cloud Platform (ehemals HANA Cloud Platform) bereitzustellen.

SAP und KUKA haben bereits auf CeBIT 2015 Kooperationen gezeigt. (Bild: SAP)
SAP und KUKA haben bereits auf CeBIT 2015 Kooperationen gezeigt. Jetzt sollen nicht nur die Daten aus den Geräten sondern auch KUKAs IoT-Plattform connyun enger mit dem SAP-Backend der Cloud Platform und dem Leonardo-IoT-Portfolio zusammenwachsen. (Bild: SAP)

Über das SAP-Backend sollen die Daten aus den Robotern für Condition-Monitoring- und Predictive-Maintenance-Szenarien ausgewertet werden. Darüber hinaus werde KUKA ausgewählte SAP-Technologiekomponenten als Bestandteil der KUKA-eigenen connyun IoT Plattform einsetzen. KUKA hat diese Plattform vor etwa einem Jahr ebenfalls auf der Hannover Messe vorgestellt.  Die Plattform wurde gemeinsam mit Infosys entwickelt.

Mit dem Leonardo Portfolio bietet SAP bereits zahlreiche Standardlösungen für Industrie-4.0- und Industrial Internet of Things, die die Automatisierungslösungen und die auf den mittelständischen Maschinenbau fokussierte connyun-Platform erweitern können.

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Application Performance Management (APM)

In einer von Forrester Research durchgeführten Studie wird nach einem von den Marktforschern entwickelten Modell der wirtschaftliche Gesamtnutzen, den Firmen durch Implementierung eines Application Performance Management (APM) erzielen können evaluiert.

KUKA baue nicht nur Maschinen und Anlagen, sondern erweitere diese auch mit Softwarelösungen, sagt Christian Schlögel, Chief Digital Officer der KUKA AG. “Wir setzen auf eine Doppelstrategie: Wir binden die KUKA Roboter auf der SAP Cloud Platform und der SAP Leonardo IoT Platform an. Gleichzeitig soll die connyun Industrie-4.0-Plattform unseres gleichnamigen Start-up-Unternehmens mit SAP-Technologiekomponenten und SAP-Businessapplikationen ergänzt werden.”

KUKA ist inzwischen Teil der chinesischen Midea-Gruppe und setzt mit Automatisierungslösungen für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen jährlich rund 3 Milliarden Euro um. Weltweit sind etwa 13200 Mitarbeiter für das Unternehmen mit Stammsitz in Augsburg tätig.

SAP hat auf der Hannover Messe bereits mehrere Ankündigung im Bereich Industrie 4.0 und Digitalisierung gemacht. Unter anderem hat das Unternehmen die Integration von 3D-Druck in Lösungen für die industrielle Fertigung und die Zahlen für das erste Quartal 2017 vorgestellt. 

 

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