EU investiert 25 Millionen Euro in MariaDB

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Ziel ist die langfristige Förderung der quelloffenen Datenbank. Die Mittel sollen für die internationale Expansion und die Stärkung von Standorten in Finnland und der EU genutzt werden.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) wird den Anbieter MariaDB mit insgesamt 25 Millionen Euro fördern. Mit diesen Mitteln soll in die Weiterentwicklung von Produkten investiert werden. Aber auch Vertriebs- und Marketingteams in Europa will das Unternehmen damit aufstocken, um die Anzahl bezahlender Unternehmenskunden weltweit zu steigern. Am Stammsitz in Helsinki sollen darüber hinaus neue Entwickler eingestellt werden.

Hinter der EU-Investitionsbank, deren Anteilseigner die Mitgliedstaaten der EU sind, steht der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI). Mit dem so genannten Juncker-Plan soll durch gezielte Investitionen die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum in der EU erreicht werden. Der EFSI hat bisher Investitionszusagen in Höhe von etwa 183 Milliarden Euro für 427.000 kleine und mittelständische Unternehmen in den 28 Mitgliedstaaten getroffen. MariaDB bekommt zum ersten Mal Gelder von der EIB.

MariaDB sorgt mit MaxScale für eine Art Datenbank-Proxy. (Bild: MariaDB)
MariaDB sorgt mit MaxScale für eine Art Datenbank-Proxy. Jetzt bekommt das Unternehmen frisches Geld von der  Europäischen Investitionsbank. (Bild: MariaDB)

“Die EU-Bank kann nun ein europäisches Softwareunternehmen unterstützen, das besonders innovativ ist und über erhebliches Wachstumspotenzial verfügt”, kommentiert EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle. “Genau das ist auch das Ziel des Investitionsplans für Europa: Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit Europas durch die Unterstützung hochqualifizierter Arbeitsplätze und die Stärkung der Position Europas als wichtiger Technologieanbieter.”

Der Markt für Datenbanken wächst kontinuierlich, so prognostizieren die Analysten des Marktforschungsinstitutes IDC 2017 ein Volumen von etwa 50 Milliarden Dollar. 2015 wurden hier noch 40 Milliarden Dollar umgesetzt. Jedoch gibt es neben der steigenden Nachfrage nach Datenbank-Management-Systemen auch weitere Verschiebungen, die unter anderem eine wachsende Nachfrage nach alternativen Datenbanktechnologien nach sich ziehen. So schätzen die Marktbeobachter von Gartner, dass mehr als 70 Prozent von neuen internen Anwendungen auf OpenSource-Datenbanken entwickelt werden. Gleichzeitig werden demnach mehr als 50 Prozent der bestehenden kommerziellen Datenbanken bis 2018 auf Alternativen aus dem Bereich Open Source umgestellt werden.

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“Die Finanzierung von EIB ermöglicht es uns, unsere Produkte rascher zu erweitern und weiterhin Funktionen zu entwickeln, die MariaDB bedienerfreundlich, einfach zu ergänzen und in jeder Umgebung einsetzbar machen”, erklärt Michael Howard, CEO der MariaDB Corporation.

Die MariaDB Corporation ist das Unternehmen hinter der Datenbank MariaDB, die vor allem als Alternative zu MySQL eingesetzt wird. Allerdings liegt MariaDB gemessen an der Verbreitung nach wie vor weiter hinter dem Pendant, das inzwischen zu Oracle gehört. So ist MariaDB beispielsweise Standard in großen Linux-Distributionen wie Red Hat, Ubuntu und SUSE und kann in hybriden, öffentlichen oder privaten Clouds mit Technologien wie Docker, Microsoft Azure, Amazon Web Services oder OpenStack eingesetzt werden. Mit MaxScale und ColumnStore hat das Unternehmen die eigene Funktionsbreite in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich erweitert. Dabei legt der Anbieter auf eine einfache Benutzbarkeit besonderen Wert

 

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