Xing erweitert Geschäftsfelder mit zwei Übernahmen

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Mit Internations, einem Netzwerk für ausländische Fachkräften und Prescreen, einem E-Recruiter, treibt das Business-Netzwerk Xing Internationalisierung und Diversifizierung voran.

Xing übernimmt zwei Unternehmen innerhalb einer Woche. Zunächst sicherte sich die Burda-Tochter den E-Recruiting-Spezialisten Prescreen und jetzt das international ausgerichtete InterNations. Ein Portal, das sich darauf spezialisiert hat, im Ausland arbeitende Fachkräfte, so genannte Expats, zu vernetzen.

Für die Social-Media-Plattform bezahlt Xing etwa 10 Millionen Euro und bekommt dafür ein Netzwerk für Berufstätige im Ausland mit 2,7 Millionen Mitgliedern. Vor allem Angestellte, die für einen gewissen Zeitraum von ihrem Arbeitgeber ins Ausland entsendet werden, sollen sich in dem 2007 gegründeten Netzwerk zusammenschließen und hier Fragen zur Wohnungssuche oder zu Behördengängen stellen können. Ehrenamtliche liefern dann auch vor Ort in derzeit etwa 390 Städten Beratung. Und die Plattform schreibt schwarze Zahlen und will 2018 einen Umsatz im niedrigen zweistelligen Millionen-Bereich machen.

“Xing unterstreicht durch die Übernahme seine Stellung als Vorreiter für innovative Recruiting-Lösungen”, sagt Xing-CEO Thomas Vollmoeller (Bild: Xing).
“XING vernetzt Menschen miteinander, nicht Profile. Denn auch im digitalen Zeitalter sind persönliche Begegnungen unersetzlich”, so Xing-CEO Thomas Vollmoeller zur Übernahme von InterNations. (Bild: Xing).

So sind neben der digitalen Plattform auch Events das große zweite Standbein von InterNations. Und das lokale Offline-Networking scheint auch für die künftige Strategie von Xing ein wichtiges neues Standbein zu sein. Denn auch das deutsche Busines-Netzwerk versucht sich ebenfalls als Veranstalter.

Somit stelle der Kauf des internationalen Karriere-Netzwerkes auch keine neue Internationalisierunginitiative dar. Xing wolle weiterhin im deutschsprachigen Raum aktiv bleiben. So werden nicht nur die beiden Gründer von InterNations an Bord bleiben, sondern die Plattform soll auch als eigene Marke weiter geführt werden. So will sich Xing zwar internationaler aufstellen, aber die Marke Xing soll im Heimatmarkt bleiben.

Daneben ist das Thema E-Recruiting ein wichtiger Bereich für Xing und den will das Karriere-Netzwerk nun mit der 17 Millionen Euro teuren Übernahme von Prescreen weiter stärken. Das Unternehmen bietet für Personaler eine Verwaltungslösung für das Finden und Einstellen von Bewerbern.

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Xing blickt auf ein erfolgreiches erstes Quartal zurück. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent. Als Gewinn weist das Unternehmen 5,1 Millionen Euro aus, das ist etwas weniger als vor einem Jahr. Zulegen kann die Burda-Tochter auch bei den Mitgliedern. Inzwischen nutzen mehr als 12 Millionen Menschen die Plattform. In den ersten drei Monaten sind nochmal 570 000 neue Mitglieder dazu gekommen.

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