Malware Protection Engine – Microsoft behebt Fehler

SicherheitSicherheitsmanagement

Microsoft muss erneut ein Leck in der Malware Protection Engine schließen. Ein Angreifer kann darüber die vollständige Kontrolle über ein System erlangen.

Erneut wurde ein Sicherheitsleck in Microsofts Malware Protection Engine bekannt. Wie der Google-Sicherheitsforscher Tavis Ormandy meldet, kann ein Angreifer beliebigen Schadcode in das System einschleusen und ausführen. Microsoft stuft die Anfälligkeit als kritisch ein, da ein Angreifer die vollständige Kontrolle über ein System übernehmen kann.

Windows 10 (Bild: Shutterstock/dennizn)

Dafür muss laut Microsofts Security Advisory einer anfälligen Windows-Version auf einer Webseite oder über einen Dateianhang in einer Mail eine präparierte Datei untergeschoben werden. Bei aktiviertem Echtzeitschutz werde die Datei automatisch gescannt. Das führt dann dazu, dass die Anfälligkeit ausgenutzt wird. Bei deaktiviertem Echtzeitschutz muss der Angreifer auf einen geplanten Scan warten.

Ausgewählte Whitepaper

Was CEBP ist und wie es Ihrem Unternehmen helfen kann

Mittelständische Unternehmen haben in der Regel schon erhebliche Summen in CRM- und ERP-Systeme investiert. Zwar wurden damit viele strategische Ziele erreicht, ein wichtiger Aspekt lässt häufig aber immer noch zu wünschen übrig: der Kundenservice. Genau hier verspricht CEBP deutliche Verbesserungen und Effizienzsteigerungen.

Betroffen ist beispielsweise Windows Defender, der in Windows 10 vorinstalliert ist. Auch in Windows 7 ist Defender anfällig. Windows 8.1 nutzt die Malware Protection Engine ebenfalls. Weitere anfällige Sicherheitsprodukte sind Microsoft Security Essentials, Microsoft Endpoint Protection, Forefront Endpoint Protection, und Windows Intune Endpoint Protection.

Microsoft weist zudem darauf hin, dass sich der Fehler nur mit den 32-Bit-Versionen der Malware Protection Engine ausnutzen lässt. Für Nutzer von Windows 10 64-Bit sollte also keine Gefahr bestehen.

Ormandy habe Microsoft über die Sicherheitslücke am 7. Juni informiert. Bereits am 19. Juni teilte das Unternehmen dem Google-Forscher mit, dass ein Fix im Lauf der Woche veröffentlicht werde.

Ausgewähltes Whitepaper

Nutzen und Vorteile der Integration von ECM- und ERP-Software

Ein ECM-System kann besonders dort eine wichtige Ergänzung zu einer bereits bestehenden ERP-Lösung darstellen, wo geschäftsrelevante Dokumente separat abgelegt und mit ERP-Datensätzen verknüpft werden sollen, um Geschäftsprozesse vollständig digital abbilden zu können. Dieses Whitepaper beschreibt die Vorteile an einem konkreten Beispiel.

Das Update, das den Fehler in der Malware Protection Engine behebt, hat Microsoft inzwischen ausgeliefert. Version 1.1.13903.0 behebt den Fehler. Welche Version verwendet wird, kann man unter Einstellungen – Updates und Sicherheit – Windows Defender überprüfen.

Ormandy suchte nach eigenen Angaben unter Linux nach Fehlern in Microsoft Defender beziehungsweise der Malware Protection Engine. Dafür portierte er im Rahmen eines Projekts, das die Nutzung von Windows-Bibliotheken unter Linux ermöglichen soll, Windows Defender auf Linux. Die Bugs selbst fand er mithilfe einer Fuzzing genannten Technik. Durch die Eingabe großer Mengen zufälliger Daten in ein System mit dem Ziel, einen Absturz auszulösen, lassen sich Programmierfehler in Software, Betriebssystemen oder Netzwerken aufdecken.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Tipp: Was wissen sie über Microsoft? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Umfrage

Wo setzen Sie bei der Effizienzsteigerung ihrer Infrastruktur die höchste Priorität?

Ergebnisse

Loading ... Loading ...
Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen