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Talend kündigt Multi-Cloud-Ansatz für Big-Data-Integration an

Talend hat den Release-Termin und die zu erwartenden Funktionen für Talend Summer ’17 bekannt gegeben. Demnach steht Neukunden die nächste Version der Data-Fabric-Plattform von Talend Kunden ab 29. Juni zur Verfügung. Sie bringt Updates für Talend Integration Cloud und Talend Metadata Manager veröffentlicht. Bestandskunden der Talend Integration Cloud erhalten bis 18. Juni ein automatisches Upgrade auf die neueste Version.

Talend (Bild: Talend) [1]

Für beide Gruppen steht die Erweiterung um Möglichkeiten zur Multi-Cloud-Nutzung im Mittelpunkt. Dazu bringt Talend Summer ‘17 im Bereich von Big-Data-, Cloud-Data-Warehousing-, NoSQL- und Messaging-Plattformen eine Reihe neuer Konnektoren für Azure, Cloudera und Google Cloud. Neu ist zudem die Unterstützung für Cloudera Altus. Dieses PaaS-Angebot soll den Aufbau und die Implementierung von intelligenten Daten-Pipelines auf Cloudera einfacher machen und die im Betrieb benötigte Unterstützung auf ein Mindestmaß reduzieren.

Die Migration bislang lokal vorgehaltener Daten in die Cloud soll mit Talend Summer ’17 ebenfalls schneller vonstattengehen. Dazu stellt es Konnektoren für Amazon Web Services [2] (AWS), Cloudera Altus [3], Google Cloud Platform [4], Microsoft Azure [5] und Snowflake [6], mit dem Talend erst kürzlich eine Partnerschaft eingegangen ist [7], zur Verfügung. Außerdem soll der Vorgang durch neue respektive aktualisierte Tools zum Extrahieren, Transformieren und Laden (ETL-Prozess) beschleunigt werden.

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Mit Talend Summer ’17 verspricht der Anbieter auch zusätzliche Flexibilität und Portabilität. So sollen Nutzer einmal erstellte Entwicklungen auf andere Cloud-Services mitnehmen und sie dort weiter verwenden können. Zum Design Big-Data-Workflows stehen dann auch grafische Drag-and-drop-Tools bereit.

Außerdem greift Talend Summer ’17 auf Machine-Learning-Algorithmen von Apache Spark [8] zurück, um Daten automatisch abzugleichen und zu bereinigen. Dadurch werde auch dieser Vorgang schneller. Diese Algorithmen würden zudem durch Korrekturen lernen und dadurch mit der Zeit immer intelligenter und exakter. Die neuen Algorithmen und Machine-Learning-Funktionen sind Teil der Data-Stewardship-App von Talend. Die dient der fortlaufenden Optimierung der Datenqualitätsmodelle.

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Bereits Anfang des Monats hatte auch Veritas einen Ansatz für Datenmanagement in Multi-Cloud-Umgebungen vorgestellt [9]. Der Anbieter stellt in Aussicht, dass Daten nicht nur über alle von einem Unternehmen genutzten Clouds hinweg auffindbar werden, sondern auch einfach zwischen ihnen migriert werden können. Gleichzeitig helfe das neu formierte Produktportfolio auch die Anforderungen der kommenden EU-Datenschutzgrundverordnung [10] zu erfüllen, die vorsehe, Daten unabhängig vom genutzten Provider zu schützen.

Im Gegensatz zu einigen erst noch kommenden Produkten ist Veritas CloudMobility bereits verfügbar. Es soll Unternehmen helfen, Workloads aus dem eigenen Rechenzentrum in die Cloud zu migrieren oder auch wieder zurückzuholen. Die Software arbeitet dazu laut Veritas weitgehend automatisiert und ermöglicht es im Vorfeld zu überprüfen, wie sich die für die Migration vorgesehene Anwendung in der als Ziel auserkorenen Cloud verhalten wird. Ein Workshop zur Cloud-Migration sowie Start-Bundles, die Technologie und Beratungsangebote kombinieren, runden das Angebot ab.

Tipp: Was haben Sie über Big Data abgespeichert? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de. [11]