Oracle erweitert “Cloud at Customer” um PaaS, SaaS und Big Data

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Oracle vervollständigt das Konzept, bei dem die Hardware beim Kunden hinter der Firewall steht, von Oracle verwaltet und bedarfsgerecht abgerechnet wird.

Oracle erweitert das Angebot von “Cloud at Customer” und macht darüber zahlreiche weitere Services verfügbar. Wie das Unternehmen mitteilt, sind jetzt sämtliche größeren PaaS-Dienste und auch Software-as-a-Service über die Kunden-Cloud verfügbar. Seit der Vorstellung vor einem Jahr habe sich das Kundeninteresse sehr gut entwickelt. Und durch neue Datenschutzregeln in der EU dürfte das Interesse weiter wachsen.

Das Prinzip hinter diesem Angebot ist, dass die Anwender Hardware, Storage und Netzwerk-Komponenten im eigenen Rechenzentrum aufstellen. Allerdings sind sie nicht selbst Besitzer dieser Infrastruktur, sondern mieten diese von Oracle. Abgerechnet wird im Abo-Modell je nach Bedarf und Nutzung. Auch das gesamte Management und der Support werden vollständig von Oracle erbracht.

Die Basis ist in beiden Fällen die gleiche. Bei der Cloud at Customer hingegen bleiben die Kundendaten stets auf der von Oracle im Rechenzentrum des Anwenders bereitgestellten Systemen. (Bild: Oracle)
Die Basis ist in beiden Fällen die gleiche. Bei der Cloud at Customer hingegen bleiben die Kundendaten stets auf der von Oracle im Rechenzentrum des Anwenders bereitgestellten Systemen. (Bild: Oracle)

Gleichzeitig verbindet sich die Lösung mit der Oracle-Cloud. Die Services und Daten residieren jedoch auf der Hardware, die beim Kunden aufgestellt ist. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Unternehmen, die die Vorteile einer Public Cloud nutzen wollen, aber bestimmte Daten aus regulatorischen oder anderen Gründen nicht außer Haus geben dürfen oder wollen.

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Wie Oracle erklärt, werden von dem Unternehmen typischerweise 25 Prozent mehr Kapazität bereitgestellt, als vom Kunden bestellt, um damit Lastspitzen abfedern zu können. Auch rüste Oracle die Systeme mit dem doppelten an Festplattenspeicher aus, damit die Unternehmen ihre Anwendungen unterbrechungsfrei skalieren können.

Oracle stellt hier die so genannten Engineered Systems Cloud Machine, die Exadata Cloud Machine oder seit kurzem auch die Oracle Big Data Cloud Machine bereit. Die ist darauf optimiert, Hadoop– und Spark-Plattformen sowie verschieden analytische Tools auf dedizierten Nodes bereit zu stellen.

Damit kann Oracle konvergente Systeme verkaufen und gleichzeitig im Bereich Cloud wachsen, ein Ziel, das der Anbieter auch mit der Einstellung von 1000 neuen Sales-Mitarbeitern für den Cloud-Bereich erreichen will. Vor allem im Vorfeld der DSGVO/GDPR kann dieses Modell für Unternehmen interessant werden.

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Als PaaS-Angebote bietet Oracle über die Customer at Cloud jetzt Datenbanken, Anwendungsentwicklung, Analytics, Big Data, Daten- und Anwendungsintegration etwa in Form von der Oracle Integration Cloud, Oracle SOA Cloud oder der Oracle Internet of Things Cloud.

Die Infrastruktur liefert darüber hinaus Elastic Compute, Container, Elastic Block Storage, virtuelle Netz und ein Identitiy-Management, das die Portabilität von Oracle- und Nicht-Oracle-Anwendungen in die Cloud ermöglicht. Darüber hinaus macht Oracle MySQL Cloud und Exadata Cloud über das Angebot verfügbar. 

Als SaaS-Angebote ermöglicht Oracle jetzt CRM, Supply Chain Management und Human Captail Management und natürlich ERP. “Cloud bleibt Cloud, ob es hinter einer Firewall installiert ist, oder nicht”, kommentiert Steve Daheb, Senior Vice President von Oracle Cloud. Tatsächlich gebe es zwischen diesen beiden Darreichungsarten keine Unterschiede und es sei zu 100 Prozent der gleiche Code, der beiden Angeboten zugrunde liegt.

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So können Anwender jetzt Services für Infrastructure, Data Management, Big Data and Analytics, Amwendungsentwicklung, EAI, Sicherheit und SaaS über die Heim-Cloud nutzen. Als Kunden nennt Oracle unter anderem die Stadt Las Vegas, NEC oder auch die Indische Staatsbank.

“Oracle Cloud at Customer ist die direkte Antwort auf die verbleibenden Hürden bei der Cloud-Adoption und wandelt diese Hindernisse in Möglichkeiten um, da die Anwender nun selbst entscheiden können, wo ihre Daten sind”, kommentiert Thomas Kurian, President für das Product Development bei Oracle.

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