S4/HANA als Blockbuster – SAP hebt Prognose an

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Das zweite Quartal des Walldorfer Software-Konzerns sorgt für neuen Optimismus. 500 Millionen Euro will SAP in einen Aktienrückkauf investieren.

SAP gibt die Zahlen für das zweite Quartal für das Geschäftsjahr 2017 bekannt. Den Umsatz steigert der Softwarekonzern um 10 Prozent auf 5,78 Milliarden Euro. Angesichts dieser überraschend positiven Entwicklung hebt die SE die Jahresprognose leicht an.

SAP-Chef Bill MCDermott (Bild: SAP)
SAP-Chef Bill MCDermott im “Digital Boardroom” freut sich über den “Blockbuster” S4/HANA. (Bild: SAP)

Vor allem die hohe Nachfrage nach S4/HANA beflügle die Erwartungen. Bei einer Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung der Bilanz sprach der Vorstandsvorsitzend Bill McDermott bei dem Echtzeit-ERP von einem “Blockbuster”. Die Prognose für das Geschäftsjahr hebt SAP daher um 100 Millionen Euro an. So werden Umsätze im Bereich zwischen 23,3 bis 23,7 Milliarden erwartet. 2016 hatte SAP 22,07 Milliarden Euro umgesetzt.

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Mit S/4HANA liefert SAP eine Echtzeitbasierte Enterprise-Suite. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sei die Zahl der Kunden um 70 Prozent auf inzwischen 6300 Anwender gestiegen. Von den 500 Anwendern seien etwa 30 Prozent Neukunden, darunter auch Google, teilt SAP mit.

SAP meldet deutliches Wachstum im Bereich Cloud. (Bild: SAP SE)
SAP meldet deutliches Wachstum im Bereich Cloud. (Bild: SAP SE)

Wachstum gibt es auch bei der Cloud. So steigen die New Cloud Bookings um 33 Prozent auf 340 Millionen Euro. Die Subskriptions- und Supporterlöse wachsen um 29 Prozent auf 932 Millionen Euro. Um 5 Prozent steigen die Erlöse aus Software auf 1,09 Milliarden Euro.

Als Betriebsergebnis meldet SAP 1,57 Milliarden Euro, was einem Plus von 3 Prozent entspricht und damit bleibt SAP knapp unter den von Analysten gesteckten Erwartungen. Der Gewinn allerdings sinkt um 18 Prozent auf 666 Millionen Euro. Das liege unter anderem an dem hohen Kurs der Aktie. So steigen die Kosten der aktienbasierten Vergütungen von Managern und Beschäftigten. Trotz einiger Entlassungen sind inzwischen bei SAP auch deutlich mehr Mitarbeiter hinzugekommen. Statt den 80000 Angestellten 2016 sind es in diesem Quartal bereits 87100.

“Aufgrund unseres starken Wachstums und unseres starken Cashflows möchten wir unsere Aktionäre durch einen Aktienrückkauf in Höhe von bis zu 500 Millionen Euro in der zweiten Jahreshälfte am Erfolg der SAP teilhaben lassen”, so der Finanzvorstand Luka Mucic. So erklärte SAP auch, dass der Schuldenabbau im Nachgang an die milliardenschwere Übernahme von Concur gut vorankomme. Allerdings wolle sich SAP derzeit bei größeren Übernahmen zurückhalten.

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Ein weiterer Schwerpunkt von SAP ist das Lenonardo-Portfolio, mit dem SAP Bereiche wie künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und das Internet der Dinge miteinander verknüpft und in der Cloud betreibt. Auch hier meldet SAP regen Kundenzuspruch.

Weniger gut läuft es für den Konzern in Südafrika, wo das Management jetzt einen angeblichen Bestechungsskandal aufarbeiten muss. So sollen über Provisionen ohne erkennbare Gegenleistung an ein Unternehmen einer regierungsnahen Familie bezahlt worden sein. SAP hat inzwischen eine interne und eine unabhängige Prüfung veranlasst.

 

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