AMD gewinnt Dell, HP und Lenovo für Ryzen-CPU

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AMD nennt auch neue Details zu einer neuen Server-CPU sowie weiteren Produkten. Erste Hersteller haben bereits konkrete Produkte angekündigt.

AMD präsentiert auf der Computex in Taiwan die PC-Hersteller Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo als Partner für neue Ryzen-basierte Desktop-Systeme. Acer, Asus und Dell haben schon Modelle angekündigt. HP hingegen hält die genaue Bezeichnung des kommenden Ryzen-Desktops noch zurück. Lenovo will künftig die Desktop-Varianten IdeaCentre 720 und IdeaCentre 510 demnächst mit der neuen Zen-basierten Ryzen-CPU ausrüsten. Derzeit ist aber nicht bekannt, welche der genannten Modelle auch in Deutschland verfügbar sein werden.

Dell stattet die Modelle Inspiron 27 7000 All-in-One und Inspiron 5675 Gaming Desktop mit Ryzen-Prozessoren aus. (Bild: Dell)
Dell stattet die Modelle Inspiron 27 7000 All-in-One und Inspiron 5675 Gaming Desktop mit Ryzen-Prozessoren aus. (Bild: Dell)

Mit dem Inspiron 27 7000 All-in-One und dem Inspiron 5675 Gaming Desktop hat Dell zwei Ryzen-basierte Desktop-PCs im Angebot. Das All-in-One-Modell ist als VR- und Entertainment-System für Verbraucher konzipiert. Das Gerät bietet einen 27-Zoll-Bildschirm mit schmalen Rändern und einer maximalen Auflösung von bis zu 4K.

Angetrieben wird er von einem Ryzen 7 1700, Ryzen 5 1400 oder einem AMD Ryzen 3 1200. Als Grafiklösung wird entweder eine Polaris-GPU vom Typ Radeon RX 560 mit 4 GByte GDDR5-RAM oder eine Radeon RX 580 mit 8 GByte verbaut. Mit zwei S0-DIMM-Slots kann der Ausbau des Arbeitsspeicher laut Handbuch maximal 32 GByte DDR4/2400 betragen. Eine SSD mit einer maximalen Größe von 256 GByte findet in einem M.2.-Slot Platz. In dieser Größe verbaut Dell auch ein schnelles NVMe-Modell, während die alternative 128-GByte-SSD nur in SATA ausgeführt ist. In einem 2,5-Zoll-Schacht kann eine weitere Festplatte eingebaut werden. Hier liegt die maximale Größe bei 1 TByte.

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Den Inspiron 5675 Gaming Desktop stattet Dell laut Handbuch mit einem Ryzen 7 1700X, Ryzen 5 1600X, Ryzen 5 1400 oder einem Ryzen 3 aus. Zwei UDIMM-Slots erlauben einen Speicherausbau von maximal 32 GByte DDR4/2400. Als Grafikkarten können Kunden zwischen den AMD-Modellen Radeon RX 560, 570 und 580 auswählen. Als Alternative steht noch die Nvidia GTX 1060 bereit.

Acer Aspire GX-281

Der Aspire GX-281 von Acer richtet sich ebenfalls an Gamer. Das Modell gibt es mit Ryzen 5 1600 oder Ryzen 5 1400. Als Grafikkarte steht eine Nvidia 1050 GTX mit 4 oder 8 GByte zur Auswahl. In der Standardausstattung beträgt der Arbeitsspeicher 8 GByte und die Speicherkapazität beträgt 1 Terabyte. Ein Modell ist zusätzlich auch mit einer 256 GByte großen SSD ausgestattet. Die Preise für die Acer-Ryzen-Desktops beginnen bei 799 Dollar.

Asus G11DF

Der G11DF soll eine ultimative Gamer-Lösung sein, die mit 26 Dezibel im Ruhezustand ziemlich leise ist. Als Prozessoren stehen Ryzen 7 1800x, Ryzen 5 1400 und Ryzen 3 1200 zur Auswahl. Bei der Grafikkarte können sich Kunden zwischen den Geforce-GTX-Modellen 1080 8GB, 1070 8GB, 1060 6GB, 1060 3GB und 1050 2GB entscheiden. Als Alternative kommt auch eine Radeon RX480 4GB in Betracht. Zu Verfügbarkeit und Preisen liegen noch keine Angaben vor.

 

Notebook-Referenzdesign von AMD 

Auf der Computermesse in Taipeh hat AMD außerdem erstmals ein Notebook-Referenzdesign mit einer Ryzen-Mobile-APU gezeigt, die vier Kerne, acht Threads und Vega-basierte Grafik integriert. Darüber hinaus nannte der Chiphersteller Termine für weitere Produkte in den Bereichen Rechenzentrum, Professionals und Consumer.

Server-CPUs der Epyc-Reihe sind demnach am 20. Juni zu erwarten. Die Einführung von Radeon Vega Frontier Edition – der ersten auf der Vega-Architektur basierenden Grafikkarte – steht am 27. Juni an. 

Angekündigt wurden außerdem auf dem X399-Chipsatz basierende Mainboard-Designs für Ryzen Threadripper von ASRock, Asus, Gigabyte und MSI.

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Außerdem hat AMD erstmals seinen High-End-Prozessor Ryzen Threadripper gezeigt. Der Chip mit 16 Kernen und 32 Threads verfügt über vier DDR4-Speicherkanäle, die einen mxaimalen Speicherausbau von bis zu 2 TByte erlauben.

Mit 64 PCIe-Lanes verfügt Threadripper über genügend leistungsstarke Anschlüsse zur Anbindung anderer, wichtiger Systemkomponenten wie etwa schnelle PCIe-NVME-SSDs oder Grafikkarten. Das Demo-System war mit vier Vega-GPUs ausgestattet und zeigte eine Realtime-Rendering-Demo. Einen offiziellen Starttermin für die neuen High-End-CPUs nannte AMD nicht. Ryzen Threadripper könnte laut verschiedenen Berichten Ende Juli verfügbar sein.

[mit Material von Kai Schmerer und Bernd Kling, ZDNet.de]

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