Verizon verkauft Cloud-Geschäft an IBM

CloudCloud-Management

Anwender sollen von der Transaktion nicht betroffen sein. Verizon konzentriert sich nun wieder auf Enterprise Connectivity.

IBM übernimmt den Bereich Enterprise Cloud von Verizon. Finanzielle Details der Übernahme wurden nicht bekannt. Der Deal soll aber noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. “Vergangene Woche hatte Verizon zugestimmt, Cloud und Managed Hosting Service an IBM zu verkaufen”, so George Fischer, SVP and Group President, Verizon Enterprise Solutions in einer Mitteilung. Darüber hinaus wollen aber IBM und Verizon in verschiedenen Initiativen bei Netzwerken und Cloud-Services zusammenarbeiten.

Was das genau bedeutet, lässt Fischer offen. Er versichert jedoch, dass sich für die Anwender mittelfristig nichts ändern werde. Alle betroffenen Anwender würden zeitnah von der Übernahme informiert.

verizon

Verizon aber will sich nun offenbar darauf beschränken, für Unternehmen sichere und verlässliche Verbindungen in die Cloud bereit zu stellen. Dafür hatte Verizon im Februar das Unternehmen XO Communications übernommen. Ein Rückzug von Cloud-Geschäft auf Raten also. Denn bereits 2016 hatte Verizon die eigenen Cloud-Rechenzentren an den Dienstleister und Connectivity-Spezialisten Equinix für 3,6 Milliarden Dollar verkauft.

Für IBM macht der Kauf Sinn, denn damit kann IBM die eigene Stellung im Cloud-Markt stärken. Zudem ist die Cloud für IBM nach wie vor eine der strategischen Imperative, wie es das Unternehmen nennt. Vor allem im Bereich Private Cloud kann IBM in den zurückliegenden Monaten punkten. 2016 hatte IBM immerhin einen Cloud-Umsatz von 13,7 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Bei der Public Cloud hingegen muss sich IBM vor allem mit Microsoft Azure, Google Cloud Platform und Amazon Web Services auseinander setzen.

Ausgewähltes Whitepaper

EU-Datenschutzgrundverordnung: Warum Insellösungen keine Lösung sind

Ende Mai 2018 endet die Übergangsfrist für die EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO). Dann greifen in Europa die neuen, strengen Datenschutzregelungen. Firmen, die dagegen verstoßen, drohen Strafen bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent ihres Jahresumsatzes. Vor dem Hintergrund ist eine umfassende Gesamtstrategie gefragt.

Verizon wird sich nun vermutlich wieder mehr auf den Ausbau von 5G-Technologien konzentrieren. Allerdings schien das Unternehmen in den zurückliegenden Jahren noch andere Pläne gehabt zu haben. 2015 hatte Verizon für 4,4 Milliarden Dollar AOL übernommen, in den nächsten Monaten könnte Verizon zudem für knapp 4,5 Milliarden Yahoo zukaufen. Damit stärkt Verizon den Bereich Media-Serivces, in den es in der Vergangenheit kontinuierlich investiert hat. Mit neuen Produkten sollen vor allem Netzwerkbetreiber mit Software und Services versorgt werden.

 

 

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen