Durchbruch für Windows-10-as-a-Service – Microsoft ändert Lizenz

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Windows-10-Desktops dürfen jetzt auch auf Multi-Tenant-Hardware gehostet werden. Das erleichtert die Bereitstellung von virtuellen Desktops erheblich und dürfte für neue Angebote sorgen.

Microsoft ändert die Lizenzierung von Windows 10. Über eine Enterprise-Lizenz können Windows-10-Desktops auch virtualisiert werden. Neu ist ebenfalls eine Art Roaming. Das berechtigt Nutzer Windows auf einem persönlichen Gerät und in der Cloud zu nutzen. Damit erleichtert Microsoft Cloud Service Providern die Bereitstellung von virtuellen Windows-Desktops über Microsoft Azure oder das Cloud-Angebot eines Drittanbieters wie Amazon Web Services. Die neue Regelung gilt ab dem 6. September 2017.

Microsoft erweitert die Lizenzierung von Windows 10, das nun auch über virtuelle Maschinen bereitgestellt werden kann. (Bild: Microsoft)
Microsoft erweitert die Lizenzierung von Windows 10, das nun auch über virtuelle Maschinen bereitgestellt werden kann. (Bild: Microsoft)

Bislang war das nur mit erheblichen Einschränkungen möglich. Denn Microsoft schrieb vor, dass Windows-Desktops lediglich von einer deziderten Hardware aus bereitgestellt werden durften. Ein Cloud Service Provider musste daher für jeden Kunden eigene Hardware bereitstellen. Das rechnete sich aber nur, wenn der Abnehmer eine bestimmte Zahl von Desktops verwenden wollte, was in der Praxis die Bereitstellung von Deskotp-as-a-Service erheblich erschwerte. Workspaces, der DaaS von Amazon Web Services, etwa umgeht diese Regelung, indem ein Windows Server bereitgestellt wird, auf dem eine Desktop-Nutzerschnittstelle aufgesetzt ist.

Dank der neuen Regelung sind ab Herbst solche Umwege nicht mehr nötig. Dann können Anbieter wie AWS Windows-Desktops auf einer beliebigen Infrastruktur in virtuellen Umgebungen bereitstellen. Interessant für Anwender sind auch die neuen Roaming-Rechte für Nutzer. Ein Anwender, der auf seinem Gerät Windows 10 installiert hat, kann dieses auch über eine virtuelle Maschine in der Cloud nutzen.

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“Das bedeutet, dass Nutzer, die PCs, die mit Windows Client VMs verbunden sind, die auf dedizierter oder Multi-Tenant-Hardware laufen, frei zwischen verschiedenen Geräten wählen können, oder dass damit Szenarien möglich werden, in der für eine App oder ein Daten-Set eine zusätzliche virtuelle Separationsschicht auf dem End-User-Gerät benötigt wird”, erklärt Nic Fillingham, Marketing Manager für Windows for Small Business, in einem Blog. Microsoft will laut Fillingham so Nutzern zusätzliche Wahlmöglichkeiten an die Hand geben, damit sie Windows 10 gemäß den individuellen Bedürfnissen einsetzen können.

Ab September wird Microsoft Windows 10 Enterprise E3 optional mit der Virtualisierungserweiterung anbieten. In Windows 10 Enterprise E5 wird dieses Virtualisierungsrecht bereits enthalten sein. Mit einem neuen Windows 10 Enterprise E3 VDA wird es möglich, Windows VMs auch auf Geräten ohne Windows-Pro zu nutzen. Anwender mit einem Abonnement von Microsoft 365 Enterprise über einen Service Provider werden automatisch und ohne zusätzliche Kosten Zugriff auf die Virtualisierungsrechte in Windows 10 bekommen.

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Über ein Programm für Cloud Solutions Provider können auch Provider Windows in einer dieser fünf oben genannten Optionen anbieten. Parallel dazu bietet Microsoft ein neues Zertifizierungsprogramm für Drittanbieter an, die diese virtuellen Instanzen anbieten wollen. Weitere Details zu den neuen Optionen listet Microsoft in diesem PDF-Dokument auf.

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