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Microsoft verdoppelt Azure-Umsätze

Microsofts viertes Quartal 2017 [1] beschert dem Software-Unternehmen einen Umsatz von 24,7 Milliarden Dollar. Das ist ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Zeitraum April bis Juni des Vorjahres. Der Nettogewinn nach GAAP kletterte sogar um 109 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar. Ohne einmalige Belastungen lag der Bruttogewinn bei 0,98 Dollar je Aktie. In beiden Fällen übertrifft Microsoft damit die Erwartungen der Analysten die 0,71 Dollar je Aktie bei Einnahmen von 24,3 Milliarden Dollar vorausgesagt hatten.

Das deutliche Wachstum gegenüber dem Vorjahresquartal begründete CEO Satya Nadella mit “Innovationen über alle Cloud-Plattformen hinweg”. Das sorge dafür, dass immer Kunden die Cloud-Angebote von Microsoft wahr nehmen.

Nested Virtualization in Microsoft Azure ist in den neuen Xeon-Broadwell oder Xeon-Haswell-basierten Instanzen Dv3 VM jetzt möglich. (Bild: Microsoft) [2]
Immer neue Funktionen in Azure: Nested Virtualization in Microsoft Azure ist in den neuen Xeon-Broadwell oder Xeon-Haswell-basierten Instanzen Dv3 VM jetzt möglich. (Bild: Microsoft)

Der Geschäftsbereich Intelligent Cloud legt um 11 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar zu. Den Umsatz mit dem IaaS-Angebot Azure steigert Microsoft um 97 Prozent. Rückläufig hingegen sind die Einnahmen aus dem Verkauf von Enterprise Services, die um 3 Prozent sinken.

Auch die More Personal Computing Group setzt mit 8,8 Milliarden Dollar 2 Prozent weniger als vor einem Jahr um. Dafür seien laut Microsoft vor allem die geringeren Smartphoneumsätze verantwortlich. Die Windows-OEM-Umsätze erhöhten sich um ein Prozent und der Bereich Windows Commercial Products und Cloud-Services verbesserte sich um 8 Prozent.

Auch beim Surface gehen die Umsätze zurück, hier steht ein Minus von 2 Prozent. Positiv entwickelte sich die Suchsparte, deren Werbeeinnahmen 10 Prozent höher ausfielen als vor einem Jahr. Die Gaming-Sparte legt um 3 Prozent zu, wobei eine starke Nachfrage nach Xbox-Software und –Services eine schwache Nachfrage nach Xbox-Hardware ausglich.

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Die Productivity and Business Processes Group meldete ein Umsatzplus von 21 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar. Office-365-Abonnements für Firmenkunden spülten 43 Prozent mehr Umsatz in Microsofts Kasse. Zudem erhöhte sich die Zahl der Verbraucher mit Office-365-Abonnement auf 27 Millionen. Die Dynamics-Produkte und –Clouddienste legten um 7 Prozent zu. Auch hier war das Cloudangebot Dynamics 365 mit einem Plus von 74 Prozent der eigentliche Wachstumsmotor. LinkedIn trug zudem 1,1 Milliarden Dollar zum Konzernergebnis bei.

Das Geschäftsjahr 2017 schloss Microsoft mit einem Umsatz von 96,6 Milliarden Dollar (plus 5 Prozent) und einem Gewinn von 25,9 Milliarden Dollar (plus 26 Prozent) ab.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2018 rechnet Microsoft nun mit leicht erhöhten Umsatz zwischen 23,6 und 24,3 Milliarden Dollar. Dem sollen operative Kosten von bis zu 8,7 Milliarden Dollar gegenüberstehen.

Microsoft mit Stellenabbau

Trotz der guten Geschäftszahlen will Microsoft Arbeitsplätze abbauen [3], da diese in der neuen Unternehmenstruktur nicht mehr gebraucht werden. Etwa 10 Prozent aller deutschen Arbeitsplätze sind davon betroffen. Auf Betriebsbedingte Kündigungen wolle Microsoft jedoch verzichten. Nicht alle 270 davon betroffenen Mitarbeiter sollen gezwungen sein, den Konzern zu verlassen und können sich intern neu bewerben. Darüber hinaus gibt es ein Programm für freiwilliges Ausscheiden, für das Abfindungen von bis zu 2,2 Monatsgehältern für jedes Jahr der Beschäftigung im Unternehmen in Aussicht stehen.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de [4]]

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