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Infosys stellt modulare KI-Plattform Nia vor

Infosys macht die KI-Plattform Nia [1] allgemein verfügbar. Damit entwickelt der Outsourcing- und Technologieanbieter die Vorgängerlösung Mana weiter aus und kombiniert diese mit Funktionen der Robotic-Process-Automation-Lösung (RPA) AssistEdge. Bei der Weiterentwicklung habe auch die Erfahrung aus mehr als 150 Projekten bei mehr als 50 Anwendern zum Einsatz.

Nia integriert Funktionen wie Big Data Analytics, Machine Learning, Wissensmanagement und kognitive Automation aus Mana. Hinzu kommen die skalierbaren Machine-Learning-Fähigkeiten von Skytree.

Logo Infosys [2]

Optical Character Recognition (OCR), Natural Language Processing (NLP) und Services für das Infrastrukturmanagement sind ebenfalls Teil der neuen Lösung. Infosys bietet Nia als modulare Plattform, die eine ganze Reihe von Szenarien in verschiedenen Branchen und Anwendungsfällen abdecken kann. Bei Bedarf kann die Lösung auch an individuelle Anforderungen angepasst werden.

Mit Mana habe Infosys Ziele wie IT-Optimierung, Vereinfachung, Effizienz und Kostensenkung und auch die Konsolidierung von Wissen im Unternehmen, Deep Analytics, Service Automation oder automatische Root Cause Analysis verfolgt.

Nia aber soll weiter reichen, heißt es von dem indischen Unternehmen. Hier sollen unternehmenskritische Geschäftsprozesse angegangen werden. So sei die Plattform unter anderem in der Lage Umsatzprognosen zu erstellen oder das Kundenverhalten zu verstehen. Die Plattform sei zudem in der Lage Verträge und juristische Dokumente zu analysieren. Nia könne auch Compliance-Richtlinien verstehen oder könne bei der Betrugserkennung eingesetzt werden.

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Effektive Meeting-und Kollaboration-Lösungen

Mitarbeiter sind heute mit Konnektivität, Mobilität und Video aufgewachsen oder vertraut. Sie nutzen die dazu erforderlichen Technologien privat und auch für die Arbeit bereits jetzt intensiv. Nun gilt es, diese Technologien und ihre Möglichkeiten in Unternehmen strategisch einzusetzen.

So lasse sich beispielsweise der Order-To-Cash-Prozesse mit Hilfe eines Echtzeit-Risikoprofils optimieren. Auch individuelle Einkaufsstrategien können berücksichtigt werden. Unstimmigkeiten können dabei schneller beigelegt oder ganz vermeiden werden. Produktions- und Materialkosten lassen sich laut Anbieter durch Variabilitätsprognosen besser vorhersagen.

Als Beispiel nennt Infosys eine Bank, die die Lösung mit älteren Fällen trainierte, um damit Ausnahmen und besondere Fälle automatisiert erkennen zu können.

Nia könne auch eine “Kunden-DNA” auf Basis von externen und internen Datensätzen erstellen. Damit sei eine zielgerichtete Kundenansprache möglich und Möglichkeiten zum Up- und Cross-Selling besser identifizieren, personalisierte Lösungen anbieten oder die Kundenzufriedenheit steigern.

Vishal Sikka, CEO von Infosys. (Quelle: SAP) [3]
Vishal Sikka, CEO von Infosys. (Quelle: SAP)

“Als wir im letzten Jahr unsere wissensbasierte KI-Plattform Mana vorgestellt haben, wollten wir Kunden mit unseren Services besser als je zuvor mit Wissen, Daten und Automatisierung versorgen”, kommentiert Dr. Vishal Sikka, Chief Executive Officer, Infosys. “Die Adaptionsrate war enorm. Unsere Kunden haben Mana vor allem eingesetzt, um die Servicebereitstellung zu verbessern und durch Automation die Effizienz zu steigern sowie die Kosten zu senken.”

Doch dadurch habe sich auch gezeigt, dass für KI-Lösungen noch deutlich mehr Potential vorhanden ist. Auch würden Kunden anstreben, KI-Technologien in allen Bereichen einsetzen zu können, daher verfolge Infosys nun mit Nia einen zielorientierten Ansatz.

“Technologie ist dazu da, menschliches Potential zu verstärken und Menschen zu ermöglichen, neue Wege zu beschreiten und Ziele zu erreichen”, so Sikka weiter.