Daimler-Tochter Moovel kauft Hamburger App-Entwickler Familonet

EnterpriseÜbernahme

Die App Familonet soll auch weiterhin angeboten werden. Sie hat eigenen Angaben zufolge rund 2 Millionen registrierte Nutzer. Moovel ist für seine Angebote im Bereich urbaner Mobilität vor allem an der Kompetenz der Familonet-Entwickler in den Bereichen Geofencing und Standortbestimmung interessiert.

Die Moovel Group, ein Tochterunternehmen der Daimler AG, hat die Übernahme der Familonet GmbH bekannt gegeben. Das 13-köpfige Entwicklerteam des Hamburger Start-ups wird mit dem ebenfalls bereits in der Hansestadt ansässigen Moovel-Entwicklerteam zusammengeführt. Die App Familonet, die für Android und iOS angeboten wird und auf rund 2 Millionen registrierte Nutzer, vor allem in Deutschland, den USA, Brasilien, Indien und der Türkei, verweisen kann, soll auch künftig angeboten werden. Zu finanziellen Details der Transaktion haben die Beteiligten keine Angaben gemacht.

Daimler-Tochter Moovel Group kauft App-Entwickler Familonet (Grafik: Moovel Group)

“Die Expertise und Kompetenzen von Familonet sind eine ideale Ergänzung für das Moovel Entwicklungsteam am Standort Hamburg. Sowohl die Mobile Geolocation-Technologie als auch das Team von Entwicklern mit Location-Expertise sind ein großer Zugewinn für Moovel”, so Oliver Wahlen, Chief Technology Officer der Moovel Group in einer Pressemitteilung. Das Moovel-Team in Hamburg wachse damit auf knapp 40 Mitarbeiter an. Insgesamt arbeiten über 250 Menschen bei Moovel.

Moovel ist für Daimler auf dem Weg vom Autobauer zum Mobilitätsanbieter ein strategisch wichtiges Standbein. Anfang des Jahres hat Daimler über seine Sparte Daimler Financial Services dafür bereits die in Luxemburg ansässige PayCash Europe S.A übernommen. Die Technologie des Zahlungsdienstleisters soll die Grundlage für Mobile-Payment-Angebote bilden, die unter der Marke “Mercedes pay” auf den Markt kommen werden. Laut Bodo Uebber, im Daimler-Vorstand für Finanzen & Controlling und den Bereich Daimler Financial Services verantwortlich, unterstreicht das Bezahlsystem die Ambitionen, “einer der führenden Anbieter digitaler, mobiler Dienste” zu werden.

Die App Familonet zeigt unter anderem immer an, wo die anderen Familienmitglieder sihc gerade aufhalten. Die Technik dahinter ist für Moovel besonders interessant (Screenshot: Familonet)
Die App Familonet zeigt unter anderem immer an, wo die anderen Familienmitglieder sihc gerade aufhalten. Die Technik dahinter ist für Moovel besonders interessant (Screenshot: Familonet)

Bislang besteht das Angebot vor allem aus dem Car-Sharing-Dienst Car2Go sowie der App MyTaxi. Sie agieren unter dem Dach der Daimler Mobility Services GmbH, einer Tochter von Daimler Financial Services.

Die Mobilitäts-App Moovel ist Kernprodukt der Moovel Group GmbH, einem hundertprozentigen Tochterunternehmen der Daimler AG. Die App kombiniert Informationen über den ÖPNV, der Deutsche Bahn, der Carsharing-Anbieter car2go und Flinkster sowie von mytaxi, Taxi-Ruf und zu Mietfahrräder und. Kern ist also die Kooperation zwischen Daimler und der Bahn, abgedeckt wird laut Anbieter ganz Deutschland. Die Angebote können über die Moovel-App nicht nur gesucht, sondern auch gebucht und bezahlt werden.

In den USA ist die Moovel Group mit den Apps “Moovel transit” und “RideTap” aktiv. (Update 3. August 2017, 17 Uhr 26: In der Darstellung der Organisationsform des Unternehmens ist uns zunächst ein Fehler unterlaufen, wodurch eine veraltete Situation dargestellt wurde. Die Darstellung wurde korrigiert.) Sie gehen auf die Mobilitätsplattform RideScout sowie den App-Entwickler GlobeSherpa zurück. Die beiden zunächst gesonderten Aktivitäten wurden im vergangenen Jahr in Moovel North America zusammengeführt. Als Anbieter von Mobile-Ticketing-Lösungen für Verkehrsbetriebe blieb GlobeSherpa auch zuvor schon eher im Hintergrund. Die entwickelten Apps werden von den Verkehrsbetrieben ihren Kunden unter ihrem Namen angeboten, in Deutschland seit diesem Jahr etwa vom Karlsruher Verkehrsverbund.

Da scheint Familonet zunächst nicht recht dazu zu passen. Die Firma wurde 2012 von Hauke Windmüller, Michael Asshauer und David Nellessen gegründet. Sie kam 2013 dann mit der gleichnamigen App auf den Markt, die sich zunächst darauf konzentrierte, die Kommunikation innerhalb der Familie zu fördern. Dazu gab es Funktionen wie Check-ins, Nachrichten- und Fotoaustausch. Außerdem – und da wird es langsam für Movvel interessant – werden Hilferufen in Notsituationen und deren Verknüpfung mit Standortdaten angeboten. Diese Möglichkeiten wurden anschließend noch ausgebaut und sind nun offenbar das entscheidende Kriterium für den Kauf gewesen.

Komfortzubehör für Digitale Nomaden - Kopfhörer

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Zugegeben, der Jabra Elite Sport ist kein klassisches Business-Headset, obwohl man mit ihm durchaus auch telefonieren kann. Aber heutzutage gehört es sozusagen zum guten Ton mobiler Geschäftsleute, abends nach dem Einchecken im Hotel die Sportschuhe raus zu holen und noch eine Runde zu laufen. Gute Fitness hilft schließlich auch, nervenaufreibende Meetings zu überstehen.

Deshalb ist der Elite Sport vielleicht doch eine gute Investition. Neben den Telefonie-Funktionen kann man mit dem drahtlosen Elite Sport auch Musik hören. Der Kopfhörer ist wasserdicht, schwitzen kann ihm also nichts anhaben.

Das Highlight des Modells ist aber der Herzfrequenzmesser. Im rechten Ohrhörer sind ein Infrarot- und ein Bewegungssensor untergebracht. Diese ermitteln die Herzfrequenz beim Sport laut Hersteller mit "90-prozentiger Präzision". Das funktioniert so: Der Infrarot-Sensor strahlt ins Ohrgewebe und registriert die reflektierte Lichtstreuung. Gemeinsam mit den Daten des Bewegungssensors, der die Beschleunigung des Sportlers registriert, wird die Herzfrequenz errechnet. Die Daten werden auf eine Smartphone-App übertragen. Diese bietet dem Anwender auch ein individuelles Fitnessprogramm mit Infografiken. Während der sportlichen Betätigung bekommt der Nutzer via Sprachansage Infos etwa über die zurückgelegte Strecke oder die Geschwindigkeit.

Im rechten und linken Ohrhörer sind jeweils zwei Mikrofone verbaut. Diese ermöglichen das freihändige Telefonieren und dienen nebenher zur Reduzierung der Hintergrundgeräusche. Laufen, dabei Musik hören, zwischendurch telefonieren und der Sport-Arzt läuft auch mit - was will man mehr. Der Hörer soll Mitte November in den Handel kommen, auf der Webseite kann man es jetzt schon vorbestellen. Preis: 250 Euro (Bild: GN Netcom)

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