HTC U 11 soll mit Spitzen-Kamera und neuem Bedienkonzept punkten

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Das 5,5 Zoll große Smartphone kommt im Juni für 749 Euro in den Handel. Es bietet eine gehobene technische Ausstatung, bei der vor allem die Kamera hervorsticht. Besonderheit ist die von HTC als Edge Sense bezeichnete Technologie: Sie ermöglicht die Bedienung mittels Druck auf den Rahmen.

HTC hat mit dem HTC U11 sein künftiges Spitzenmodell nun offiziell vorgestellt. Das 5,5 Zoll große Smartphone kommt in Deutschland ab 1. Juni für 749 Euro in den Handel. Die Single-SIM-Variante wird bei O2 und Vodafone angeboten, die Dual-SIM-Version im freien Handel. Bei O2 ist das HTC U 11 ab sofort vorbestellbar.

Von der Konkurrenz soll sich das HTC U11 im Wesentlichen durch die Kamera und das Edge Sense genannte, neue Bedienkonzept abheben. Edge Sense erlaubt es, bestimmte Funktionen auch über die Kante beziehungsweise den druckempfindlichen Rahmen des Gerätes zu bedienen. Beispielsweise lassen sich die Kamera oder Google Assistant durch Drücken der Seiten starten: Einmaliges, langes Drücken auf den Rand öffnet die Kamera-App, ein weiterer kurzer Druck löst sie aus.

HTC U11 (Bild: HTC)

Die Funktion lässt sich auch mit diversen anderen Apps verknüpfen. Edge Sense erlaubt es laut Hersteller, das Telefon auch unter widrigen Bedingungen zu verwenden, bei denen kapazitive Tasten Probleme bekommen – etwa beim Tragen von Handschuhen, Schneefall oder Regen. Untermauert wird dieser Anspruch durch den Schutz vor Staub und Wasser nach den Anforderungen von IP 67.

Aufhorchen lässt aber vor allem die Kamera. Sie hat laut HTC bei DxOMark3 die höchste, bisher für eine Smartphone-Kamera vergebene Bewertung erhalten – sowohl für Bilder als auch für Videos. Die Hauptkamera in der Rückseite arbeitet mit 12-Megapixel-Sensor und HTCs Ultrapixel-3-Aufbau, Blende f/1.7, BSI-Sensor und OIS. Sie wird von einem mehrachsigen Stabilisierungssystem und einem Autofokus unterstützt. Die Hauptkamera kann auch Videos in 4K-Auflösung aufnehmen sowie Zeitraffer- und Zeitlupen-Clips erstellen.

HTC U11 (Bild: HTC)

Auto HDR Boost soll dafür sorgen, dass Nutzer verzögerungsfrei von den Vorteilen von HDR profitieren. Mit HDR Boost werden mehrere Bilder aufgenommen werden, in denen jeweils die dunkelsten und hellsten Flächen gemessen werden. Sofern die Kamera-App aktiviert ist, ist auch der HDR-Boost-Modus aktiv – daher Auto HDR Boost. Gespeichert werden Fotos aber erst, wenn sie tatsächlich aufgenommen werden. HTC hebt außerdem den UltraSpeed AutoFocus hervor. Er nutze dieselbe Vollsensor-Autofokus-Technologie wie DSLR-Kameras.

Die Frontkamera nimmt mit 16 Megapixeln auf, arbeitet mit Blende f/2.0 und BSI-Sensor. Sie bietet mehrere Selfie-Optionen, Full HD-Videoauflösung und unterstützt ebenfalls die HDR-Boost-Technologie.

Das Display des HTC U 11 erreicht eine Quad-HD-Auflösung von 2560 mal 1440 Bildpunkten. Es wird von 3D Corning Gorilla Glass 5 geschützt. Angetrieben wird das U11 vom Achtkern-Prozessor Qualcom Snapdragon 835 mit bis zu 2,45 GHz Takt. Der CPU stehen 4 GByte RAM zur Seite. Der interne Speicher von 64 GByte kann mit microSD-Karten um bis zu 1 TByte erweitert werden kann – vorausgesetzt, entsprechende Karten kommen auf den Markt.

HTC U11 (Bild: HTC)

Für das HTC U 11 wurden laut Hersteller auch die Lautsprecher verbessert. Sie sollen nun im Vergleich zu den Vorgängern eine höhere Lautstärke und besseres Dynamic Range Audio liefern. Hoch- und Mitteltöne sollen deutlich voller klingen, der Subwoofer soll dank verbessertem Lautsprecher und Schaltungsdesign lautere, klarere und tiefere Basstöne wiedergeben.

Zum Lieferumfang des U 11 gehören USonic-Kopfhörer mit Active Noise Cancellation. Sie werden via USB Type-C angeschlossen. Ein 3,5-Millimeter-Klinkenstecker steht nicht zur Verfügung, dafür liefert HTC einen passenden Adapter mit aus. In die Ohrstöpsel sind Mikrofone eingebaut, die das Innenohr mittels Schallimpuls vermessen und das Klangprofil anpassen.

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Im HTC U11 kommen vier überarbeitete, omnidirektionale Mikrofone und eine von HTC als “Acoustic Focus” bezeichnete Technologie zum Einsatz. Damit sollen hoch-qualitative 3D-Audioaufnahmen möglich sein. Dazu arbeiten die Mikrofone des HTC U11 zusammen und nehmen Audio aus allen Richtungen auf. Bei Videoaufnahmen lässt sich ein Objekt beziehungsweise eine Person heranzoomen, fixieren und der davon abgebene Ton verstärken.

Für die Datenkommunikation stehen bei HTC über LTE (bis zu 1 GBit/s), HSPA+, WLAN( 802.11ac), Bluetooth 4.2 und NFC zur Verfügung. Auch ein USB-Anschluss (3.1 Gen1 Type-C) und GPS sind vorhanden. Dasselbe gilt für den Fingerabdrucksensor. Die Stromversorgung übernimmt ein 3000-mAh-Akku.

Das U 11 wiegt 169 Gramm, misst 15,4 mal 7,6 Zentimeter und ist 7,9 Millimeter dick. Als Betriebssystem kommt Android 7.1 zum Einsatz. Darüber liegt die Oberfläche HTC-Sense. Im HTC U 11 lassen sich somit der HTC Sense Companion, der Google Assistent und Amazon Alexa nutzen. Das HTC U11 ist das erste Smartphone, bei dem sich Amazon Alexa via Sprachbefehl aktivieren lässt.

[mit Material von Anja Schmoll-Trautmann, ZDNet.de]

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