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Blockchain als Chance für innovative Geschäftsmodelle

Blockchain gewinnt über Bitcoin hinaus immer mehr an Gewicht und im zunehmendem Maße setzen sich Manager mit der Technologie auseinander. Vor allem die neuen Transaktions-Möglichkeiten, die sich durch die neue Technologie erschließen, sehen viele CxOs als Chance oder Grundlage für neue Geschäftsmodelle.

Laut der Studie “Forward Together [1] von IBM geben ein Drittel der befragten Top-Entscheider an, sich entweder mit der Technologie auseinander zu setzen oder diese bereits einzusetzen. Acht von zehn CxOs, die in Blockchain investieren, möchten damit finanztechnischen Veränderungen in der eigenen Branche begegnen oder neue Geschäftsmodelle entwickeln.

[caption id="attachment_41648463" align="aligncenter" width="416"]Mehr Datenqualität, höhere Transparenz, besserer Schutz gegen Betrug, für den Einsatz von Blockchain sprechen viele Punkte. (Bild: IBM) [2] Mehr Datenqualität, höhere Transparenz, besserer Schutz gegen Betrug, für den Einsatz von Blockchain sprechen viele Punkte. (Bild: IBM) [/caption]

Die neuen Transaktionsmöglichkeiten erlauben mehr Vertrauen, Transparenz und Nachvollziehbarkeit innerhalb von Partner-Netzwerken. Vor allem die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen ist einer der größten strategischen Vorteile von Blockchain, wie die große Mehrheit der Befragten angeben. Auch neue Geschäftsstrategien sollten sich mit der Technologie umsetzen lassen, denn Blockchain erhöhe das Vertrauen und die Transparenz über ganze Wertschöpfungsketten hinweg. Natürlich eröffnen sich durch diese Technologie nicht nur Chancen, denn auf diesem Gebiet wird sich natürlich auch der Konkurrenzkampf erhöhen. Blockchain aber erweitert auch die Zusammenarbeit zwischen Konkurrenten.

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Acht von zehn der Befragten geben zwar zu, dass sie eine Zusammenarbeit mit Wettbewerbern nicht gewohnt sind, aber gleichzeitig geben 66 Prozent an, dass sie derzeit Plattform-basierte Geschäftsmodelle ausprobieren oder implementieren. Personen, Ressourcen und Organisationen werden in solchen Projekten zu einem interaktiven Ökosystem verbunden.

Die Erwartungen der Branche in Blockchain ist also hoch. Doch es gibt auch Schattenseiten: 60 Prozent der CIOs geben an, dass sie noch nicht gut genug vorbereitet sind, um Blockchain-Plattformen aufzubauen, die Kunden und Partner in einem Ökosystem miteinander verbinden. Diejenigen Unternehmen, die bereits Blockchain einsetzen, sprechen sich mehrheitlich auch dafür aus, dass Industrie-Konsortien für die weitere Entwicklung von Blockchain wichtig ist.

IBM kündigt darüber hinaus auch den Blockchain Founder Accelerator [3] an, der Unternehmen dabei unterstützen soll, Blockchain-Netzwerke schneller in Betrieb zu nehmen. Mit diesem Accelator sollen Expertise und Support zu technischen, rechtlichen und geschäftlichen Fragen rund um neue Blockchain-Netzwerke angeboten werden. Gerade bei Problemen, die in der Einführungsphase von Blockchain auftreten können, soll das neue IBM-Programm Abhilfe schaffen. Zudem erhalten Teilnehmer des Programms frühen Zugang zu einer Reihe von neuen Blockchain-Software-Assets über die IBM Cloud.

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Darüber hinaus kooperiert IBM unter anderem mit dem Spezialisten Everledger [4], um Blockchain-Services mit Ökosystem-Ansatz anbieten zu können. Versicherer, Finanzinstitutionen und Diamanten-Zertifikataussteller können die Application Programming Interfaces (APIs) von Everledger nutzen, um den Partnern sicheren Zugriff auf Daten geben können. Everledgte bietet das unter anderem für den Diamanten-Handel an. [poll id="28"]

“Mit Blockchain wird es möglich, dass alle Beteiligten zur selben Zeit den gleichen Vorgang im Blick haben. Aus dieser neuen Art der vertrauenswürdigen Transaktion entstehen neue Geschäftsmodelle, Prozesse und Plattformen, bei denen alle Teilnehmer eines Ökosystems verbunden werden können, um neue Geschäftswerte zu schaffen”, kommentiert Brigid McDermott, IBM Vice President for Blockchain Business Development. “Konsortien, Regulatoren und Vorreiter helfen, weltweite und branchenübergreifende Standards zu schaffen.” Wer in diesem Bereich neue Plattformen mitgestalten will, müsse laut McDermott schnell handeln.

Tipp: Wie gut kennen Sie IBM? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de. [5]